Allgemeine Berichte | 29.03.2021

Freiwilligendienst beim DRK – das Plus im Lebenslauf, ein Orientierungspunkt in der Coronakrise

Gesellschaftliches Engagement und berufliche Orientierung für jüngere und ältere Mitbürger

Bild aus dem DRK-Archiv, als noch arbeiten ohne Mund-Nasen-Maske möglich war und gemeinschaftliche Aktivitäten durchgeführt werden konnten. In Zeiten der durch das neue Coronavirus bedingten Kontaktbeschränkungen sind die DRK-Betreuungskräfte im betreuten Wohnen „Weißes Ross“ in Bad Breisig für einige Bewohner eine der Verbindungen nach außen und dadurch ein wichtiger sozialer Kontakt. Freiwilligendienstleistende unterstützen die DRK-Betreuungskräfte bei ihrer Arbeit und die Bewohner bei der Bewältigung alltäglicher Dinge. Momentan sind auch die Gespräche über die Ereignisse außerhalb der Gemeinschaftswohneinrichtung sehr wichtig. Symbolfoto: DRK-LV-RLP

Kreis Ahrweiler. Die aktuelle Coronakrise hat Unwägbarkeiten sowohl bei der beruflichen Orientierung als auch in der Ausübung vieler Berufe verursacht. Viele Menschen können durch die Corona-Pandemie schon seit Monaten nicht ihrer Arbeit nachgehen. Sie mussten in Kurzarbeit oder sind sogar arbeitslos geworden. Die Zukunftsaussichten sind düster. Schulabgängern fehlt die berufliche Orientierung. Berufspraktika wurden im vorigen Schuljahr teilweise gar nicht durchgeführt. Abiturienten müssen nicht selten Wartezeit auf einen Studienplatz überbrücken. Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und der Bundesfreiwilligendienst (BFD) im Deutschen Roten Kreuz (DRK) bieten gute Möglichkeiten, freie Zeiten sinnvoll zu nutzen, sich gesellschaftlich zu engagieren und sich dabei beruflich (neu) zu orientieren.

Ganz egal ob ein Engagement im Sozialen Service mit dem Schwerpunkt der Unterstützung für Senioren im betreuten Wohnen „Weißes Ross“ in Bad Breisig, im kreisweiten HausNotrufService oder im Krankentransport und Rettungsdienst: Die Freiwilligendienste beim DRK sind so vielfältig wie die Arbeit des DRK im Kreis Ahrweiler und bieten interessante Tätigkeiten. Freiwilligendienst heißt aber nicht, dass man umsonst arbeitet. FSJ-ler und BFD-ler erhalten auf Grundlage der entsprechenden Gesetze ein monatliches Taschengeld für ihr Engagement. Freiwilligendienste sind für Menschen, die aufgrund der Coronakrise in Arbeitslosigkeit geraten sind oder über einen längeren Zeitraum nicht ihrem Beruf nachgehen können, eine gute Gelegenheit, Einblicke in soziale Tätigkeitsgebiete zu erlangen. „Die Coronakrise zeigt uns, wie elementar wichtig soziale Berufe sind. Während einige Berufsgruppen nicht arbeiten können, weil die Arbeitsplätze geschlossen sind, ist unser Bedarf nach engagierten Kräften unverändert hoch. Gerade Senioren, etwa in unserem betreuten Wohnen, benötigen in dieser Zeit Menschen als Ansprechpartner und Bezugspunkte“, sagt DRK-Kreisgeschäftsführer Frank Trömel. In den Freiwilligendiensten des DRK sammelt man viel Erfahrungen im Umgang mit Menschen. Bei Bewerbungen um einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz nehmen viele Arbeitgeber im Lebenslauf die Teilnahme am Freiwilligendienst positiv zur Kenntnis. Sie schätzen die erworbenen Kenntnisse und bewerten das Engagement oft als zusätzliches Plus im Lebenslauf.

Durch die gesetzlichen Regelungen des BFD haben auch Menschen, die älter als 27 Jahre sind, die Möglichkeit, sich für das Gemeinwohl zu engagieren. Die Motivationen sind dabei völlig unterschiedlich. Manchmal sind es Langzeitarbeitslose, die durch einen Freiwilligendienst ihre Chancen zur Rückkehr in das Berufsleben erhöhen möchten. Auch Pensionäre, die berufsbedingt bereits vor dem 60. Lebensjahr aus dem Arbeitsalltag aussteigen, nutzen die Gelegenheit, ihre Erfahrungen und Kompetenzen in soziale Bereiche einzubringen. Oft wird der Freiwilligendienst genutzt, um sich beruflich (neu) zu orientieren oder in soziale Arbeitsbereiche hinein zu schnuppern. Für ein späteres Studium können die geleisteten Dienstzeiten als Praktikum anerkannt werden. Für die Tätigkeit im Krankentransport und Rettungsdienst werden die Freiwilligen während einer dreieinhalbmonatigen Rettungssanitäterausbildung auf ihren Einsatz vorbereitet. Diese Ausbildung ist ein guter Einstieg in medizinische Berufe, in ein späteres Medizinstudium oder in die dreijährige Ausbildung zum Notfallsanitäter. Nach der Rettungssanitäterausbildung werden die Freiwilligen während ihrer Dienstzeit von den langjährig erfahrenen hauptamtlichen Rettungskräften begleitet und fortgebildet. In der Sozialarbeit werden die Freiwilligen ebenfalls von langjährig erfahrenen Rotkreuzmitarbeitern an die Aufgaben herangeführt und begleitet.

Weitere Informationen

Der DRK-Kreisverband Ahrweiler e.V. hat weitere Informationen auf seiner Homepage unter www.kv-aw.drk.de/freiwilligendienste bereitgestellt. Eine telefonische Beratung erhält man von Andrea Thomas unter der Rufnummer (02641) 97 80 11. Gerne steht Andrea Thomas nach entsprechender Terminvereinbarung auch für persönliche Gespräche zur Verfügung. Eine Kontaktaufnahme per E-Mail an freiwilligendienste@kv-aw.drk.de ist ebenfalls möglich.

Pressemitteilung des DRK

Bild aus dem DRK-Archiv, als noch arbeiten ohne Mund-Nasen-Maske möglich war und gemeinschaftliche Aktivitäten durchgeführt werden konnten. In Zeiten der durch das neue Coronavirus bedingten Kontaktbeschränkungen sind die DRK-Betreuungskräfte im betreuten Wohnen „Weißes Ross“ in Bad Breisig für einige Bewohner eine der Verbindungen nach außen und dadurch ein wichtiger sozialer Kontakt. Freiwilligendienstleistende unterstützen die DRK-Betreuungskräfte bei ihrer Arbeit und die Bewohner bei der Bewältigung alltäglicher Dinge. Momentan sind auch die Gespräche über die Ereignisse außerhalb der Gemeinschaftswohneinrichtung sehr wichtig. Symbolfoto: DRK-LV-RLP

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