Wortgewaltig, tänzerisch anspruchsvoll und zwischendurch einfach nur Klamauk
Große Müllowener Kappensitzung bestach mit handgemachtem Karneval
Mülhofen. Die Mischung passte am Wochenende hervorragend bei der großen Kappensitzung der KG Mülhofen. Vor der malerischen Johann-Schneider-Platz-Kulisse wurde über fünfeinhalb Stunden feinste rheinische Fassenacht abgeliefert. Kaum war der Saal bis auf den letzten Platz besetzt, startete bereits „No Gravity“ tänzerisch in den Abend.
Mit „Beats of the wild“ wurde die Bühne erstmals zum Beben gebracht. Wie im Märchen wurde der Elferrat sukzessive eingebunden. Anders jedoch als im Märchen von Schneewittchen, konnte die böse (Sääner) Stiefmutter verschreckt werden. Björn Kuppler übernahm die Moderation und gab die Bühne für die Kindergarde der Möhnen frei. Der Auftritt wurde ebenso gefeiert wie auch die launige Darbietung von Cindy (Annika Müller). Gegendert wurde da nicht, sehr wohl gab sie genügend lustige Anekdoten zum Besten.
Sodann übernahmen Kevin Schneider und Emma Bohm mit ihrem Paartanz die Bühne. Die vielen Auszeichnungen kommen nicht von ungefähr, der Saal tobte. Wenn jemand gekonnt den Finger in die Wunde legen kann, dann Rolf Trennheuser mit dem Protokoll. Auch in politisch herausfordernden Zeiten bekamen alle ihr Fett ab. Mit besonderem Stolz kündigte er zudem die Rückkehr des Feuerwehrparkfestes am 23. Mai an. Es folgte der Gardetanz. Die Beine flogen nur so über die Bühne. Als Dominik Knoll in die Bütt stieg war klar, er hat nur mit „Bekloppten“ zu tun. Und das Publikum würdigte seine Premiere in der Bütt mit tosendem Applaus. Die Wagen- und Bühnenbauer wurde so dann mit dem Sessionsorden bedacht, ferner wurden Rolf Trennheuser und Rolf Kuppler durch den RKK ausgezeichnet. „Kubas Eleven“ entführten die Narren in die düstere Nacht.
Die Weitersburger Tanzgruppe überzeugte mit ihrem Showtanz. Wer kann denn besser vom Dorfgeschehen erzählen, als der „Penner vom Johann-Schneider-Platz“? Dominik Pretz berichtete so einiges aus der Nachbarschaft. Optisch deutlich ansehnlicher war sodann der Tanz vom KG-Solomariechen Jasmin Kantz. Als „Mutter und Enkelin“ gaben Nicole und Rhea-Maria Fischer dem Saal nochmal allen Grund zum Lachen und Johlen, ehe es in die Pause ging. Dominik Pretz läutete die zweite Halbzeit ein und machte die Bühne frei für den Showtanz „Nie mie su jung wie hück Naach“ der Möhnengarde. Um die Zugabe und eine Rakete kam die Gruppe nicht herum. Dass Rentner nicht unbedingt ein leichtes Leben führen, bewiesen Rudi Pretz, Gerd Egeri, Andreas Fischer, Willi Scheidweiler und Michael Schneider. Die „Rentnergang“ offenbarte zudem ihr musikalisches wie auch tänzerisches Können. Völlig losgelöst von der Erde war der Tanz der Müllowener Sternschnuppen. Die Astronauten leisteten ganze Arbeit. Die gute Laune überkam Björn Kuppler erst sehr spät; bei der „Miesepetersitzung“ ließ er nur wenig gute Haare an Janik Bernardi, Bella Stamm, Laura Markgraf, Jill Jung, Sarah Czarnecki, Ramona Weigel und Marina Reichert. Für diesen Klamauk war ihnen der Applaus trotzdem sicher. Agil und kämpferisch eroberten die Fanta 10 als „Nordic Warriors“ tänzerisch den Saal. Zugabe und Rakete mussten dann auch einfach sein. Den Schlusspunkt setzten die „SchängelGugge“. Abschließend wurde an allen gedankt und galant zur Aftershow übergeleitet. Müllowe Helau!
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