Allgemeine Berichte | 10.09.2019

Fairer Handel zu Beginn der „Fairen Woche“ auch beim „Heimat-shoppen“

„Gleiche Chancen durch Fairen Handel“

Über 2000 Veranstaltungen bundesweit bei der „Fairen Woche“

Sinzig. In diesem Jahr findet unter der Schirmherrschaft von Bundesminister Dr. Gerd Müller die „Faire Woche“ vom 13. bis 27. September wieder bundesweit mit über 2000 Veranstaltungen statt. Sie steht unter dem Motto „Gleiche Chancen durch Fairen Handel“, und es geht dabei um die Geschlechtergerechtigkeit. Frauen und Mädchen leisten weltweit einen großen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung, stehen dabei aber oftmals vor großen Herausforderungen. Sie werden auf gesellschaftlicher, finanzieller und politischer Ebene benachteiligt, denn sie verdienen teilweise viel weniger als Männer, sind häufiger von Armut betroffen und haben in Ländern der Südhalbkugel weniger Zugang zu Bildung, Geld und Krediten, außerdem sind sie nicht oder nur sehr selten in Führungspositionen vertreten. Der Faire Handel liefert jedoch wertvolle Ansätze, um das Menschenrecht der Geschlechtergerechtigkeit zu fördern. Fair-Handels-Unternehmen lehnen Geschlechterdiskriminierung ab und setzen sich aktiv für eine Gleichberechtigung ein. Frauen bekommen einen gerechten Lohn, werden in Entscheidungsprozesse einbezogen und haben Zugang zu Bildung und Weiterbildungen. Damit trägt der Faire Handel dazu bei, dass Strukturen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft so gestaltet werden, dass Frauen ihr volles Potenzial entfalten können. Auch in Sinzig wird es in dieser Zeit Aktionen geben. Am Freitag, 13. September, beteiligt sich die „Fairtrade-Stadt-Steuerungsgruppe im Bürgerforum“ auf dem Markt mit einem Stand am „Heimat shoppen“. Hier wird es wieder ein interessantes Angebot an fair hergestelltem Kunstgewerbe aus dem Eine-Welt-Laden Remagen/Sinzig geben - wie zum Beispiel liebevoll verzierte Leder- und Schmuckwaren, Deko, Seidenschals und dazu faire Schokolade und Erdnüsse zum Verkosten. Die von der Aktiv-Gemeinschaft Sinzig aufgegriffene Aktion „Heimat-shoppen“ der IHK Koblenz ist nachhaltig und klimaschützend, weil hier am Ort gekauft wird, und das wiederum ist fair gegenüber den hiesigen Geschäftsleuten. Am fairen Handel beteiligte Geschäfte werden in der Fairen Woche und/oder am Samstag, 21. September, besonders auf ihre fair gehandelten Produkte hinweisen. Im neu eröffneten „Westend“, Herzog-von-Jülich-Ring 4, wird an diesem Tag ein faires Frühstück angeboten, und auch im Bistro Barbarossa`s gibt es, wie immer, fair Gehandeltes. Aber auch viele andere Geschäfte vor Ort halten faire Waren zum Kauf bereit. Ein Einkaufsführer mit den örtlichen Geschäften, die sich am fairen Handel beteiligen, liegt am Stand der Fairtrade-Steuerungsgruppe aus. Die „Faire Woche“ lädt dazu ein, einmal gezielt Produkte aus fairem Handel zu wählen und dabei zu bleiben, um der Verantwortung nachzukommen, für Gerechtigkeit zu sorgen und etwas gegen den Hunger in der Welt zu tun. Da die Kleinbauern ökologisch-nachhaltig arbeiten, leisten diese auch noch einen wertvollen Beitrag zum Schutz unserer Lebensgrundlagen und gegen den Klimawandel, unter dem sie jetzt schon empfindlich zu leiden haben.

Die erneut zertifizierte Fairtrade-Stadt Sinzig macht mit – gerechten Welthandel und den beteiligten Handel vor Ort unterstützen!

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