Allgemeine Berichte | 30.08.2017

Löschgruppe Merl feierte mit Reevkoche

Großer Zuspruch beim Tag der offenen Tür

Löschgruppenführer Hans Jakob Ulhaas zeigte gerne denMitgliedern und Betreuern der Jugendwehr die Technik des Löschfahrzeuges Fotos: StF

Merl. Hoch zufrieden und begeistert zeigte sich Löschgruppenführer Hans-Jakob Ulhaas über den Verlauf des Tages der offenen Tür der Löschgruppe Merk der Freiwilligen Feuerwehr Meckenheim. Das dieser Termin mehr als eine Pflichtaufgabe ist, das wurde durch den hohen Besucherstrom deutlich dokumentiert, der auch zeigte, wie groß der Rückhalt der Merler für ihre Wehr ist. Wobei der besondere Dank des Löschgruppenführers besonders den Partnerinnen, Helfer und Freunden der Wehr gehörte, denn nur mit eigenen Kräften wäre dieses Ereignis nicht zu stemmen.

Sechs Zentner Kartoffeln

Bereits am Samstag trafen sich 18 Frauen um die Rekordmenge von sechs Zentnern Kartoffeln zu schälen. Diese verwandelten sich am Sonntag dann bei hochsommerlichen Temperaturen in das rheinische Gericht des Reevkoche, welches ja schon die Bläck Föös vor 40 Jahren trefflich besungen hatten. Lange Schlagen bis auf die Straßen machten deutlich, dass es sich hierbei um einen Leckerbissen der besonderen Art handelte, ein kühles Kölsch gab es schneller.

Aber die Wartezeit wurde gerne in Kauf genommen, denn zu sehen gab es auch allerhand. So wurden die Fahrzeuge und der Maschinenpark ausgestellt und auch die Jugendwehr präsentierte sich mit einem eigenen Stand. Dies ist auch ein wenig das Sorgenkind der Meckenheimer Wehr, denn die erfolgreiche Jugendarbeit hat sich ausgezahlt. So konnten erneut drei Mitglieder der Jugendwehr in die Aktive Einheit übernommen werden, so dass diese jetzt mit 20 Kameraden besetzt ist. Die Jugendwehr besteht daher aktuell nur noch aus acht Personen und ist damit unter die Sollgrenze gerutscht. Allerdings ist man in Merl erfinderisch, so soll es einen Mitmachtag der Jugendwehr geben und man will auch in Zukunft bei Veranstaltungen im Stadtgebiet gezielt junge Leute zwischen 10 und 17 Jahren ansprechen, um das Interesse an der Wehr zu wecken. Das die Arbeit der Wehr nicht nur aus Feiern besteht, das machen 33 Einsätze in 2017 überaus deutlich.

Das Einsatzgebiet umfasst hierbei nicht nur die Stadt Meckenheim sondern auch die Teilstücke der A 565 und der A 61 mit ihren häufigen Unfällen, wo die Wehr teilweise zu sehr schwierigen Einsätzen gerufen wird. Aber auch das Thema Hochwasser und Extremwetterereignisse wirft seine Schatten voraus. So plant man für die Zukunft die Arbeit mit extrem wasserfesten Pumpen, so dass man eine Pumpe aufstellen kann und direkt an den nächsten Einsatzort fahren kann. Erfahrungen auch aus den Ereignissen der letzten Jahre, denn wenn es zur Katastrophe kommt, dann sind sofort zahlreiche Einsatzstellen betroffen.

Damit dies alles bestens gelöst werden kann, bilden sich die Feuerwehrleute ständig weiter. In Vertretung für Bürgermeister Bert Spilles besuchte dessen Stellvertreter Michael Sperling die Wehr und dankte für die geleistete Arbeit. Er verwies ebenfalls auf die gestiegenen Anforderungen an die Wehr, aber dies bedeutet nicht nur Weiterbildung in Sachen Technik, auch an die körperliche Fitness werden immer höhere Anforderungen gestellt. Wobei die Feuerwehr natürlich auch im Ort immer gerne hilft, sei es bei der Fronleichnamsprozession oder beim Martinszug. Aber auch das Aufstellen und Abbau des Maibaums wäre ohne die Floriansjünger kaum denkbar und der Ort wäre deutlich ärmer.

Ein gelungenes Programm

Umso wichtiger war es der Führungsmannschaft alle Familien mit diesem Tag der offenen Tür zu erreichen, damit dies geschah wurde nicht nur für Speis und Trank gesorgt, auch für die Kinder wurde bestens gesorgt. So gab es zahlreiche Spielmöglichkeiten neben der beliebten Hüpfburg und dem Kinderschminken. Sogar einen Sandkasten hatte man erstmals für die ganz kleinen Besucher angelegt. Gemeinsam staunte man dann nicht schlecht, als die Mitglieder der Jugendwehr am Nachmittag in einer Übung zeigten, wie man professionell kleine Brände löschen kann.

STF

Reibekuchen (Reevkoche) waren der Renner bei der Feuerwehr.

Reibekuchen (Reevkoche) waren der Renner bei der Feuerwehr. Foto: Stefan Fassbender Pressebuero

Löschgruppenführer Hans Jakob Ulhaas zeigte gerne den Mitgliedern und Betreuern der Jugendwehr die Technik des Löschfahrzeuges Fotos: StF Foto: Stefan Fassbender Pressebuero

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