Allgemeine Berichte | 25.01.2021

Biologische Station im Rhein-Sieg-Kreis

Gewinnbringende Kooperation im Sinne der Natur

Stadt arbeitet eng mit der Biologischen Station zusammen

Arbeiten eng zusammen: (v.l.) Ullrich Hagedorn, Barbara Bouillon und Steffen Steenken. Foto: Stadt Meckenheim

Meckenheim. Den einzigartigen Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling zu schützen macht sich die Stadt Meckenheim zur Aufgabe. In enger Zusammenarbeit mit der Biologischen Station im Rhein-Sieg-Kreis will sie dem seltenen Insekt Lebensraum bieten und dessen Population stärken. Am Fuße der Tomburg, oberhalb von Altendorf-Ersdorf trafen sich unter anderem Ullrich Hagedorn, Leiter des Baubetriebshofes, und Michaela Kempf vom städtischen Fachbereich Verkehr und Grünflächen mit den Experten aus Eitorf, um über zielführende Maßnahmen und die geeignete Vorgehensweise zu sprechen. Im weiteren Verlauf des Prozesses will man eine Referenzfläche mit qualifizierten Standortbedingungen festlegen. Sie soll als Versuchs- und Beispielgelände wichtige Erkenntnisse liefern.

Barbara Bouillon, stellvertretende Geschäftsführerin der Biologischen Station, und der für das Artenschutzprojekt Ameisenbläuling zuständige wissenschaftliche Mitarbeiter Steffen Steenken gingen in dem fachlichen Austausch näher auf die Anforderungen ein. So benötigt der außergewöhnliche Schmetterling spezielle Nektarpflanzen wie den Großen Wiesenknopf, Knotenameisen und eine blühende Fauna während der etwa einmonatigen Flugzeit im Hochsommer. Besonderer Bedeutung kommt den Hecken am Straßen- und Wegesrand zu. Sie dürfen nicht zu sehr verbuschen und müssen daher in vorgegebenen Zeitabständen mitunter bis auf den Stock zugeschnitten werden – natürlich im Einklang mit den in den Heckensystemen lebenden Tieren wie Neuntöter und anderen Brutvögel. Zudem dürfen die Lebensräume des Ameisenbläulings zwischen Anfang Juni und Mitte September nicht gemäht oder beweidet werden, um die Entwicklung der Raupe gewährleisten zu können. „Alle Maßnahmen, die wir künftig durchführen, geschehen in enger Absprache mit der Biologischen Station. Fauna und Flora haben wir dabei stets verantwortungsvoll im Blick“, erklärt Ullrich Hagedorn. Das Projekt erstreckt sich über die als Natura2000-Gebiet definierten Wiesen unterhalb der Tomburg, weshalb die beiden Städte Meckenheim und Rheinbach an der Umsetzung beteiligt sind. Darüber hinaus beabsichtigt man die Eigentümer der privaten Flächen zu informieren und animieren, um den Schutz des einzigartigen Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläulings auf eine möglichst breite Basis zu stellen.

Pressemitteilung
Stadt Meckenheim

Arbeiten eng zusammen: (v.l.) Ullrich Hagedorn, Barbara Bouillon und Steffen Steenken. Foto: Stadt Meckenheim

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