Gläubige versammelten sich am Bild von Pfarrer Johannes Schulz
Kruft. Am 27. Mai waren es 82 Jahre her, dass der Nickenicher Pfarrer Johannes Schulz in Waldfrieden den Hitlergruß bewusst verweigerte. Er distanzierte sich damit klar vom Unrechtsregime der damaligen Zeit und deren Verschleppungen, Entwürdigungen, Verfolgungen und Morden. In seinen Predigten hatte Pfarrer Schulz immer wieder deutliche Worte gefunden, dass man Gott mehr gehorchen muss als den Menschen. Für sein aufrichtiges und konsequentes Handeln wurde er noch am selben Tag verhaftet und kam später qualvoll im Konzentrationslager Dachau um. In der Nickenicher Kirche erinnern zahllose Fotos und Schriftstücke an den mutigen Widerstandskämpfer, auf dessen Gebetsfürsprache viele vertrauen. Zum Jahrestag seines couragierten Handelns versammelten sich Gläubige am Bild des beherzten Seelsorgers.
