Projektpräsentation ANDO an der Realschule Plus Puderbach
Großer Schritt in eine bessere Zukunft für Kinder in Ghana
Puderbach. Zur Projektpräsentation ANDO hatte die Realschule plus in Puderbach eingeladen. Das Projekt, in dessen Rahmen eine Kinderklinik in Efutu/Ghana errichtet wurde, war 2012 noch vom ehemaligen Schulleiter in die Wege geleitet worden.
Was bedeutet ANDO?
ANDO bedeutet „A new day organisation“ und Ziel der Projektgruppe, die von Dr. Christian von der Brelie geleitet wird, ist es, den Kindern in Ghana eine neue Zukunft – einen neuen Tag – zu schenken. Vorrangig sieht die Klinik ihre Aufgabe in der Gesundheitserziehung und Vermittlung grundlegender Hygienevorstellungen, wie sie in der westlichen Welt den Kindern automatisch zu Hause vermittelt werden.
Die unzulänglichen hygienischen Bedingungen und der Mangel an gut ausgebildetem Personal sind die Hauptursachen für die hohe Kindersterblichkeit in Ghana, die mit 72 von 1000 Kindern, die das fünfte Lebensjahr nicht erreichen, fast doppelt so hoch ist wie in Deutschland, wo es nur 40 von 1000 Kindern sind. Die Hauptursache sind gut behandelbare Infektionskrankheiten, wie zum Beispiel Malaria, betonte der Neurochirurg Dr. von der Brelie, der zu seinem eindrucksvollen Vortrag von seiner Ehefrau und seinen in Wissen lebenden Eltern begleitet worden war.
Nach fünf Jahren harter Arbeit und einer Menge Schweiß und Tränen konnte die Klinik im März dieses Jahres eröffnet werden.
Anschaffung eines Krankenwagens geplant
Die Schüler engagierten sich mit Aktionen am Schulfest, Kuchenverkauf, dem Tag für Afrika und dem Sammeln von Pfandflaschen, was im Schnitt zwischen 60 und 80 Euro pro Monat einbrachte. Dr. Christian von der Brelie hatte Fotos und Videos von der Eröffnungsfeier mitgebracht, um so den interessierten Besuchern einen Einblick in die fremde Kultur zu vermitteln. Nächstes Ziel nach der Eröffnung der Klinik muss es jetzt sein, die Arbeit dort zu begleiten und einen akademischen Austausch zu initialisieren. Aktuell werden die drei Mitarbeiter vom Ghana Health Service bezahlt, der erste Stock an Medikamenten und Ausstattung kam von ANDO. So wird es in der nahen Zukunft wohl auch weitergehen. Vorangetrieben werden soll dort auch die Vernetzung mit größeren Kliniken, um eine Überweisung der schwerer erkrankten Kinder möglich zu machen, und die Anschaffung eines Krankenwagens. Damit machte Dr. von der Brelie deutlich, dass die eigentliche Arbeit jetzt erst beginnt.
Im Anschluss an seinen Vortrag beantwortete Christian von der Brelie geduldig die Fragen der interessierten Besucher und Rektorin Natanja Neitzert konnte für das Jahr 2017 einen Scheck über 1.000 Euro überreichen, mit dem das Projekt weiter unterstützt werden kann. Auch Dr. Christian von der Brelie hatte ein Geschenk für die Schule – er übergab der Rektorin einen Lebensbaum, der die Schüler an ihr tolles Engagement für das Projekt in Ghana erinnern soll.
Bei einem kleinen Imbiss und interessanten Gesprächen ließen die Besucher den Abend ausklingen.
