32. Hottenträger-Wettbewerb in Mesenich sorgte für reichlich Gaudi
Großer Festumzug mit Majestäten und Weingott Bacchus
Mesenich. Fröhlicher Ausnahmezustand war in Mesenich am letzten Wochenende angesagt, als die Moselaner ihren Weinfestgästen ab Freitag nicht nur leckeren Wein, sondern auch ein buntes und kurzweiliges Unterhaltungsprogramm boten. Los ging es mit dem Einzug von Weinkönigin Eva und ihrer Weinprinzessin Marie, die im Rahmen einer musikalischen Begrüßung des örtlichen Gesangvereins den Startschuss für die traditionelle Veranstaltung gaben. Danach spielten die Profis der Tanzband „Four`n One“ zum Schwofen auf, bevor der erste Preisträger der Tombola als Gewinner-Prämie mit Wein aufgewogen wurde.
Riesen-Gaudi beim Hottenträger-Wettbewerb
Am Samstagnachmittag fand man sich dann wieder zum 32. Hottenträger-Wettbewerb auf dem Festplatz am Moselufer ein, wo sich gleich 15 Teams zur Bewältigung des schwierigen Hindernisparcours angemeldet hatten. Dies zum feucht-fröhlichen Vergnügen aller Aktiven, wobei auch die erfreuten Schaulustigen den ein oder anderen Schwapp Moselwasser abbekamen. Nach einem Wasserballon-Trauben-Lesen galt es schließlich, die Flüssigkeit in die Hotte zu kippen und dann über den mit einer Holzwippe und einigen Slalomstangen bestückten Parcours binnen kürzester Zeit zum Ziel zu bringen. Hier wartete oberhalb einer Treppe der hölzerne Traubentrichter, in den die in der Hotte verbliebene Brühe seitlich eingefüllt werden musste. Von hier aus lief diese ins Wertungsfass darunter, das zweckmäßigerweise auf einer altertümlichen Waage zwecks sofortiger Auswertung platziert war.
Die Titelverteidiger Dirk und Stefan aus Mesenich holten sich mit 102 Litern wieder den Sieg, wenngleich auch das international besetzte Teilnehmerfeld mit Akteuren aus Indien, Norwegen, den Niederlanden, Nordrhein-Westfalen, Bayern und Hessen ihr Bestes gaben.
Allemal Gaudi vom Feinsten, was in jedem Jahr wieder neue Besucher anlockt. Die zeigten sich am gleichen Abend von der Uferbeleuchtung „Mosel in Flammen“ und tags darauf auch vom farbenfrohen, musikalischen Festumzug durch die malerischen Gassen begeistert, zu dem die Mesenicher Weinmajestäten nebst Weingott Bacchus und Gefolge dem Weinvolk zuprosteten.
Im Anschluss erfreuten die „Moselsänger“ mit einem tollen Konzert im Festzelt, bevor am Abend mit „Los Cuador“ das Weinfestende eingeläutet wurde.
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Zur abschließenden Bewertung musste das Wasser in den alten Trichter oberhalb des Wertungsfasses gefüllt werden.
Einmarsch des musikalischen Festumzuges auf dem Weinfestgelände am Mesenicher Moselufer mit den „Meuleraattröötesj“ aus den Niederlanden.
