Info- und Aktionstag in der Rheinhalle in Remagen
Gesund und selbstbestimmt älter werden
29 lokale Institutionen, Vereine und Initiativen präsentierten ein enormes breitgefächertes Angebot zum Thema
Remagen. Ausgesprochen erfolgreich war am Samstag der Info- und Aktionstag in der Remagener Rheinhalle und im Foyer „Gesund und selbstbestimmt älter werden in Remagen“, veranstaltet vom Caritasverband Ahrweiler um Mechtild Haase und der Stadtverwaltung Remagen um Mitarbeiterin Eva Etten. Dieser Aktionstag fand zudem statt innerhalb des Projekts in Remagen „Leben und Älterwerden in Remagen mitgestalten“, das schon seit mehreren Jahren immer mehr ältere Menschen in Remagen in die unterschiedlichsten Projekte, in denen zahlreiche Menschen ehrenamtlich engagiert sind, einbindet. Ob gemeinsames Spazierengehen, Spielen, gemeinsamer Mittagstisch, Informationsveranstaltungen über Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung, die Besuchsgruppe,
die ältere Menschen zuhause besucht, das Reparaturcafé oder „Alt und Jung“ gegen das Technikchaos – das Projekt gehört zum Leben der älteren Menschen in Remagen dazu.
So war auch der Aktionstag am Samstag in Rheinhalle und Foyer ausgesprochen erfolgreich. 29 Institutionen, Vereine und Initiativen präsentierten in der Rheinhalle ihre breit gefächerten Angebote. Da war wirklich fast alles dabei, was die älteren oder auch weniger älteren Bürger interessiert: soziale Dienste, der Jahreszeitentreff Demenz oder die Angehörigengruppe Demenz, die evangelische öffentliche Bücherei, die Landesberatungsstelle „Barrierefrei bauen und wohnen“, der Sportverein mit seiner Gesundheitsschulung, Heilpraktiker, Hörgeräteakustiker, der
Hospizverein und die Kolpingfamilie Remagen. Unglaublich wie viele Institutionen, aber auch Vereine und Initiativen, Informationen und Hilfen zum „Gesunden und selbstbestimmten Älterwerden in Remagen“ beitrugen.
Da präsentierte sich der Seniorenbeirat mit seinen Angeboten ebenso wie die Frauenselbsthilfe nach Krebs, die Lebenshilfe Kreisvereinigung Ahrweiler, Pflegedienst und Pflegestützpunkt, Physiotherapeuten, die Seniorenwohngemeinschaft Remagen-Kripp, die Seniorenresidenz Remagen, der Turnverein oder die Volkshochschule, das Projekt „Wohnen für Hilfe“ vom Studierendenwerk Koblenz, das Wohnprojekt ZWEIG oder auch der Postsportverein.
Natürlich auch mit dabei: das Projekt „Mittagstisch“, das einmal im Monat ein gemeinsames Mittagessen im evangelischen Gemeindehaus veranstaltet. Am Samstag bot der „Mittagstisch“ nicht nur einen herzhaften Imbiss zu Mittag, sondern auch eine reich gedeckte Kaffeetafel zur Bewirtung der vielen Gäste und Aussteller. Die Kuchen waren überwiegend von Privatpersonen gespendet worden. Eine große Kuchenspende kam ferner von der Bäckerei Müller in Remagen, und die Würstchen sponserte die Seniorenresidenz Remagen um Leiterin Gisela Dröge. Angeboten wurden die gespendeten Leckereien zum kleinen Preis. Der Erlös daraus kommt der Gruppe „Mittagstisch“ zugute, die inzwischen an jedem ersten Freitag im Monat rund 50 Besucher zählt. Die Begrüßung am Morgen oblag dem Beigeordneten Rolf Plewa, der im Namen der Stadt und des Bürgermeisters Björn Ingendahl
sowohl die vielen Akteure als auch die Gäste herzlich willkommen hieß. Dem Projekt „Leben und Älterwerden in Remagen mitgestalten“ zollte Plewa große Hochachtung. Selbst die Parteivorsitzende der SPD und Fraktionschefin Andrea Nahles, die vor einigen Wochen das Projekt besucht habe, sei in Remagen derart begeistert gewesen, dass sie geäußert habe, so etwas müsste es bundesweit geben. Eine große und starke Säule sei das Ehrenamt, ohne das ein solches Angebot nicht verwirklicht werden könne. Und den ehrenamtlichen Helfern könne man nur eines, nämlich von Herzen danken. Projektleiterin Mechtild Haase vom Caritasverband Ahrweiler dankte den vielen Teilnehmern des Aktionstags und lud nicht nur zu den Präsentationen der Teilnehmer ein, sondern auch zu einem bunten Begleitprogramm. Sie wünschte allen einen tollen und interessanten Tag mit viel Vernetzung auch untereinander.
