Allgemeine Berichte | 14.11.2022

Langjährige verdiente Feuerwehrangehörige im Landkreis Ahrweiler ausgezeichnet

Goldene Ehrenzeichen für 35 bzw. 45 Jahre aktiver Feuerwehrtätigkeit

Karl Oelsberg (Bildmitte) erhielt das Goldene Feuerwehr-Ehrenzeichen am Bande für hervorragende Verdienste um das Feuerwehrwesen, worüber sich auch Kreisbrand- und Katastrophenschutzinspektor Michael Zimmermann, Bürgermeister Johannes Bell, Landräting Cornelia Weigand, Wehrleiter Markus Meid und seine beiden Stellvertreter Dominik Müller und Michael Hartung (von rechts) freuten.

Waldorf. „Es freut mich, heute einigen besonders verdienten Feuerwehrmitgliedern das Goldene Feuerwehr-Ehrenzeichen für 35 bzw. 45 Jahre hohes persönliches Engagement um die Sicherheit der Bevölkerung im Kreis Ahrweiler aushändigen zu können!“ Mit diesen Worten begrüßte Landrätin Cornelia Weigand zahlreiche Feuerwehrangehörige aus dem gesamten Kreis Ahrweiler in der Waldorfer Vinxtbachhalle. Unter den Gästen weilten auch der Landtagsabgeordnete und Erste Kreisbeigeordnete Horst Gies, die Landtagsabgeordnete Petra Schneider, die Bürgermeister Bell, Caspers, Gieler und Orthen, die Ersten Beigeordneten Adams, Diewald, Schneider und Seifen, Beigeordneter Thehos, wie auch der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Michael Zimmermann und sein Stellvertreter Marcus Mandt sowie die Wehrleiter der jeweiligen Kommunen und Vertreter der übrigen Hilfsorganisationen im Landkreis Ahrweiler.

Aufgrund der Corona-Pandemie und der im letzten Jahr stattgefundenen Flutkatastrophe konnte in den vergangenen zwei Jahren eine solche Veranstaltung leider nicht stattfinden. Landrätin Weigand betonte die Wichtigkeit der ehrenamtlich tätigen Feuerwehren: „Ohne das Ehrenamt müssten wir die Leistungen der aktiven freiwilligen Feuerwehrmitglieder mit Hilfe hauptamtlicher Kräfte erbringen.“ Dies verursache Ausgaben, die nicht zu bewältigen wären. „Sie retten, löschen, bergen und schützen. Dabei riskieren Sie oftmals Leib und Leben. Und das alles freiwillig und ehrenamtlich. Das ist ein unbezahlbarer Dienst an unserer Gesellschaft. Durch Sie können wir alle ruhig schlafen“, betonte die Landrätin. Sie hob die 365-tägige rund um die Uhr währende Einsatzbereitschaft hervor: „Egal ob bei Brandeinsätzen, bei Unfällen, Technischen Hilfeleistungen oder Sturmschäden. Auch in der Nacht der verheerenden Flutkatastrophe und in den Tagen und Wochen danach waren Sie rund um die Uhr im Einsatz. Bis zur Erschöpfung und weit darüber hinaus. Sie haben Übermenschliches geleistet, nicht nur in den oft riskanten Rettungsmanövern. Ich neige meinen Kopf vor Ihrer Leistung, die für uns Betroffene von unschätzbarem Wert ist und danke Ihnen heute nochmals ausdrücklich und von ganzem Herzen persönlich wie auch im Namen des gesamten Landkreises Ahrweiler dafür.“

Viele Feuerwehrangehörige seien von der Flut im Ahrtal selbst betroffen gewesen. Trotzdem habe man sich zunächst uneigennützig in den Dienst der guten Sache gestellt. Das Ausmaß von Leid und Zerstörung werde die Feuerwehrmitglieder sicher noch lange begleiten. Sie wies in diesen Fällen auf die Möglichkeit der professionellen Hilfe bei der Bewältigung hin. „Der gesamte Kreis Ahrweiler und auch ich ganz persönlich haben großen Respekt vor Ihnen, den Frauen und Männern der Feuerwehren, die Vorbild sind und uns zeigen, wie eine Gesellschaft als Gemeinschaft funktionieren kann“, so Landrätin Weigand.

Sie vergaß aber auch nicht, den Dank an die Gremien auszusprechen, die die erforderlichen Mittel für die Ausstattung der Wehren bereitstellen. So würden von Seiten des Kreises aktuell zwei Gerätewagen Sanität und drei Abrollbehälter zum Gesamtpreis von rd. 800.000 Euro angeschafft.

Es sei keine Selbstverständlichkeit, sich über Jahrzehnte hinweg aktiv ehrenamtlich zu betätigen und dabei die eigene Gesundheit, im Extremfall das eigene Leben, für andere einzusetzen. Die Wertschätzung dieses hohen persönlichen Einsatzes bringt das Ehrenzeichen zum Ausdruck.

So freue sie sich, im Auftrag des Innenministers von Rheinland-Pfalz das Goldene Feuerwehr-Ehrenzeichen für 35 bzw. 45 Jahre Feuerwehrdienst an verdiente Wehrleute aushändigen zu können. Die entsprechenden Urkunden konnten durch den kürzlich vollzogenen Wechsel des Ministers im Innenministerium nicht fertiggestellt werden. Diese werden per Post nachgereicht.

