Allgemeine Berichte | 31.10.2016

Wehrer Watzmänner unterwegs in den Sextener Dolomiten

Grandiose Bergwelt erlebt

Helmut Seiwert, Wehr, Siggi Nelles, Bad Breisig, Winfried Eulenbruch, Wehr, Reiner Gasper, Niederzissen, Michael Füllmann, Ehlingen, und Bergführer Christian Treimer (v. l.), im Hintergrund die Drei Zinnen. privat

Wehr. Die Bergtour der Wehrer Watzmänner führte in diesem Jahr nach Südtirol. Die fünf Watzmänner starteten am Misurinasee, der zwischen Toblach und Cortina d’Ampezzo liegt. Die ersten Höhenmeter wurden mit der Sesselbahn zur Col de Varda (2.115 Meter) überwunden. In einem stetigen Auf und Ab über verschiedene Joche erreichte die Truppe auf dem Bonacossaweg gegen Mittag die Fonda-Savio-Hütte, wo die erste Rast eingelegt wurde. Weiter ging es über den Bonacossa Klettersteig zur Auronzo Hütte (2.298 Meter), dem ersten Etappenziel auf der Südseite der Drei Zinnen.

Der zweite Tag führte links um die Drei Zinnen vorbei an der Langalm und dann weiter zur Drei Zinnen Hütte (2.438 Meter). Auf der Nordseite, der „Schokoladenseite“ der Drei Zinnen, konnten die Watzmänner das Wahrzeichen Südtirols in voller Pracht betrachten. Weiter ging es über den Innerkofler Klettersteig durch einige Kriegsstollen aus dem ersten Weltkrieg auf den Paternkofel (2.619 Meter). Dann musste wieder ein Stück abgestiegen werden, um auf den De Luca Klettersteig zu gelangen. Dieser führt über die Gamsscharte zum Büllelejoch und der Büllelejoch-Hütte (2.528 Meter), dem zweiten Tagesziel.

Der dritte Tag begann mit der Besteigung der Oberbachernspitze (2.667 Meter), einem Aussichtsberg der allerersten Güte. Nach dem Abstieg ging es weiter über das Sandebühljoch und Zwölferscharte, vorbei am mächtigen, 3.011 Meter hohen Zwölferkofel zur Forca De l‘Agnello, einem Joch auf 2.431 Meter Höhe. Am Zwölferkofel mussten die Watzmänner allerdings einen Umweg einlegen und viele Höhenmeter wieder absteigen, da der ursprüngliche Weg nicht begehbar war. Am Joch führte der Weg über einen neu gebauten Klettersteig mit zwei Hängebrücken und einigen ausgesetzte Stellen zur Forca la Maria (2.408 Meter). Von dort konnten die Bergsteiger schon das nächste Etappenziel, die Carducci-Hütte (2.297 Meter), sehen und nach weiteren 30 Minuten erreichen.

Der vierte Tag brachte mit dem Alpinisteig wieder ein Highlight der Tour. Ein alter Kriegssteig, der eine Reihe von ausgesetzten Stellen zu bieten hatte. Er führt am Elferkofel vorbei bis zur Elferscharte auf 2.650 Metern. An der Scharte erwartete die Watzmänner ein Abstieg zur Rotwandwiesen-Hütte auf 1.900 Meter, dem letzten Übernachtungsziel der Tour.

Der fünfte und letzte Tag war mit über acht Stunden gleichzeitig auch der längste. Er führte über den Rotwandklettersteig zur Sextener Rotwand (2.936 Meter) vorbei an vielen Kriegserinnerungen. Nachdem die Rotwand überwunden war, erwartete die Bergsteiger der Abstieg über den Zandonella Klettersteig (C/D). Ein gut gesicherter Steig, der einige schwierige D-Stellen zu bieten hatte. Nachdem man den Steig durchklettert hatte, erwartete die Truppe noch ein mächtiges Geröllfeld, daes die Fußsohlen zum Brennen brachte. Nach 1.300 Metern im Abstieg erreichten die Watzmänner zwei Stunden später den Kreuzbergpass, von dem man mit dem Bus wieder zurück zum Hotel fuhr.

Die Watzmänner waren in der grandiosesten Bergwelt des Alpenraums unterwegs. Die große Anstrengung hat sich dafür gelohnt. Einen entscheidenden Beitrag zum Gelingen der Tour leisteten wieder einmal der langjährige Bergführer Christian Treimer und die Wettergötter.

Helmut Seiwert, Wehr, Siggi Nelles, Bad Breisig, Winfried Eulenbruch, Wehr, Reiner Gasper, Niederzissen, Michael Füllmann, Ehlingen, und Bergführer Christian Treimer (v. l.), im Hintergrund die Drei Zinnen. Foto: privat Foto: Helmut Seiwert

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