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Karnevalistisches Feuerwerk mit abwechslungsreichem Programm

Große Kappensitzung mit „Kam Helau!“

07.02.2018 - 10:35

Kaifenheim. Pünktlich 19.11 Uhr verlosch das Licht im Saal – der Start zur Kappensitzung mit dem Einzug des Elferrats. Soweit nichts Neues bei der großen Kappensitzung in fast ausverkaufter Gemeindehalle in Kaifenheim. Neu, oder zumindest seit einigen Jahren selten gesehen: Ein kompletter Elferrat, den Sitzungspräsident Marc Laux um sich geschart hat. Ein frischer Schwung, der Gutes verheißt und hoffentlich lange anhält. Und gleich zu Beginn kündigte Laux den ersten Höhepunkt des Abends an. Ganz in rot und weiß präsentierten die Kleinen Funken ihren Funkentanz, für den sie vom Publikum mit einem großen Applaus bedacht wurden. Danach machte ein frommer Bibelverkäufer die Bühne unsicher, und die Möhnen präsentierten eine wahnwitzige Choreografie. Unter dem Titel „Knapp daneben“ zeigten die acht Akteure ihre ausladenden Gesten. So verwirrend und gefährlich es auch aussah – immer verfehlten sich die Damen (und Ballerina Ludolf Oster) bei ihren Bewegungen ganz knapp. Ein interessanter Effekt, den das Publikum mit herzlichem Applaus quittierte. Einen Hauch von Kölner Karneval ließ im Anschluss Jule Bublitz mit ihrem fulminanten Funkentanz durch die Halle wehen. Die Tänzerin der „Fidelen Sandhasen“ aus Oberlar nahm ganz allein die Bühne ein und verzauberte das Publikum mit Akrobatik und anmutigen Tanzfighbren. Etwas ruppiger ging es hingegen bei der Sketchgruppe des Theatervereins zu. Unter der Leitung von Mia Freund führten zehn Jugendliche das Märchen vom „Rumpelstilzchen“ auf, urkomisch neu interpretiert, mit dem sie dem Publikum einen Lacher nach dem anderen entlocken konnten.


Abschied der Alten Herren


Einen Wermutstropfen vergossen hingegen die „Alten Herren.“ Nach Auszählung der Auftritte haben sie festgestellt, dass sie nunmehr 18 Jahre die Geschicke und Lacher im Karneval von Kaifenheim mitbestimmt haben. Zeit, die gut und intensiv war - doch nun sei dem ein Ende gesetzt, so Ludolf Oster, der durch den Programmpunkt führte. Mit einer Auswahl fast schon historischer Verkleidungen aus 18 Jahren resümierten die Herren über ihre Auftritte und feierten diese fast zwei Jahrzehnte mit zwei umgeschriebenen Karnevalssongs. Viel Beifall erhielten sie für den Auftritt. Doch dass damit nun endgültig Schluss für die „Alten Herren“ sein soll? Da hoffen viele, dass hier noch nicht das letzte Wort gesprochen ist. Zumindest Sitzungspräsident Laux zeigte sich zuversichtlich, vielleicht doch den einen oder anderen gelegentlich wieder einmal auf der Bühne begrüßen zu können.

Anschließend ging es von Kaifenheim nach Mayen und Mallorca: der Mayener Werner Blasweiler, der als der „Doktor“ bereits zum zweiten Mal bei der Kappensitzung in Kaifenheim gastierte, hatte sprachgewaltig und mit Sinn für knackige Pointen das Publikum fest im Griff. Auch bauchpinselte er die Gäste in der Halle: Die Kaifenheimer seien die Besten und feierten den Karneval am allerschönsten – nur um am Ende eine Pointe zu Lasten der Nachbardörfer springen zu lassen. Die „Spruddler“ aus Andernach sorgten anschließend mit ausgelassenen Fetenhits für Stimmung in der Halle und rissen die Zuschauer förmlich von den Sitzen. Genau richtig für den Tanz der großen Funkengarde, die in ihren rot-weißen Kostümen das Publikum mit dem ihrem Funkentanz begeisterten.


Eine gelungene Veranstaltung


Noch eine gehörige Portion Witz mit Lokalkolorit verteilte danach „Himpes“ alias Hermann Schneider, der „auf dem Bau schafft“. Er baute sogar die tatsächlich demnächst anstehenden Umbaumaßnahmen an der Gemeindehalle in seinen Auftritt mit ein. Und er führte mit einigen besonderen Schöpfungen aus dem Wortschatz des „Kaifenheimer Platt“ einen Test mit dem Publikum durch. Den krönenden Abschluss bildete das Männerballett. Sowohl mit ihrer Darbietung des Schwanensee als auch im Matrosenoutfit konnten sie das Publikum begeistern und zu langanhaltendem Applaus animieren.

