Verbandsgemeindefeuerwehrtag zum Jubiläum der Bechelner Feuerwehr
Gut aufgestellt
Elf neue Feuerwehrleute für die Bad Emser Wehr
Becheln/ Bad Ems. Die Einheit Becheln der Freiwilligen Feuerwehr Bad Ems feierte am vergangenen Wochenende ihren 125. Geburtstag. Aus diesem Grund fand der Verbandsgemeindefeuerwehrtag in der kleinen Taunusgemeinde statt. Bürgermeister Josef Oster konnte dabei im feierlichen Rahmen elf neue Feuerwehrmänner und Frauen verpflichten. Gleichzeitig wurden 38 Beförderungen nach erfolgreich besuchten Lehrgängen ausgesprochen und sechs Ehrenzeichen vergeben. Außerdem wurden zwei Kameraden verabschiedet und mit dem Nieverner Karl Peter „Karli“ Salzmann ein neuer, zusätzlicher stellvertretender Wehrleiter der Verbandsgemeinde Bad Ems ernannt. Aber auch der Wehrleiter Michael Debusmann und sein bisheriger Stellvertreter Carsten Reifert wurden neu ernannt, beziehungsweise bestätigt – die gesetzlichen Vorgaben verlangen dies nach zehn Jahren. Das Führungsteam der VG-Feuerwehr besteht nun also auf Wunsch der Wehren aus drei Köpfen – ständig wachsende Aufgaben und Zahlen von Einsätzen machen erfordern dies. Beim Rückblick auf das vergangene Einsatzjahr lässt Wehrleiter Debusmann auch die erstaunlich hohe und wiederum gestiegene Anzahl der Einsätze Revue passieren. Alleine die Bad Emser Wehr wurde im vergangenen Jahr 117 mal alarmiert, im Vorjahr waren dies noch 90 Einsätze, 2013 rückte die Feuerwehr noch lediglich 65 mal aus. Vor allem die Anzahl technischer Hilfeleistungen steigt, Türöffnung zum Beispiel als Hilfe für den Rettungsdienst oder Tragehilfen bei Krankentransporten stehen besonders oft im Einsatzprotokoll. Aber auch von einer kuriosen technischen Hilfeleistung kann Debusmann berichten – denn Stellvertreter Carsten Reifert wurde alarmiert um die Polizei bei der Öffnung von Handschellen zu unterstützen. Dramatischster und größter Einsatz für die Verbandsgemeindewehren – uns sogar benachbarte Einheiten – war der Brand auf dem Aussiedlerhof Deutschherrenhütte bei Becheln – 15 Stunden waren die Männer und Frauen insgesamt im Einsatz. Das Wohnhaus und die angrenzenden Gebäude brannten trotz des massiven Einsatzes total ab – die Wasserversorgung der Einsatzstelle gestaltete sich als extrem aufwändig.
Den größten Teil des Abends nahmen die Neuverpflichtungen von acht Feuerwehrmännern und drei neuen Feuerwehrfrauen, sowie die insgesamt 38 Beförderungen bis hin zum Brandmeister ein. Drei Kameraden. Nämlich Michael Linkenbach und Andrew Marx aus Dausenau sowie Peter Nörtershäuser aus Nievern wurden für 25 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr mit dem silbernen Ehrenzeichen ausgezeichnet. Rüdiger Gras von der Jubiläumseinheit Becheln erhielt aus den Händen der Kreisbeigeordneten Gisela Bertram das goldene Ehrenzeichen für 35 aktive Jahre, Jörn Wirges und Markus Höhn aus Arzbach hatten dies bereits durch den Landrat bekommen und erfuhren nun noch in diesem Rahmen die Anerkennung durch die Verbandsgemeinde.
Wegen Erreichens der Altersgrenze, beziehungsweise auf eigenen Wunsch wurden Bernd Mäurer aus Arzbach und Ehrhard Meffert aus Becheln nach langem aktiven Feuerwehrleben unter großem anerkennenden Applaus in die sogenannte Altersabteilung verabschiedet. Um Nachwuchs muss sich die Verbandsgemeindefeuerwehr zurzeit allerdings noch keine Gedanken machen: bis auf einen „Quereinsteiger“ stammen die elf Neuverpflichtungen aus den eigenen Jugendfeuerwehren. „Mindestens für die nächsten zehn Jahre sind wir in Sachen Nachwuchs noch sehr gut aufgestellt“, wagt Wehrleiter Debusmann einen Blick in die Zukunft. Das kann bei weitem nicht mehr jede Feuerwehreinheit im Land von sich behaupten.
Willi Willig
Um Nachwuchs muss sich die Verbandsgemeindefeuerwehr zurzeit noch keine Gedanken machen: mindestens für die nächsten zehn Jahre ist man noch sehr gut aufgestellt.