Eine ganz besondere Ehrung erfuhr Karl Oelsberg von der Freiwilligen Feuerwehr Burgbrohl. Landrätin Cornelia Weigand konnte ihm das Goldene Feuerwehr-Ehrenzeichen am Bande für besondere Verdienste um das Feuerwehrwesen aushändigen.

In ihrer Laudatio wies die Landrätin darauf hin, dass Karl Oelsberg seit dem 1.11.1979 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Burgbrohl sei. Knapp 13 Jahre war er dort als Wehrführer aktiv und im Anschluss sieben Jahre als Wehrleiter der Verbandsgemeinde Brohltal. Zudem habe Oelsberg über viele Jahre die Technische Einsatzleitung des Landkreises Ahrweiler unterstützt und bei einer Vielzahl von Einsätzen maßgeblich mitgearbeitet und geholfen.

Wechsel in der Gefahrstoffzugführung

In der Führung des Gefahrstoffzuges des Landkreises Ahrweiler ist es zu einem Wechsel gekommen. Landrätin Weigand nahm die Gelegenheit wahr, die entsprechenden Ent- und Verpflichtungen an diesem Abend vorzunehmen.

Friedhelm Jakobs war vom 1.6.1999 bis zum 30.6.2004 stellvertretender Zugführer und seit dem 1.7.2004 Zugführer des Gefahrstoffzuges des Landkreises Ahrweiler. Mit der Ernennung zum Kreisausbilder CSA-Träger am 21.5.2006 sorgt er bis heute für die Aus- und Weiterbildung im Gefahrstoffzug. Jakobs legt die Aufgabe des Zugführers auf eigenen Wunsch in andere Hände. Mit großem Dank für die über zwei Jahrzehnte dauernde Tätigkeit nahm die Landrätin die Entpflichtung vor. Jürgen Kerich von der Freiwilligen Feuerwehr Burgbrohl, Kreisausbilder für CSA-Träger war bisher stellvertretender Zugführer des Gefahrstoffzuges. Auch er wurde mit Dank verabschiedet und entpflichtet. An seine Stelle tritt Tobias Schwank von der Freiwilligen Feuerwehr Burgbrohl. Landrätin Weigand nahm die Verpflichtung vor und wünschte ihm alles Gute für die künftige Arbeit.

Neue Wärmebildkamera für die Feuerwehren im Kreis Ahrweiler

Schließlich durften sich die Feuerwehren des Landkreises Ahrweiler über eine neue Errungenschaft freuen. Der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Alexander Krahe konnte für die Feuerwehren des Landkreises Ahrweiler eine neue Wärmebildkamera überreichen. Diese wird bei der Feuerwehr der Verbandsgemeinde Altenahr im Gerätehaus in Altenahr stationiert, wie Brand- und Katastrophenschutzinspektor Zimmermann erläuterte. Der stellvertretende Wehrleiter der VG Altenahr Dirk Schmitt nahm die neue Wärmebildkamera entgegen.

Landrätin Weigand freute sich aber auch, dass viele Vertreter anderer Hilfsorganisationen dem Abend beiwohnten. „Die Vertreter der Katastrophenschutzeinheiten bringen damit ihre große gegenseitige Wertschätzung zum Ausdruck“, so Weigand. Sie vergaß aber auch nicht, dem privaten Umfeld der Feuerwehrangehörigen, den Familien und Lebenspartnern, zu danken: „Ohne die Unterstützung wäre dieses Engagement nicht möglich!“

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Wechsel im Gefahrstoffzug des Kreises: (von links) Friedhelm Jakobs, Landrätin Cornelia Weigand, Tobias Schwank und Jürgen Kerich.

Wechsel im Gefahrstoffzug des Kreises: (von links) Friedhelm Jakobs, Landrätin Cornelia Weigand, Tobias Schwank und Jürgen Kerich.

Über die neue Wärmebildkamera freuten sich (von links) Alexander Krahe Vorsitzender KFV Ahrweiler), Landrätin Cornelia Weigand, Dirk Schmidt (stellvertretender Wehrleiter VG Altenahr) und Kreis Brand- und Katastrophenschutzinspektor Michael Zimmermann.

Über die neue Wärmebildkamera freuten sich (von links) Alexander Krahe Vorsitzender KFV Ahrweiler), Landrätin Cornelia Weigand, Dirk Schmidt (stellvertretender Wehrleiter VG Altenahr) und Kreis Brand- und Katastrophenschutzinspektor Michael Zimmermann.

Karl Oelsberg (Bildmitte) erhielt das Goldene Feuerwehr-Ehrenzeichen am Bande für hervorragende Verdienste um das Feuerwehrwesen, worüber sich auch Kreisbrand- und Katastrophenschutzinspektor Michael Zimmermann, Bürgermeister Johannes Bell, Landräting Cornelia Weigand, Wehrleiter Markus Meid und seine beiden Stellvertreter Dominik Müller und Michael Hartung (von rechts) freuten.

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