Meckenheimer führt als Governor Lions in der Region
Gerhard Bigalke trägt sich ins Goldene Buch ein
Meckenheim. Es war Bürgermeister Bert Spilles eine besondere Ehre am vergangenen Donnerstag den Meckenheimer Mitbürger Gerhard Bigalke im Rathaus begrüßen zu dürfen. Dieser machte seinen Antrittsbesuch beim Stadtchef in seiner Funktion als Governor des Distrikt 111, Rheinland Süd, der Lions. Die Lions sind die 1. Nichtregierungsorganisation, welche von der UN akkreditiert wurden und Deutschland ist in 19 Distrikte aufgeteilt. Die Amtszeit eines Governors dauert dabei jeweils ein Jahr, wobei dieser sich bereits in den Jahren zuvor auf diese Aufgabe vorbereitet und entsprechend ausgebildet wird.
Erstmals ein Meckenheimer an der Spitze der Lions Distrikt Rheinland-Süd
Mit Gerhard Bigalke steht dem Distrikt Rheinland-Süd erstmals ein Meckenheimer Bürger vor, der im Jahre 1943 in Bromberg in Westpreussen geboren wurde und zunächst Einzelhandelskaufmann lernte, bevor er in der Bundeswehr als Offizier Karriere machte. Bei der Bundeswehr war er unter anderem für die Organisation der Logistik im Nachschubbereich für das Deutsche Heer in Auslandseinsätzen zuständig, eine Tätigkeit die viel Organisationstalent erfordert. Bei den Lions ist Gerhard Bigalke seit 1987, wo er in Nürnberg beitrat. Bereits seit zehn Jahren ist er aber im Distrikt 111 Rheinland tätig und er gehört zu den Mitbegründern der Lions Meckenheim-Wachtberg. Sein Motto ist Freude durch Helfen. Und wer Gerhard Bigalke im Gespräch erlebt, der ist erstaunt, da spricht nicht ein Pensionär, der nach etwas Freizeitbeschäftigung sucht, da ist jemand, der voll in seiner Aufgabe aufgeht und ehrenamtlich längst mehr als einen Vollzeitjob hat. Wem dies keine Freude macht, der kann diese Aufgabe auch nicht wahrnehmen und Bert Spilles machte auf die vielfache Unterstützung der Lions auch vor Ort in Meckenheim aufmerksam. So engagieren sich die Lions vor allem in der Flüchtlingshilfe, im District wurden alleine im letzten Jahr von 1700 Mitgliedern rund 45.000 Arbeitsstunden geleistet.
Die Lions sind international organisiert und der Wille zu helfen, wenn staatliche und kirchliche Mittel nicht mehr reichen oder nur schwer zu realisieren sind, zieht sich als roter Faden durch die gesamte Organisation. Wobei ein großer Schwerpunkt immer die Blindenarbeit war. Und hier arbeiten sie durchaus auch auf ganz großer Ebene, denn Partner der Lions-Deutschland ist hier die RTL-Stiftung. Und da bekommen viele Menschen meist das einzige Mal im Jahr etwas von den Lions mit. Denn das Agreement lautet, wenn die Lions 500.000 Euro zusammenbekommen für ein bestimmtes Projekt, dann legt die RTL-Stiftung das gleiche obendrauf und wenn das geschieht, dann kommt nochmal der gleiche Betrag vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit. Im vergangenen Jahr wurde mit diesem Mittel dann der Bau einer Augenklinik in der Elfenbeinküste realisiert und Gerhard Bigalke war im Gespräch sichtlich stolz darüber, dass von den notwendigen 500.000 Euro alleine 41.000 aus seinem District kamen. Bei RTL konnte dann auch nachverfolgt werden, was aus dem Geld geworden ist und damit ist man bei einem weiteren Punkt bei den Lions. In Sachen Transparenz ist die Organisation gläsern, jeder der Geld gibt hat das Recht zu erfahren, was damit geschieht und Lions legt darüber auch Rechenschaft ab.
Viele Lions-Projekte auch in Meckenheim
Wobei Gerhard Bigalke auch aus vielen Projekten in Meckenheim zu berichten weiss, so gibt es eine Weihnachtsgeschenkeaktion für Kinder aus sozial schwachen Familien und das schon seit acht Jahren, wo gezielt auf Anregungen der Erzieherinnen und Erzieher aus den Kindertagesstätten Kinder beschert werden. Das lässt man sich rund 4.000 Euro kosten, wie der Lions-Club Meckenheim-Wachtberg zu berichten weiss. Hierfür werden auch die Erlöse vom Meckenheimer „Zinte Maat“ am zweiten Adventswochenende verwandt.
Dies alles war dem Meckenheimer Bürgermeister natürlich bereits im Vorfeld bewusst und so überraschte er den hochrangigen Lions-Vertreter mit der Bitte, dass dieser sich in das Goldene Buch der Stadt Meckenheim eintragen möchte. Dieser hohen Ehre kam Gerhard Bigalke natürlich sehr gerne nach, obwohl eigentlich er dem Meckenheimer Verwaltungschef einen Wimpel für die gute Zusammenarbeit überreichen wollte. In einem waren sich aber Bert Spilles und Gerhard Bigalke sehr einig, beide wollen auch in Zukunft sehr eng zusammenarbeiten.
