Karnevalsfreunde Merzbach-Neukirchen feierten närrische Sitzung
Großer Bahnhof für langjährigen Literaten und Präsidenten
Rheinbacher Bürgermeister-Glasorden an Jürgen Schöneweiß verliehen
Merzbach. Die Halle in der Merzbacher Grundschule war bis auf den letzten Platz gefüllt, als der Präsident die närrischen Gäste begrüßte. Sein Programm fest in den Händen, dass auf die Minute getacktet war, startete er das närrische Programm und konnte als Eisbrecher die Gardetanz-Gruppe der KG begrüßen, die ihr Können in brillanter Art zeigte.
Doch dann kam eine Unterbrechung des Programms durch die beiden stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Rheinbach, Kalle Kerstholt und Markus Pütz, die auf die Bühne eilten. Mitgebracht hatten die Beiden den zweiten von drei Bürgermeister-Glasorden, von denen jedes Jahr nur drei Stück an verdiente Karnevalisten verliehen werden. Bereits in den letzten Wochen wurde der erste Bürgermeister-Glasorden an den langjährigen Wormersdorfer Sitzungspräsident Dieter (Ditsche) Weber verliehen.
An wen die Orden verliehen werden, wird jedes Jahr wie ein klösterliches Geheimnis behandelt.
Glasorden ist großes Geheimnis
Selbst die Sitzungspräsidenten der Merzbacher KG, Peter Lanzrath und Thomas Jäckel, wussten bis zur letzten Minute nicht, dass überhaupt ein Orden in Merzbach verliehen werden würde und schon gar nicht an wen.
Erster stellvertretender Bürgermeister Kalle Kerstholt verkündete unter dem Beifall des närrischen Publikums, dass der Auserwählte der langjährige Literat, Präsident und Gründungsmitglied des Merzbacher Karnevalsvereins, Jürgen Schöneweiß ist.
Markus Pütz verlas die Urkunde und überreichte den Glasorden an Jürgen Schöneweiß und dankte ihm für seinen Einsatz für das karnevalistische Brauchtum.
Sichtlich überrascht und emotional gerührt bedanke sich Jürgen Schöneweiß für die hohe Auszeichnung bei den beiden stellvertretenden Bürgermeistern.
Programm begeisterte das närrische Publikum
Jährlich werden nur drei Glasorden dieser Art von der Künstlerin Helga Feuser-Stasda in aufwendiger Arbeit von Hand gefertigt.
Auch das weitere Programm bedachte das närrische Volk mit viel Applaus und Raketen.
Viele Kräfte aus den eigenen Reihen der KG, aber auch auswertige Größen füllten das närrische Programm.
Hier brillierte der erste Redner als „Ne Jeck im Rähn“ und neu auf der Merzbacher Bühne, Björn Wassong, der mit Eifeler Witz das Publikum begeisterte. Nicht zu vergessen die „Mollypopps“ mit ihrer tollen Tanzdarbietung und die „Puschelluder“ die schon seit einigen Jahren als Eigengewächse das närrische Volk begeistern.
Die mittlerweile legendären „Sürsche Promille-Funke“ die grazil über die Bühne tanzten und mit einer Rakete gefeiert wurden, durften auch nicht fehlen. Ein Höhepunkt war auch der Auftritt aller befreundeten Tollitäten und Vereine auf der Bühne.
Erst weit nach Mitternacht fand das närrische Programm sein Ende.
„Eine tolle Sitzung mit tollen Gästen und super Stimmung“ resümierte der Sitzungspräsident Peter Lanzrath den Verlauf der närrischen Sitzung.
