MBE-Aktionstag in Cochem
Gute Vernetzung von Verwaltung und Wohlfahrtsverbänden
Cochem. Die Migrationsberatung für Erwachsene (kurz MBE) gibt es seit 2016 beim DRK Kreisverband Cochem Zell e.V. und wird von Miriam Schmitt betreut. In den letzten Jahren stand die Beratungsstelle immer wieder vor neuen Herausforderungen. Um dies auch außerhalb der Beratung deutlich zu machen, wurden politische Vertreter des Landkreises zu einem konstruktiven Austausch ins Nebengebäude der Kreisverwaltung eingeladen. Am MBE-Aktionstag nahmen unter der Moderation von Miriam Schmitt der Bundestagsabgeordnete Dr. Marlon Bröhr (CDU), der Kreisbeigeordnete Bernd Schuwerack, der Kreisgeschäftsführer des DRK Kreisverbandes Cochem Zell e.V. Lars Fischer und die Koordinierungsstelle Asyl des Kreises Ramona Junglas teil. Dabei wurden aktuelle Themen innerhalb der Beratung, sowie die gute Netzwerkarbeit mit den Kooperationspartnern des Kreises Cochem Zell besprochen. Die aktuellen Arbeitsschwerpunkte wurden während des Gesprächs deutlich. Gerade mit der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan und dem Ukraine-Krieg standen in diesem Jahr zwei große neue Aufgabenbereiche an. Allein in diesem Jahr gab es im Landkreis Cochem Zell einen enormen Zuzug. Im Kreis leben aktuell rund 1.100 Menschen, die im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg geflüchtet sind. Die Anzahl der Geflüchteten aus anderen Herkunftsländern liegt bei rund 1.000 und ist damit gegenüber 2021 gleichgeblieben. Die Aufgabe der MBE ist, Migrantinnen und Migranten ab 27 Jahren aus sämtlichen Herkunftsländern bei ihrer Integration in das gesellschaftliche Leben der Bundesrepublik Deutschland zu unterstützten. Darunter fallen anerkannte Geflüchtete oder auch Asylsuchende/Geduldete mit guter Bleibeperspektive. DRK-Kreisgeschäftsführer Lars Fischer betont zu Beginn der Runde wie gut sich die MBE-Stelle im Kreis etabliert hat und erklärt dazu: „Gerade für das DRK ist die Hilfe von Geflüchteten von besonderer Bedeutung. Neben der humanitären Hilfe im Krisengebiet gehört die Betreuung hier vor Ort zu einer ebenso wichtigen Aufgabe“. Beim Austausch mit den Vertretern der Politik wurden auch die Problemfelder der Beratung angesprochen. So hängt es aktuell bei der zügigen Anerkennung von wichtigen Dokumenten, die schnelle Eingliederung in den Arbeitsmarkt, den Abbau von Sprachbarrieren und die psychologische Betreuung bei Geflüchteten. Dr. Marlon Bröhr resümiert: „Dank der guten Vernetzung von Verwaltung und Wohlfahrtsverbänden steht den Geflüchteten im Landkreis eine große Bandbreite an Unterstützung bereit.“
Pressemitteilung
Kreisverwaltung Cochem-Zell
