Veranstaltungsreihe der Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“
Geschichte des Zionismus
Vortrag am Sonntag, 16. Juni um 14.45 Uhr
Rhein-Sieg-Kreis. Die Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“ lädt zu einem Vortrag zur „Geschichte des Zionismus“ ein.
Seit der Zerstörung des Zweiten Tempels beten die Juden in der Welt zu Pessach darum, dieses Fest im folgenden Jahr in Jerusalem feiern zu dürfen. Diese Bindung ans Heilige Land war die meiste Zeit religiöser Natur und bezog sich zunächst auf die messianische Zeit. Im 19. Jahrhundert wurde diese zu einem nationalen Konzept transformiert, welches die Schaffung eines jüdischen Gemeinwesens analog zu den Nationalstaatsbestrebungen anderer Völker zum Ziel hatte. Richtungsweisend wurde die seit 1896 ausgearbeitete Konzeption Theodor Herzls, der nicht als einziger, aber doch als herausragender Begründer des Zionismus gelten kann. In diesem Vortrag sollen die wichtigsten Grundzüge der zionistischen Idee bis zur Gründung des Staates Israel dargestellt werden.
Der Referent, Dr. Carsten Schliwski, aus Wuppertal, widmete sich von 1992 bis 1999 dem Studium der Judaistik, Islamwissenschaft und Geschichte in Köln und Jerusalem. Von 1999 bis 2009 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Martin-Buber-Institut für Judaistik in Köln, promovierte 2005 an der Universität zu Köln zum Thema „Maimonides‘ Kommentar zu den Aphorismen des Hippokrates“. Seit 2006 ist er Lehrbeauftragter für Religionsgeschichte in Wuppertal und arbeitet seit 2010 auch als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Thomas Instituts in Köln im Rahmen des DFG-Projekts „Digital Averroes Research Environment“. Seine Lehr- und Forschungsgebiete umfassen die Geschichte und Kultur des Judentums im Mittelalter und in der Neuzeit, Jüdische Geschichtsschreibung, Geschichte des Zionismus und des Staates Israel.
Der Vortrag findet am Sonntag, 19. Juni um 14.45 Uhr in der Gedenkstätte, Bergstraße 9, 51570 Windeck-Rosbach, statt; der Eintritt ist frei. Pressemitteilung des
Rhein-Sieg-Kreises
