Allgemeine Berichte | 13.02.2017

50 Jahre Kölsche Narrengilde und 33 Jahre Freundschaft mit der KG Niedermendig

Grandioser Empfang im Deutschen Haus

Als Geschenk wurde eine Tafel aus einem 400 Millionen Jahre alten Schiefergestein aus der Region überreicht

Uwe Ammel, 1. Vorsitzender der KGN (3.v.links) hieß die Abordnung der Kölschen Narrengilde herzlich willkommen.  FRE

Mendig. Nachdem die am 11. Februar 1967 gegründete Kölsche Narrengilde beschlossen hatte, ihr 50-jähriges Bestehen bei ihren Freunden der KG Niedermendig (KGN) zu feiern, freute der 1. Vorsitzende der KGN, Uwe Ammel sich ganz besonders, dass er gemeinsam mit einer Abordnung des Elferrats, Vorstands und der Aktiven seiner Gesellschaft die Freunde aus Köln am Samstag, dem 11. Februar im Hotel-Restaurant „Deutsches Haus“ im Rahmen eines zwanglosen Empfangs willkommen heißen durfte. Die beiden Karnevalsgesellschaften hatten jedoch noch einen weiteren Grund zum Feiern: Die Freundschaft zwischen Köln und Mendig hat vor 33 Jahren durch die Initiative von Heinz Lempertz begonnen, dessen Schwager Dieter Franken Verbindungsoffizier der Narrengilde war und heute noch ist. Umso mehr bedauerte Uwe Ammel, dass Dieter Franken und dessen Ehefrau Elfriede (Schwester von Maria Lempertz) am vergangenen Samstag aus gesundheitlichen Gründen leider nicht nach Mendig kommen konnten. „Wir freuen uns ganz besonders, dass Ihr so zahlreich den Weg zu uns nach Mendig gefunden habt, weil ein Freundeskreis um Hans Horst Engels just heute, vor 50 Jahren den weisen Entschluss gefasst und umgesetzt hatte, die KG Kölsche Narrengilde zu gründen. Mit viel Idealismus habt Ihr die Narrengilde zu dem gemacht, was sie heute darstellt, nämlich eine karnevalistische Korporation, die aus dem Kölschen Karneval nicht mehr wegzudenken ist. Wir fühlen uns sehr geehrt, dass Ihr diesen, Euren Ehrentag, bei uns in Mendig verbringen werdet. Weiterhin freut es uns besonderHs, dass wir zusätzlich zu Eurem Gesellschaftsjubiläum, ein weiteres, gemeinsames Jubiläum feiern dürfen. Die Freundschaft zwischen der Kölschen Narrengilde und der KG Niedermendig besteht in diesem Jahr seit närrischen 33 Jahren. Da die Mitbegründer dieser Freundschaft, Dieter und Elfriede Franken leider heute nicht dabei sein können, möchten wir Euch bitten, unsere besten Genesungswünsche an die beiden zu übermitteln, verbunden mit dem Wunsch, dass wir uns im kommenden Jahr, bei bester Gesundheit wiedersehen werden“, so Uwe Ammel, der den Kölnern zum 50-jährigen Bestehen ihrer Gesellschaft ein beeindruckendes Geschenk mit den Worten überreichte: „Wir haben uns für eine Tafel aus einem 400 Millionen Jahre alten Schiefergestein aus unserer Region entschieden. In diese haben wir Euren Jubiläumsorden und unsere Glückwünsche eingravieren lassen.“ Nach seiner anschließenden Ordensverleihung an: Helmut Kopp (Präsident), Klaus Maria Boddin (Vizepräsident), Fabian Brehmen (neuer Schatzmeister, Karl-Heinz Neunzig (2. Schatzmeister) und Verbindungsoffizier Wolfgang Riedel richtete der Präsident der Kölschen Narrengilde, Helmut Kopp ein Grußwort an die Anwesenden und gab sodann das Wort an seinen 2. Schatzmeister Karl-Heinz Neunzig.

Zur Historie

Dieser fasste zunächst gleich mehrere Jubiläen zusammen: 1897 - 120 Jahre altehrwürdige KG Niedermendig, 1984 - 33 Jahre Freundschaft und gegenseitige Besuche zwischen Köln und Mendig, 1967 - 50 Jahre Kölsche Narren Gilde und 1992 - 25 Jahre Jugendtanzgruppe der Narrengilde, ‚De Höppemötzjer‘. Wörtlich sagte Karl-Heinz Neunzig: „1994 wurde ich mit 300 Mark im Bestand Schatzmeister in Köln. In einem ersten Brief habe ich wegen eines „befristet bestehenden Liquiditätsengpasses“ die Mitglieder um vorzeitige Einzahlung des Beitrages gebeten. Warum erzähle ich das? Vor 22 Jahren 1995 war ich das erste Mal in Eurer Sitzung in Mendig. Der Schellemann Emil R. Stahl kommt auf die Bühne, lässt sich über Internes hier im Ort aus und begrüßt die Kölner Besucher mit den Worten: ‚Die Kölsche können jo fruh sein, dat elf Mitglieder aus Mennesch met ihrem Beitrag den Liquiditätsengpass en Kölle überbrücken.‘ Da kommst du erstmalig ins unbekannte Mendig und bist schon Teil des Programms. Ich hatte ja auch die Mendiger Mitglieder anjeköttet. Von den elf Mitgliedern gibt es heute immer noch sechs. Die zahlen in Köln 120 Euro und ich zahle als Euer Mitglied 11 Euro. Ich frore Üch mit den Worten Eures Schellemanns: Hat Ihr dat nüdich?“ Im Namen seines Vereins überreichte Neunzig an den noch amtierenden Prinz Timo ein Handtuch mit dem Wappen der KGN. „Es bleibt Dir überlassen, ob Du das Handtuch eher als Taschentuch benutzt, wenn Du die Regentschaft Ende des Jahres endgültig an die neuen Botschafter des Mendiger Festes übergibst“, so der Kölner Schatzmeister, der ebenfalls je ein Präsent an die Prinzeneltern und Inhaber des Hotel-Restaurants „Deutsches Haus“, Achim und Marita Schubach sowie an Heinz Lempertz überreichte. Zum Abschluss richtete Karl-Heinz Neunzig noch einmal das Wort an alle Anwesenden: „In Freundschaft stehen zusammen, die KG Niedermendig und die Narren Gilde. Sie feiern gemeinsam in Harmonie, Jubiläum unterm Narrenschilde. Fritz Wisotzky und Hans-Horst Engels im Himmel sind Freunde und per Du, sie trinken Kölsch und Vulkanbräu und rufen uns zufrieden zu: „Allen wohl und niemand Weh, seid stets unsere gemeinsame Leitidee.“ Nachdem die Kölner sich bei einem gemeinsamen Dinner im Deutschen Haus gestärkt hatten, besuchten sie die Damensitzung der KGN in der Laacher See-Halle. FRE

Die KGN überreichte ihren Freunden aus Köln ein Geschenk zum 50. Jubiläum.

Die KGN überreichte ihren Freunden aus Köln ein Geschenk zum 50. Jubiläum.

Karl-Heinz Neunzig (l.) überraschte auch Prinz Timo (r.) und die Prinzeneltern Marita und Achim Schubach mit je einem Präsent.

Karl-Heinz Neunzig (l.) überraschte auch Prinz Timo (r.) und die Prinzeneltern Marita und Achim Schubach mit je einem Präsent.

Uwe Ammel, 1. Vorsitzender der KGN (3.v.links) hieß die Abordnung der Kölschen Narrengilde herzlich willkommen. Fotos: FRE

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