Rund 200 große und kleine Gäste genossen ein reichhaltiges Frühstück
„Glockenfrühstück“ zum Einläuten der „Kirschblütenzeit“
Oberwinter. Das Wetter hatte leider nicht mitgespielt. So musste das „Glockenfrühstück“, das als Auftakt zur „Kirschblütenzeit“, der Kulturwoche in Oberwinter, von der Hauptstraße im Ortskern in den Saal des ehemaligen Evangelischen Gemeindehauses verlegt werden. Doch auch wenn das Wetter nicht mitspielte, so taten es die Oberwinterer Bürger um so mehr. Rund 200 kleine und große Gäste, Familien oder Einzelpersonen, trafen sich nach den Gottesdiensten in der evangelischen und katholischen Pfarrkirche im Saal. Im Nu bogen sich die Tische fast vor lauter Frühstücksgenüssen. Jeder hatte seine Frühstücksspezialitäten mitgebracht und so kamen alle gemeinsam in den Genuss einer Frühstücksauswahl, wie man sie so kaum gesehen hat. Und was der andere als Beitrag zum gemeinsamen Frühstück mitgebracht hatte, das mundete köstlich, war es doch etwas ganz anderes, wie man es selbst zuhause hat. Da wurde eifrig und voller Genuss getauscht und probiert, einfach nur köstlich für alle. Da wurde ganz sicher auch das ein oder andere Rezept getauscht, um eine neue Variation für das Frühstück zuhause zu haben. Den Auftakt hatten die beiden Pfarrer der katholischen und evangelischen Kirchengemeinde, Frank Klupsch und Michael Schankweiler, mit einem Gebet vor dem Frühstück gestaltet.
Organisiert worden war das „Glockenfrühstück“, das aufgrund des großen Erfolges geradezu nach einer Wiederholung ruft, vom ökumenischen Arbeitskreis. Iris Loosen begrüßte die vielen Gäste im Namen des Arbeitskreises und verlieh ihrer Freude auf die beginnende „Kirschblütenzeit“ Ausdruck. Angesichts der vielfältigen Veranstaltungen reiche die eine Kulturwoche Oberwinter „Kirschblütenzeit“ fast nicht aus. Ihr Dank galt den vielen Menschen, die sich an der „Kirschblütenzeit“ mit den unterschiedlichsten Veranstaltungen beteiligen und so die Kulturwoche Oberwinter zu einem zu einem absoluten Glanzpunkt im Jahresverlauf machen. An Neuem konnte Iris Loosen vermelden, dass die Ausstellung „Untiefen“ von Beatrix Mursch, die für den Nachmittag im Rathaus angesagt sei, ausfallen müsse. Dafür konnte sie eine im Flyer nicht genannte Ausstellung von Erika Klaaßen im Café am Markt als sehenswerte Veranstaltung innerhalb der Kulturwoche nennen.
Und geschmückt war der Saal natürlich mit Kirschblüten, mit denen Oberwinter, besonders auch entlang des Hafens reich gesegnet ist. Eine tolle Bereicherung des Glockenfrühstücks war die 96-jährige Maria Matthias, Mutter des Ortsvorstehers Norbert Matthias. Sie trug zur Freude aller ein Gedicht über Kirschblüten vor, das sie als zehnjähriges Mädchen gelernt hatte. Der Applaus aller Gäste war der strahlenden Wölle-Seniorin sicher. Und um den Namen des „Glockenfrühstücks“ zu unterstreichen, lud Pfarrer Michael Schankweiler die Kinder dazu ein, die Glocken der evangelischen Kirche zu läuten. Dem folgten die Kinder nur zu gerne und die vielen Frühstücksgäste kamen dann in den Genuss von Glockengeläut zum Frühstück. Diskutiert wurde am Rande noch, ob der Teil der Hauptstraße, auf der das „Glockenfrühstück“ bei gutem Wetter geplant war, überhaupt ausgereicht hätte, um die vielen Frühstücksgäste aufzunehmen. Noch bis zum 1. Mai öffnet der malerische Hafenort Oberwinter seine Pforten für eine bunte Woche voll Musik, Literatur, Kunst und rheinischer Lebensart. Konzerte und Führungen wechseln sich ab mit Lesungen, Workshops und Theater. Und auch am Wochenende kommen die jüngsten Besucher bei einem abwechslungsreichen Kinderprogramm auf ihre Kosten bei der „Kirschblütenzeit“ in Oberwinter. AB
Die 96-jährige Maria Matthias trug ein Gedicht vor.
