Allgemeine Berichte | 22.07.2014

Neues Schild trägt offiziellen Namen „Glasmuseum Rheinbach mit Sammlung Mühlstroh“

Glasmuseum Rheinbach jetzt mit Namenszusatz

Eine Hommage an den Mäzen Klaus Mühlstroh, der dem Museum mehr als 300 Studioglas-Objekte stiftete

Bürgermeister Stefan Raetz und Museumsleiterin Dr. Ruth Fabritius enthüllt zusammen mit Klaus Mühlstroh das neue Namensschild des „Glasmuseum Rheinbach mit Sammlung Mühlstroh“. -JOST-

Rheinbach. Für alle sichtbar trägt nun das Glasmuseum Rheinbach den Zusatz „mit Sammlung Mülstroh“. Der Sammler und Mäzen Klaus Mülstroh enthüllte jetzt eine von zwei hochwertigen Tafeln aus Edelstahl und Glas, die er und seine Familie gestiftet haben. „Damit wird das besondere Engagement Klaus Mülstrohs und seiner drei Kinder für das Glasmuseum gewürdigt“, freute sich dessen Leiterin Dr. Ruth Fabritius. Auf den Drucksachen, die das Museum herausgibt, wird die enge Verbindung bereits seit längerer Zeit dokumentiert.

Gut und gerne 300 Studioglas-Objekte sind seit 2012 als Dauerleihgabe oder sogar als Schenkung aus der Sammlung des Rheinsberger Architekten und Kunstsammlers nach Rheinbach gekommen, 80 davon können allerdings aus Platzgründen nur gleichzeitig gezeigt werden. Darüber hinaus spendierte Mühlstroh dem Museum auch noch mehr als 250 Fachbücher zum Thema Studioglas, erläuterte Fabritius. Bürgermeister Stefan Raetz hob bei der offiziellen Enthüllung der Tafeln hervor, dass sich die Stadt Rheinbach durch das entgegengebrachte Vertrauen sehr geehrt fühle. Klaus Mülstroh lobte seinerseits die gute Zusammenarbeit mit der Stadt und überraschte mit der Ankündigung, er wolle das größte Objekt seiner Sammlung, das Ende der 1980er Jahre entstandene und gut 1,30 Meter hohe „Ischtar-Tor“ von Professor Vladimir Kopecký, dem Glasmuseum Rheinbach schenken.

Leidenschaft für Werkstoff Glas

Gerade ein solches Objekt stehe für den Trend in der internationalen Glaskunstszene zur bildhauerischen Behandlung des Materials Glas, hob Dr. Ruth Fabritius hervor. Auf das Werk hatten die Rheinbacher bereits vor längerer Zeit ein Auge geworfen, nun zahlte sich die Geduld aus. Klaus Mülstroh ist langjähriges Mitglied des Fördervereins „Freunde edlen Glases“. Seine Leidenschaft für den Werkstoff hat ihm viele persönliche Begegnungen mit Künstlern in aller Welt beschert.

Seine Studioglas-Sammlung bietet einen Überblick speziell über die Arbeiten aus den 1980er und 1990er Jahren, einer Hauptschaffensperiode der in den 1960er Jahren in den USA entstandenen „Studioglasbewegung“, mit dem sich nur wenige Museen weltweit messen können. Die Aufnahme seiner Sammlung war vor gut drei Jahren das Ergebnis langjähriger Bemühungen, das Glasmuseum um moderne Facetten zu erweitern und damit attraktiver für Besucher zu machen.

Vom Barock bis heute

In der Dauerausstellung des 1968 von den „Freunden edlen Glases“ gegründeten Museums sind Gläser vom Barock bis zum zeitgenössischen Studioglas vertreten. Es gibt auch einen Überblick über die Kunst böhmischer Glasherstellung und -veredelung, und eine besondere Abteilung veranschaulicht die Entwicklung des Rheinbacher Glases. Die Glasveredelung ist dank der Ansiedlung vertriebener sudetendeutscher Facharbeiter und Fachschullehrer nach dem Zweiten Weltkrieg hier heimisch geworden.

Das barrierefreie Glasmuseum Rheinbach im Himmeroder Hof ist geöffnet von Dienstag bis Freitag, 10 bis 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag, von 11 bis 17 Uhr.

Bürgermeister Stefan Raetz und Museumsleiterin Dr. Ruth Fabritius enthüllt zusammen mit Klaus Mühlstroh das neue Namensschild des „Glasmuseum Rheinbach mit Sammlung Mühlstroh“. Foto: -JOST-

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