Allgemeine Berichte | 10.07.2019

Schließung der Tomburg-Realschule Rheinbach

Großes Ehemaligentreffen zum Abschied

Viele Gäste war zur Abschiedsfeier der Tomburg Realschule Rheinbach gekommen.Fotos: EICH

Rheinbach. Es war schon ein emotionaler Abschied, als sich zum letzten Mal ehemalige Schüler und Schülerinnen, aber auch Lehrer und Lehrerinnen aus den letzten 55 Jahren an der ehemaligen Realschule in Rheinbach und in der Stadthalle trafen. Nach 55 Jahren hieß es Abschied nehmen. Ende Juni wurde die letzte Klasse der Tomburg-Realschule Rheinbach (TRR) verabschiedet. Um diesen Abschied nach all der Zeit gebührend zu feiern, waren hunderte ehemalige Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Förderer und Freunde, ehemalige Hausmeister und Bedienstete zur Schule gekommen.

Die ehemaligen Schüler trugen einen Aufkleber auf der Brust mit ihrem Vornamen und der Jahreszahl, wann sie die Schule verlassen haben. Seit 1964, als die Schule gegründet wurde, haben mehr als 4.500 Schülerinnen und Schüler ihren Abschluss erworben. Start der Veranstaltung war am Samstag um 14:30 Uhr. Im Glaspavillon an der Stadthalle begann der offizielle Teil der Feierlichkeiten. Die langjährige Schulrektorin Hedwig Schmitt-Wojcik, die die Leitung der Schule von 1983 bis 2009 innehatte, begrüßte die Gäste, darunter langjährige Kolleginnen und Kollegen aus ihrer aktiven Zeit. Schmitt-Wojcik bedankte sich bei den zahlreichen Helfern, die all die Jahre die Schule unterstützt haben.

Auch Bürgermeister Stefan Raetz blickte in seiner Ansprache auf eine langjährige und positive Erfolgsgeschichte der Tomburg-Realschule zurück. „Leider haben sich immer mehr Eltern gegen die Hauptschule entschieden. Dadurch sind die Gesamtschulen entstanden. Es lag nicht an der Leistung der Realschule. Aber bereits jetzt rufe man wieder nach den Förderschulen. Ich bin mal gespannt, wann die Rufe nach einem dreigliedrigen Schulsystem wieder erklingen“, so Raetz mit etwas Wehmut in der Stimme. Auch erinnerte er an die Theateraufführungen oder das Adventssingen und die vielen Aktivitäten der Tomburg-Realschule. Die langjährige Schulleiterin Hedwig Schmitt-Wojcik hat um den Erhalt der Schule gekämpft. Auch er wäre nicht von der Abschaffung der Schule erbaut gewesen.

Ex-Schulleiterin Hedwig Schmitt-Wojcik sprach die Bedeutung der Schule in Rheinbach an. Diese wäre durch die pädagogische Arbeit, konsequenten, respektvollen Umgang miteinander, in Naturwissenschaften, Kunst, Sport und Sprachen belegt worden.

„In den 55 Jahren haben 4.500 Schüler ihren Abschluss an der Tomburg-Realschule gemacht, acht Hausmeister und sechs Sekretärinnen haben uns in der Zeit begleitet. Über 140 Lehrerinnen und Lehrer haben hier an der Realschule, teilweise über Jahrzehnte unterrichtet“, so Hedwig Schmitt-Wojcik in ihrer bewegenden Rede.

Die letzte Schulleiterin, Iris Zillinger, die ihren Dienst vor einem Jahr antrat und deren Aufgabe die Abwicklung der Schule zu begleiten war, verlas ein Grußwort des leitenden Regierungsschuldirektors der Bezirksregierung, Achim Eckstein, der leider verhindert war. Hierin betonte sie die Wichtigkeit der Schule, da diese nach dem Krieg auch Mädchen die Möglichkeit gab, zu höherer Schulbildung zu gelangen.

Ein Schüler der ersten Stunde der Realschule aus Rheinbach, Michael Firmenich gab einen kleinen Einblick in die damaligen Schulverhältnisse.

Der letzte Vorsitzende des Fördervereins der Realschule, Sven Weerts, war in seiner Ansprache zu Tränen gerührt. „Nicht nur die Tomburg-Realschule wird für immer die Türen schließen, auch für den Förderverein bedeutet dies das Ende seiner Tätigkeit“, sagte Weerts mit bewegter Stimme in seiner Ansprache.

Er dankte allen Beteiligten für die Unterstützung, dieses letzte Fest mit organisiert zu haben. Es sei nicht einfach gewesen, da das Engagement im Ehrenamt drastisch abgenommen habe.

Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde von einer ehemaligen Schülerin der „TRR“, Julia Sürtenich mit ihrer Oboe.

Der Förderverein hatte eine letzte Erinnerung an die Realschule gestiftet. Eine Erinnerungstafel wurde am Eingang der heutigen Gesamtschule angebracht und am Nachmittag feierlich enthüllt. In der Stadthalle waren zahlreiche Tische und Stände aufgebaut, wo verschiedene Utensilien der einzelnen Jahrgänge zu besichtigen waren.

Auch politische Prominenz hatte in der Vergangenheit die Schule besucht. Bert Spilles, der Bürgermeister der Nachbarstadt Meckenheim hatte hier 1979 seinen Abschluss gemacht.

Eine besondere Attraktion gegen Abend

Brandinspektor und Leiter der Rheinbacher Feuerwehr, Laurenz Kreuser versteigerte die einzelnen Buchstaben des Schriftzuges „Tomburg-Realschule“, die einst über dem Eingang der Schule gehangen hatten, zugunsten der Rheinbacher Jugendfeuerwehr mit einem Erlös von 785 Euro. Die drei Buchstaben „TRR“ wurden der früheren Leiterin Hedwig Schmitt-Wojcik geschenkt.

„Es war für viele kein leichter Abschied, denn für viele war die Schule ein Teil ihres Lebens und ist mit großen Emotionen verbunden. Trotzdem ein tolles Fest, das die Schüler zum Austausch nutzten, ganz nach dem Motto „weißt du noch.“

Die langjährige Schulleiterin Hedwig Schmitt-Wojcik und der Vorsitzende des Fördervereins Sven Weerts bei der Abschiedsfeier.

Die langjährige Schulleiterin Hedwig Schmitt-Wojcik und der Vorsitzende des Fördervereins Sven Weerts bei der Abschiedsfeier.

Eine Erinnerungstafel, gestiftet vom Förderverein der Realschule wurde von Bürgermeister Stefan Raetz enthüllt. (v.li.) Stefan Raetz, Iris Zillinger, Monika Portath, Seven Weerts und Hedwig Schmitt-Wojcik.

Eine Erinnerungstafel, gestiftet vom Förderverein der Realschule wurde von Bürgermeister Stefan Raetz enthüllt. (v.li.) Stefan Raetz, Iris Zillinger, Monika Portath, Seven Weerts und Hedwig Schmitt-Wojcik.

Viele Gäste war zur Abschiedsfeier der Tomburg Realschule Rheinbach gekommen.Fotos: EICH

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