Ein letztes Mal in seiner Amtszeit traf sich Bürgermeister Bert Spilles mit den Meckenheimer Ortsvorstehern
Gespräche in formloser Runde
Meckenheim. Einmal im Jahr lädt Bürgermeister Bert Spilles die Meckenheimer Ortsvorsteher zu einer formlosen Zusammenkunft ein.
In entspannter Runde, jeweils in einem andern Meckenheimer Restaurant, dient dieses Treffen auch dem Austausch aktueller Themen rund um die Stadt Meckenheim. Dabei bedankt sich der Bürgermeister für die im vergangenen Jahr geleistete Arbeit.
„Die ehrenamtliche Tätigkeit der Ortsvorsteher ist für die Stadt Meckenheim eine große Unterstützung“, resümiert Bert Spilles. Sie greifen Wünsche, Anregungen und Beschwerden aus dem Stadtteil auf und leiten diese an den Rat der Stadt oder an den zuständigen Ausschuss weiter.
Die Ortsvorsteher sind unbürokratischer Ansprechpartner für die Bürgerinnen und Bürger. Sie sehen sich als Bindeglied zwischen der Bevölkerung zur Verwaltung, und vertreten den Bürgermeister in ihren Ortsteilen, wenn dieser oder sein Stellvertreter verhindert ist.
Hinzu kommen repräsentative Aufgaben, wie Besuche zu Geburtstagen, und „Goldene“ oder „Diamantene“ Hochzeiten.
Dienstältester Ortsvorsteher ist Ferdinand Koll aus Ersdorf. Auf Dienstreise und damit am Treffen verhindert, war Ortsvorsteher Ralf Decker, der für den Ortsteil Altendorf zuständig ist.
Die Aufgaben des Doppelortes Altendorf-Ersdorf fasst Ferdi Koll in einigen wenigen Sätzen zusammen.
Ein Dorn im Auge ist ihm, dass eine Entspannung in der Verkehrssituation auf der Ortsdurchgangsstraße mit sicheren Übergängen nicht in Sicht ist.
Den Schwerlastverkehr einzudämmen und der Tempobeschränkungen durchzusetzen seien noch nicht gelungen: „Das sind noch dicke Bretter, die wir bohren müssen“.
Michel Sell vertritt dem Ortsteil Merl, den größten Meckenheimer Ortsteil. Er setzt sich für die maßvolle Entwicklung des Merler Keil III ein. Wichtig ist ihm dabei, dass die Verkehrsabläufe gut gestaltet werden. Ziel müsse sein, die öffentlichen und privaten Belange gegeneinander abzuwägen und widerstrebende Interessen auszugleichen.
Dem Lüftelberger Ortsvorsteher Siegfried Schwaner liegt der Neubau für ein Feuerwehrgerätehaus und die Rücknahme des Haltewegfalls am Bahnhof Kottenforst am Herzen.
Er freut sich, dass auch im Ortsteil Lüftelberg der Glasfaserausbau vorangehen soll und die Technik in die Häuser bringt. Die gestiegenen Anforderungen braucht nicht nur Unternehmer und Arbeitnehmer. Auch im Homeoffice brauche man die höheren Datendurchsatzraten und selbst im privaten Bereich steige der Anspruch mit der technischen Entwicklung.
Alle vier Ortsvorsteher sind Mitglied bei den Christdemokraten, die im Rat der Stadt Meckenheim mehrheitlich vertreten sind. Sie stellen mit Bert Spilles auch den Bürgermeister.
In engem Schulterschluss stehen die Ortsvorsteher mit ihren Fraktionskolleginnen und -kollegen. Mit Fraktionsvorsitzenden und Kreistagsabgeordneten Joachim Kühlwetter steht ihnen ein erfahrener Fachpolitiker in Fragen der Stadtentwicklung und in Finanz und -Haushaltsangelegenheiten zu Seite. Fest verankert sind die Ortsvorsteher auch mit ihrer Parteibasis. Auf Unterstützung können sie auf CDU-Stadtverbandschef Rainer Friedrich rechnen. Er steht ihnen in allen kommunalpolitischen Angelegenheiten zur Seite. Als Vermittler und „Bindeglied“ stellt er die Kontakte zur Basis, der CDU-Mitgliedschaft her. Hierzu gehört die Frauen-Union- Senioren-Union, Junge Union. Rainer Friedrich sorgt für eine geschlossene Einheit, und somit schafft ein stabiles Netzwerk in dem sich alle politisch aktiven wiederfinden.
Für die gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren dankte Ferdi Koll im Namen der Ortsvorsteher dem Bürgermeister. Dieser geht Ende dieses Jahres in den wohlverdienten Ruhestand.