Viele Angebote luden zum Mitmachen ein
Gleich nach der Begrüßung begann bereits der Kurzvortrag von Ute Möseler „Barrierefrei (um)bauen“. Diesen verfolgten zahlreiche Besucher, darunter sicher viele, die bereits an später dachten. Viel Freude machte die Seniorentanzgruppe „Die AHR-Meisen“ aus Dernau um Leni Großgarten den Besuchern und Akteuren. Da wurde zur Musik auch schon einmal einfach mitgetanzt, ebenso wie bei „Nia - getanzte Lebensfreude“ von Dorothee Humperts Ballett- und Tanzstudio „Ballerina“, bei dem Erwachsene tanzten und zum Tanzen einluden.
Freude machte auch die Fünf-Minuten-Mitmachgymnastik „Atmung und Humor“ von Heilpraktikerin Claudia Görres und Marlene von Lom vom Turnverein. Ob Vorträge über „Schmerzlinderung durch Faszienbehandlung“ von Dorothee Wegmann oder „Jung älter werden“ von Hans Dieter Regnery oder für Kinder „Demenz – Was ist denn das“ von Ilhana Rascic vom Pflegestützpunkt, „Ernährung im Alter“ von Sabine Zimmermann von der AOK, der Kurzvortrag zum Wohnprojekt ZWEIG durch Gisela Querbach oder „Gut hören“ von Silke Laukötter von „vitakustik Hörgeräte“, auch das Begleitprogramm war hochinteressant. Sehr schön auch der Auftritt von Clownin Dr. Petra Klapps zum Thema „Mit Humor gesund und kreativ bleiben“.
Ein tolles Angebot gab es zudem noch von Studierenden des RheinAhrCampus, die während des ganzen Tages Hilfestellung gaben bei Fragen zu Smartphone und Co. Da war wirklich für jeden etwas dabei.
Netzwerk soll weiter ausgebaut werden
Und nach einem langen aufregenden und äußerst informativen Tag für die Gäste, aber auch für die Akteure, zeigte sich Mechtild Haase sehr zufrieden und war glücklich, dass der Aktionstag auf so große Zustimmung gestoßen war. Oft haben sie sagen hören: „Was die Remagener alles auf die Beine bringen ...“ Ihr großes Ziel ist das Netzwerk aus Angeboten zu stärken, damit „Leben und Älterwerden in Remagen mitgestalten“ weiter gestärkt und ausgebaut wird. Dank galt abschließend der Kreissparkasse Ahrweiler und der Volksbank RheinAhrEifel für die finanzielle Unterstützung des Aktionstags und der Deutschen Fernsehlotterie, die das Projekt unterstützt.
Dass bereits viele Menschen nachgefragt haben, wann noch einmal ein derartiger Tag veranstaltet wird, zeugt sicher davon, wie wichtig eine derartige Aktion für viele Menschen ist. Und auch schon für die kommenden Wochen sind zahlreiche Termine im Angebot.
AB
Vorsorge und Betreuung sind wichtige Themen nicht nur für ältere Menschen. Beim Betreuungsverein gab es wertvolle Informationen dazu.
