Allgemeine Berichte | 09.11.2016

Kulturveranstaltung der SPD Wachtberg

Gute „Grenzerfahrungen“

Zwischen Traum und Wirklichkeit

Wolf Küper, Nuran Joerissen und Gitta Edelmann entführten die Zuhörer auf ergreifende Reisen. privat

Wachtberg. Drei fesselnde Autoren und einen zaubernden Moderator boten die Wachtberger Genossen von der SPD für ihre diesjährige Kulturveranstaltung im Adendorfer „Drehwerk“ auf.

Nuran Joerissen las aus ihrem Buch „Süßer Tee“, einem autobiographischen Buch, in dem sie schildert, wie sie als Kind mit türkischen Eltern nach Deutschland kam und mit 14 Jahren zwangsverheiratet wurde. Eine spannende Reise in die konfliktäre Situation – auch türkischer – Mädchen in Deutschland, die alle Zuhörer fesselte und neugierig auf ihr zweites Werk „Das Schweigen im Koffer“ macht, in dem sie den Völkermord an den Armeniern aufgreift.

Gitta Edelmann, Mitglied der „mörderischen Schwestern“, einer erlesenen Schar von Krimi-Autorinnen las aus ihrem neuen Roman vor und verriet dem Publikum, warum sie Beethoven auf eine Zeitreise geschickt hat.

Wolf Küper, der Autor, der seiner behinderten Tochter „eine Million Minuten“ geschenkt hatte, um mit ihr durch die ganze Welt zu ziehen, lies das Publikum einige Minuten lang an dieser Reise teilhaben, insbesondere die feinfühlige Erzählweise, wie er die direkte Art seiner Tochter zum Beispiel mit einem Psychologen – „Was ist nass und fällt vom Himmel? – natürlich ein schwarzer Hund“ – ließ die Zuhörer staunen.

Da Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit dabei manchmal gar nicht fest zu legen sind, wurde Wolfgang Küper durch den Moderator, Jürgen Alt, mit zwischengeschobenen phantasieanregenden Zaubervorführungen ergänzt.

Insgesamt eine gelungene Veranstaltung, lediglich die an diesem Abend schwierige Parkplatzsituation rund um das Drehwerk sorgte für eine leichte Verzögerung, aber alle Zuhörer sind in schönem Ambiente bei drei besonderen Autoren und einem gut aufgelegten Moderator sehr schnell entschädigt worden.

Wolf Küper, Nuran Joerissen und Gitta Edelmann entführten die Zuhörer auf ergreifende Reisen. Foto: privat

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