Insgesamt war die Kappensitzung eine sehr gelungene und kurzweilige Veranstaltung. Nach außen waren kaum Veränderungen gegenüber den vergangenen Sessionen zu sehen, dennoch ist die Entwicklung bemerkenswert. Noch vor wenigen Jahren drohte die Tradition einzuschlafen, doch die aus mehreren Vereinen gegründete Festgemeinschaft hat sich nun der Dorffeste angenommen und organisiert in einer gemeinsamen Anstrengung die jährlichen Veranstaltungen. Ein Konzept, das hoffentlich lange trägt.

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Kommentare
juergen mueller:
Na und. soll die Fähe Spargel fressen? Deutschland, ein Land der Dichter u. Denker (wäre wünschenswert) u.ein Meister in der Vergabe von Titeln. Großkarnivorenbeauftragter (Karnivoren, so werden FLEISCHFRESSER - wie z.B. der Wolf bezeichnet). Was für ein Titel. Ohne seine (sogar genetische) Probeentnahme vom Kadaver des Reh`s wäre eine Laboranalyse vielleicht nicht möglich gewesen u. man hätte den bösen Wolf nicht als Wiederholungstäter ausfindig machen können. Denn das ist wichtig für die Analyse, dass er bzw. sie im gleichen Gebiet gerissen hat, was ja auch gleich auf sein Bleiben schließen lässt, was CDU-RÜDDEL gleich in seiner Beurteilung der Wolfslage bestärkt:"Gefährdungsstufe für Zweibeiner - Der/Die muss weg", denn das reicht schon aus, um von einem/r "auffälligen" Wolf/Wölfin auszugehen. Es kann auch nicht sein, dass u.U. jeden Monat ein Wild gerissen wird - März u.April hatten wir ja schon. Der erwünschte Informationsaustausch (wäre er denn immer so) kommt also in Gang.

„Ich werde nicht schweigen“

juergen mueller:
Herr Kirsch,Danke für Ihren Artikel u.Ihre Zivilcourage,die in unserer Gesellschaft nicht (mehr) selbstverständlich ist. Vielmehr werden solche Aktionen von der Bevölkerung nicht als problematisch angesehen,ebenso wie die Verkennung der Tatsache,dass aus vielerlei Gründen solche Aktionen (neben vielen anderen) eine Generation anspricht,die von Frust, Unlust, Arbeits-,/Perspektiv- u.Respektlosigkeit geprägt ist,was sich in sinn- u.intelligenzlosen Aktionen widerspiegelt bis hin zur Gewaltbereitschaft.Alles schon dagewesen.Darüber zu spekulieren,ob dies eine False Flag = Falsche Flagge-Aktion (wir sind immer noch in DEUTSCHLAND) irgendeines rechtspopulistischen Haufens war oder nicht,ist scheißegal.Tatsache ist,dass solche Vorfälle unterschätzt werden,von Zivilcourage (was ist das?) ganz zu schweigen.Lieber wegsehen,weghören,vielleicht aber doch tatenlos zusehen,den Gaffer spielen,Handyfotos machen oder sich in klas(sichen),spekulativen Äusserungen ergehen.RECHTS ist GEFÄHRLICH.

Die Stadt grün „gebombt“

juergen mueller:
Damit es jeder versteht - mit FAIR-TRADE ist "Fairer Handel" gemeint.Wir leben hier in Deutschland,deutsch ist unsere Muttersprache.Warum muss man sich meist nicht verstehend (vor allem ältere Menschen) zusehends immer mehr mit Bezeichnungen auf "englisch" abgeben?Hört sich vielleicht COOL an (viele fühlen sich dann auch so,obwohl sie nichts verstehen),ist aber trotzdem FUCK u.ich finde damit auch UNCOOL.In englischsprachigen Ländern käme niemand auf die Idee die eigene Sprache mit deutschem Vokabular zu versauen. Heute benötigt man schon zum alltäglichen Gebrauch ein Wörterbuch (beherrscht man Denglisch nicht).Bevor man also zum nächsten Info-Stand einlädt,erst einmal sich der deutschen Sprache erinnern,zumindest aber zu einem Übersetzen bereit sein.Und was heisst überhaupt grün bomben?Nur weil das Thema Insekten/Bienensterben aktuell ist u.man den Kahlschlag jahrzehntelang wissentlich übersehen u.nichts getan hat?Das ist sowas von UNCOOL.
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