Dietmar Pertz spricht im Odendorfer Zehnthaus
Glück auf, Rheinbach!
Swisttal-Odendorf. Über die Bergbaugeschichte in Rheinbach spricht auf Einladung des Vereins Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig am Dienstag, 12. April, 20 Uhr, der Leiter des Rheinbacher Stadtarchivs, Dietmar Pertz, im Zehnthaus Odendorf, Am Zehnthof 1. Auch für zahlreiche Bewohner von Rheinbach und den umliegenden Orten ist es nur schwer vorstellbar, dass Rheinbach eine Bergbaugeschichte aufzuweisen hat. Pertz wird Zweifler vom Gegenteil überzeugen.
Schon in der frühen Neuzeit bauten die Heisterbacher Mönche in der Sürst Kupfer und Blei ab. Im 19. Jahrhundert intensivierten Unternehmer die Suche nach diesen Erzen und legten zwischen Loch und Hardt, in Kurtenberg, bei Berscheid und zu den „Vier Winden“ Schächte und Stollen an. Der Bergbau in der Sürst sicherte zu seinen besten Zeiten über 60 Familien den Lebensunterhalt. Allerdings war der Abbau aufgrund der geringen Erzvorkommen und der schwierigen wassertechnischen Verhältnisse nur wenig rentabel und wurde gegen Ende des Ersten Weltkriegs eingestellt.
Die starke Nachfrage der Industrie nach Eisenerz war um 1850 Grund für die Konzessionierung verschiedener Eisenerzgruben im Rheinbacher Stadtwald. Gefördert wurde das erzhaltige Gestein im Tagebau oder in sogenannten Pingen. Zur Verhüttung errichtete man damals eine Eisenschmelze, und zwar dort, wo sich heute das Rheinbacher Forsthaus befindet.
Anhand einer Powerpoint-Präsentation beschreibt Pertz die historische Entwicklung, zeigt aber auch die wenigen noch heute sichtbaren Relikte des Bergbaus in Rheinbach auf.
