Allgemeine Berichte | 05.06.2019

Feier und Ausstellung anlässlich dreier Jubiläen am FGN

Großartiger Abend der Demokratie

Lebendig und kontrovers, dabei aber immer respektvoll, meinungsstark und fachlich besonders fundiert debattierten die Schülerinnen und Schüler wesentliche und brandaktuelle politische Fragestellungen.Foto: Sören Ahlhaus

Remagen. Sie habe einen „Glanzpunkt der Demokratie“ erlebt, so Andrea Monreal. Und mit diesem Statement zur Feier und Ausstellung zu den drei Jubiläen „100 Jahre Frauenwahlrecht“, „70 Jahre Grundgesetz“ und „40 Jahre Direktwahl des Europäischen Parlaments“ hatte die Schulleiterin des Franziskus Gymnasium Nonnenwerth nicht untertrieben.

Die von den beiden Lehrerinnen Frau Dr. Susanne Thimann-Verhey und Astrid Heilmann-Cappel konzipierte Abendveranstaltung, zu der neben Schülerinnen und Schülern, Kolleginnen und Kollegen, Eltern und vielen Schwestern des Nonnenwerther Klosters auch Marcel Hürter (MdL) auf die Insel gekommen war, erntete aufgrund des inhaltlichen Tiefgangs und der beeindruckenden Beiträge der beteiligten Schülerinnen und Schüler großen Applaus.

Nach der Begrüßung durch Schulleiterin Monreal stimmte eine eindrucksvolle Bilderfolge, die von zwei Schülern zusammengestellt worden war, das Publikum auf den historischen Kontext der im Zentrum der Veranstaltung stehenden Ereignisse ein. Auf diese Weise war eine gute Grundlage für den sich anschließenden interessanten Vortrag von Frau Dr. Thimann-Verhey, der Fachkonferenzleiterin des Faches Geschichte am Inselgymnasium, gelegt. In diesem verknüpfte sie geschickt die drei Ereignisse, zeigte die Entwicklungslinien auf, deutete die historischen Gelenkstellen treffend und stellte heraus, dass Demokratie nie „zu etwas Selbstverständlichem“ werden dürfe. Das Recht zu wählen beinhalte immer auch die Verpflichtung zur reflektierten Teilhabe: „Engagement muss sein!“

Sehr persönliche Worte fanden anschließend sechs Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11: Anhand von jeweils zwei Zitaten zu jedem der drei Jubiläen entwickelten sie tiefgründige Gedanken dazu, inwiefern diese Ereignisse ihr eigenes Leben betreffen.

Im Anschluss daran wurde der Gegenwartsbezug mit einer Podiumsdiskussion zum Thema „Wegmarken der Demokratie: 1919 – 1949 – 1979 – und heute?“ noch weiter vertieft: Neben sechs Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 10 und 11 nahmen Nicole Westig (MdB) und Pfarrer Michael Schankweiler auf dem Podium Platz. Als Moderatorin setzte Adelheid Feilcke, Kulturchefin der Deutschen Welle, geschickt die Impulse.

Lebendig und kontrovers, dabei aber immer respektvoll, meinungsstark und fachlich besonders fundiert debattierten die Schülerinnen und Schüler wesentliche und brandaktuelle politische Fragestellungen: Ist eine Frauenquote sinnvoll? Wie steht es angesichts der Debatte über das Rezo-Video zur Europawahl um die Meinungsfreiheit? Ist die junge Generation angemessen politisch repräsentiert oder sollte das Wahlalter auf 16 Jahre gesenkt werden? Die beiden geladenen Gäste genossen es dabei sichtlich, eine Diskussion auf höchstem Niveau mit Jugendlichen führen zu können.

Nach großem Applaus für diesen Programmpunkt zeigte Schullaufbahnberaterin Astrid Heilmann-Cappel noch einmal den hohen Stellenwert von Demokratiebildung und Werteerziehung am Franziskus Gymnasium auf, bevor alle Anwesenden zum Abschluss des offiziellen Teils gemeinsam die Europahymne Ode „An die Freude“ sangen. Der zwischen den Programmpunkten musikalisch brillant von einem Trio aus drei Nonnenwerther Schülern unter der Leitung von Musiklehrerin Iris Flögerhöfer aufgelockerte Abend fand anschließend bei von AG-Leiterin Annette Predeek vorbereiteten köstlichen Canapés und einem Rundgang durch die von Frau Dr. Thimann-Verhey erstellte Ausstellung zu den drei Jubiläen seinen Ausklang. Die beeindruckten Gäste konnten sich dem Urteil von Schulleiterin Monreal nur anschließen: „Ein großartiger Abend der Demokratie!“

Lebendig und kontrovers, dabei aber immer respektvoll, meinungsstark und fachlich besonders fundiert debattierten die Schülerinnen und Schüler wesentliche und brandaktuelle politische Fragestellungen.Foto: Sören Ahlhaus

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