Ransbach-Baumbacher Schützengesellschaft 1849 e.V.
Gerg Endl ist neuer Schützenkaiser
Ehemaliger Schießmeister hat immer noch eine ruhige Hand und ein gutes Auge
Ransbach-Baumbach.Bei Kaiserwetter trafen sich die Ransbach-Baumbacher Schützen auf ihrem Schießplatz im Junkernwald. Das Kaiserschießen findet in jedem durch fünf teilbaren Jahr statt. Pandemiebedingt konnte dieser Rhythmus nicht eingehalten werden. Teilnahmeberechtigt sind alle Schützenbrüder und Schützenschwestern, die mindestens einmal die Würde des Schützenkönigs errungen haben.
Der Kaiser und seine Ritter werden durch einen Schießwettbewerb der Schützenkönige wird mit Kleinkalibergewehren auf den in ca. 30m Entfernung aufgestellten Kaiservogel ermittelt. Zunächst wird der zweite Ritter dadurch ermittelt, dass alle am Wettkampf teilnehmenden Schützen auf den linken, vom Schützen ausgesehen rechten, Flügel des Kaiservogels schießen. Der Schütze, der den Flügel restlos in Körpernähe vom Rumpf trennt, hat die Würde des zweiten Ritters erworben. Er nimmt am weiteren Wettkampf nicht mehr teil. Die verbleibenden Schützen ermitteln nun in gleicher Weise den ersten Ritter durch Schießen auf den rechten Flügel. Sollte während der Ausscheidung zunächst der rechte Flügel oder der ganze Vogel fallen, wird das Schießen unterbrochen. Der Vogel wird repariert und so gerichtet, dass im vorgesehenen Ablauf weiter verfahren werden kann. Nach der Ermittlung der Ritter schießen die verbleibenden Teilnehmer auf den Rumpf des Königsvogels. Der Schütze der den Rumpf restlos von der Befestigung schießt, ist Schützenkaiser. Mit dem 104. Schuss trennte Dominic Hehl den linken Flügel vom Korpus des Adlers und wurde somit 2. Ritter. Nur annähert halb so viele Patronen brauchte es, bis Dr. Klaus Fischer mit dem 148. Treffer den rechten Flügel abschoss. Der Rumpf des Vogels zeigte sich widerspenstig und so dauerte es weitere 89 Schuss bis Georg Endl mit der 237. Patrone den Adler zu Boden schickte.
Nach dem Wettkampf wurden die Würdenträger bis spät in die Nacht gefeiert.
