Meckenheimer Flüchtlinge und Kinder verschönern Außenfassade von Kita
Großartiges Projekt erfreut Groß und Klein
Meckenheim. Ein großes Hallo auf dem Gelände der Zusatzgruppe „Neue Mitte“ der Kindertageseinrichtung (Kita) „Pusteblume“: Die Erzieherinnen um Leiterin Renate Schliebach und die Kinder der Kita bedankten sich bei den Flüchtlingen, Kindern und Jugendlichen, die in den letzten beiden Sommerferienwochen die Außenfassade der Einrichtung neu gestaltet haben. Ein Büffet aus Kuchen, Würstchen und Getränken stand bereit, um danke zu sagen. Denn das Ergebnis überzeugte alle. Auch Bürgermeister Bert Spilles und der Erste Beigeordnete Holger Jung waren sichtlich begeistert von den Arbeiten der jungen Menschen. „Nicht nur die Sonne lacht uns heute an, sondern auch eine wunderbar gestaltete Fassade. Ein Ort an dem sich Kinder wohlfühlen können“, so der Bürgermeister.
Die jungen männlichen Flüchtlinge aus Ghana, Afghanistan und Tadschikistan leisteten hervorragende fachliche Arbeit, angeleitet durch die beiden RheinFlanke-Mitarbeiter Dirk Eckel und Andreas Müller sowie den städtischen Integrationshelfer im Flüchtlingsbereich, Heiko Leubecher. Die Fassade musste zunächst gesäubert und weiß gestrichen werden, und auch die Holz-Fensterrahmen und Läden hatten einen „Schliff“ dringend nötig. Mit der neuen Farbe wirkt nun alles sehr ordentlich und sauber. Unaufgefordert nahmen sich die jungen Männer auch des Unkrauts im Pflasterbereich an.
Daneben verschönerten insgesamt vierzehn Kinder zwischen acht und vierzehn Jahren unter der fachlichen und pädagogischen Leitung des RheinFlanke-Mitarbeiters Dennis Diedrich Teile der Außenfassade mit passendem Graffiti. Die Bären- und Tigergruppe ist wieder zu kennen, der Spielplatz wurde auf die Fassade gespiegelt, und wunderschöne Pusteblumen flankieren die Fassade zur Nachbar-Kita.
Diedrich führte aus, dass in diesem bisher einmaligen Projekt zwei Säulen übereinander gebracht wurden: Integrative Flüchtlingsarbeit traf auf offene Kinder- und Jugendarbeit mit einem tollen Endergebnis. Aufgrund des großen Erfolgs wird dies sicherlich nicht das einzige Projekt in dieser Richtung bleiben.
Praxisnah und kreativ
Für die Flüchtlinge stellte die Beschäftigung eine praxisnahe Heranführung an den Arbeitsmarkt dar. Gearbeitet wurde von 9 Uhr bis 17.30 Uhr mit einer Mittagspause. „Die jungen Männer haben mit großer Freude gearbeitet“, so Andreas Müller. „Alle waren total motiviert, erschienen morgens absolut pünktlich und leisten akkurate Arbeit.“ Für die Kinder ist die Graffiti-Aktion eine sinnvolle kreative Beschäftigung für die Allgemeinheit. Zum Teil sind die Mädchen bereits seit Jahren in der „Graffiti-Truppe“ tätig.
Schlüsselqualifikationen
Gerade im Hinblick auf das Flüchtlingsprojekt zeigten sich alle Beteiligten begeistert über das Engagement der jungen Männer. Diese brachten die notwendigen Schlüsselqualifikationen für das Berufsleben mit: Pünktlichkeit, Selbständigkeit, Fleiß, Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit. Auch die Zusammenarbeit der Flüchtlinge mit den Kindern aus dem begleiteten Graffitiprojekt gestaltete sich unkompliziert. Gemeinsame Abendessen im Mosaik rundeten den Arbeitstag ab. Als kleine Anerkennung für den Einsatz fuhren die Flüchtlinge zu einem Fußballspiel in die Arena „Auf Schalke“.
Auch über das Projektende hinaus engagierten sich die Flüchtlinge weiterhin für das Meckenheimer Gemeinwohl. So unterstützten sie die Organisatoren des großen Sport- und Spielfestes „Meckenheim vereint“ beim Auf- und Abbau.
Pressemitteilung
der Stadt Meckenheim
Gelungene Gemeinschaftsaktion: Renate Schliebach (hinten links), Holger Jung (hinten, Zweiter von links), Dirk Eckel, (hinten, Vierter von links), Andreas Müller (vorne Mitte), Bürgermeister Bert Spilles (hinten, Fünfter von rechts) mit den Flüchtlingen, den Kinder des Graffiti-Projekts, den Erziehern und den Kita-Kindern vor der neu gestalteten Fassade der Zusatzgruppe „Neue Mitte“ der Kita „Pusteblume“. Foto: Stadt Meckenheim
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