Allgemeine Berichte | 24.10.2017

Evangelisches Dekanatskantorat Selters

Großes Reformationskonzert der Montabaurer Kantorei

500+50: 500 Jahre Reformation und 50 Jahre Lutherkirche Montabaur

Hervorragende Musiker ließen gekonnt bekannte und seltenere Instrumente erklingen. Privat

Montabaur. Mit dem glanzvollen Reformationskonzert der Montabaurer Kantorei, sie ist der Kammerchor des Dekanates Selters, und dem professionellen Barockorchester Il Quadro Animato gedachten alle anwesenden Gäste sowie die ausübenden Musikerinnen und Musiker sowohl des 500-jährigen Reformationsjubiläums Martin Luthers als auch des 50-jährigen Jubiläums der Lutherkirche Montabaur. „Mit Johann Sebastian Bachs und Georg Philipp Telemanns Musik haben wir einen Kulturschatz, der weltweit gepflegt und geliebt wird und uns im Westerwald mit allen musikliebenden Menschen auf der Welt verbindet“, meint Dekanatskantor Jens Schawaller, der die vielfältigen und höchst polyphonen Kompositionen der beiden evangelischen Barockkomponisten rühmt.

Und in der Tat setzten auch die ausgebildeten Vokalsolisten Hannah Gries (Sopran), Franziska Ernst (Alt), Daniel Jeremy Tilch (Tenor) und Johannes Schwarz (Bass) neue musikalische Maßstäbe in der Wäller Kreisstadt. Mit Johann Sebastian Bachs Kantate zum Reformationstag „Ein feste Burg ist unser Gott“ (BWV 80), Georg Philipp Telemanns Ouvertüre B-Dur (ohne Opuszahl) für zwei Violinen, Viola, Violoncello und Basso Continuo und Johann Sebastian Bachs Kantate zum zweiten Ostertag „Bleib bei uns, denn es will Abend werden“ (BWV 6) ließen Il Quadro Animato und die Vokalsolistinnen und -solisten die Musik auf höchst professionelle Art und Weise lebendig werden und zeigten sich von feinster Musizierfreude und künstlerischer Kommunikationsfähigkeit.

Als weitere Besonderheit erklangen im Reformationskonzert mit zwei Barockoboen und einer Oboe da caccia selten gehörte Instrumente, die den Klang des Ensembles einmalig bereicherten. „Mit Isabel Müller-Hornbach haben wir eine hauptberufliche Violoncellistin und Gambistin, die aus dem Dekanat Selters stammt und den Kontakt in die Frankfurter Kultur- und Musikszene ermöglicht“, erklärt der A-Kantor des unteren Westerwaldes. So spielte die junge Musikerin in diesem Konzert auch ein Violoncello piccolo – eine Variante des normalen Orchestercellos, die in der Öffentlichkeit kaum zu hören ist. „Und besonders freuen wir uns über die Förderung durch das Dekanat Selters, den Förderverein Musica Sacra e. V., durch die Stadt Montabaur, die Sparkasse Westerwald-Sieg, die Volksbank und durch das Reformationsbüro der EKHN!“ Die Gäste bedankten sich mit lang anhaltendem Applaus bei allen Ausführenden.

Großes Reformationskonzert der Montabaurer Kantorei

Hervorragende Musiker ließen gekonnt bekannte und seltenere Instrumente erklingen. Fotos: Privat

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