Allgemeine Berichte | 22.02.2019

Zum siebten Mal in Folge zog es die Plaidter Grundschulkinder in den Schnee

Grundschulkinder machen die Piste „unsicher“

Einige der 27 Kinder im Alter von sieben bis zehn Jahren standen das erste mal Skiern.Foto: privat

Plaidt/Österreich. Zum siebten Mal in Folge zog es die Plaidter Grundschulkinder in den Schnee. Fünf Tage voller Erlebnisse auf und neben der Piste – darauf freuten sich die 27 Kinder im Alter von sieben bis zehn Jahren. Einige von ihnen standen das erste Mal auf Skiern, glücklicherweise bei Neuschnee und Kaiserwetter im Tannheimer Tal in Österreich.

Herausforderungen Nummer eins wartet schon auf Till. Das Spannbettlaken finden und das Bett beziehen. Nicht leicht, wenn man das vorher noch nie gemacht hat. 27 Kinder der Grundschule aus Plaidt wagten wieder das Abenteuer „Skischullandheimausflug“. Vor kurzem ging es mit dem Bus ins 500 km entfernte Tannheimer Tal, nahe der deutsch-österreichischen Grenze. Die Reisetruppe bestehend aus Kindern aller Klassenstufen, einigen Eltern und Lehrern wird mit starkem Schneefall empfangen. Der Jubel ist groß, solche Schneemassen kennen die Kids aus Rheinland-Pfalz meist nur von Bildern. Bereits zum siebten Mal findet der Skischullandheimausflug der Grundschule Plaidt statt. Er startet wie immer mit der Ausgabe der Leihausrüstung und dem Bezug des Selbstversorgerhauses. Urig, hellhörig und gemütlich ist es hier. Gekocht und gespült wird selbst. Eigens dafür ist dieses Jahr Küchenfee Sabine mitgereist. Die Lebensmittel zur Verpflegung haben die Eltern spendiert und Edeka Wirtz unterstützt die Reise durch eine große Obst- und Gemüsekiste. Unterstützung sichert auch der Förderverein der Grundschule Plaidt zu.

Alle machen mit

Luisa sucht noch ihr Zimmer und der kleine Felix schnappt sich schon mal ein Stück Kuchen. Angelika Dähler ruft noch ein paar Anweisungen in den Flur, dann genehmigt sie sich erst mal eine Tasse Tee. Die Konrektorin der Grundschule Plaidt seufzt schwermütig, denn es ist ihr letzter offizieller „Ausflug“ nach Österreich. Nächstes Jahr geht sie in vorzeitigen Ruhestand. Seit 37 Jahren ist sie im Schuldienst, seit 2008 in Plaidt als stellvertretende Direktorin. Dass Kinder früh Ski fahren lernen, das ist ihr ganz wichtig. Aber es sei doch so viel mehr: „Alles das, was Kinder können müssen: Sozialkompetenz, Rücksichtnahme, Miteinander – das alles lernen sie hier. Und dabei betätigen sie sich sportlich bei einer modernen Sportart, stärken ihr Selbstbewusstsein und bekommen viel frische Luft. Besser geht es doch nicht“, so Dähler. Ihr Mann Horst nickt zustimmend. Er unterstützt seine Frau am Hang, aber auch am Abend mit originellen Sprüchen im Gemeinschaftsraum. Überhaupt ist die Atmosphäre dieses Jahr besonders fröhlich. Viele Eltern sind mitgereist und übernachten in den umliegenden Hotels. Alle helfen mit. Petra kratzt den Schnee aus den Skibindungen, Kathrin redet den Anfängern gut zu und drei Väter graben nachts einen im Neuschnee verlorenen gegangenen Schuh wieder aus. Auch wenn der Tellerlift am Übungshang anfangs unbeliebt ist - am Ende der drei Tage bleibt keiner ohne Erfolgserlebnis. Viele Anfänger wagen sogar den Rundkurs mit mittelschweren Pisten, Ankerliften und steilen Teilstücken. Jeder Skitag endet mit rotwangigen Kids, die freudestrahlend zur Hütte zurückkehren.

Hier lernen die Kinder nicht nur Skifahren:

Lena Redenbacher ist dieses Jahr zum ersten Mal mitgekommen. Die junge Lehrerin soll die Abläufe kennenlernen und das Zepter im kommenden Jahr dann offiziell in die Hand nehmen. „Mein Mann Horst und ich sind aber natürlich unterstützend dabei“, beruhigt Dähler. „So viel Herzblut steckt in diesem Projekt, damit kann man nicht einfach aufhören.“ Nicht überall traf sie mit dem Aufenthalt im Schnee auf offene Türen. So mancher Kollege teilt ihren Enthusiasmus für den Skisport nicht. Aber Dähler ist überzeugt, dass die Grundschule die Fahrt auch in den kommenden Jahren weiterhin durchführen wird. Einige Plaidter Familien sind auf Wunsch ihrer Kinder zu Wintersportlern geworden und fahren nun auch privat in die Berge. Am letzten Abend wird beim Abendessen resümiert, was den Kindern am besten gefallen hat. Amy findet die Berge in Österreich schön, Tony mochte vor allem die steilen Pisten und ein Junge ruft: „ Man muss sich um sich selbst kümmern und braucht die Eltern nicht für alles.“ Genau das macht diese Fahrt so wertvoll.

Einige der 27 Kinder im Alter von sieben bis zehn Jahren standen das erste mal Skiern.Foto: privat

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  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
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