Pfarrgemeinde Dieblich St. Johannes Ap - Seniorenfahrt erfreute sich großer Beliebtheit
Halbtagesausflug nach Oberwesel
Der Bus war mit 55 Plätzen restlos ausgebucht
Dieblich. Dass die jährliche Seniorenfahrt sehr beliebt ist, zeigt schon die Zahl der Teilnehmer. Kurz nachdem der Termin feststand und veröffentlicht wurde, war der bestellte große Bus mit 55 Plätzen restlos ausgebucht. Es musste sogar eine Warteliste angelegt werden.
Erstes Ziel der Seniorenfahrt war die Stadt der Türme und des Weins, Oberwesel. Die Route führte entlang der Mosel und dann durch das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal. Zahlreiche Burgen und Schlösser, angefangen von Burg Lahneck, Schloss Stolzenfels und der Marksburg, waren zu bewundern. Zu den markanten Schornsteinen, die hinter der Marksburg hervorragen, erklärte die Busfahrerin Renate aus dem Weinort Winningen mit einem „Augenzwinkern“, dass es sich hierbei um eine Weinbergsheizung handele. Als Nächstes konnte man die beiden Burgen Liebeneck und Sterrenberg, im Volksmund besser als die „Feindlichen Brüder“ bekannt, oberhalb Bornhofens erblicken.
Ausblick: Traditionelle Wallfahrt nach Bornhofen
Den Marienwallfahrtsort Bornhofen werden die meisten Teilnehmer des Ausfluges am Samstag, 16. September wiedersehen, wenn die jährliche traditionelle Wallfahrt von Dieblich nach Bornhofen stattfindet. Manche werden zu Fuß, andere mit dem Bus oder Pkw zur Muttergottes pilgern. Nachdem die Busfahrerin Renate auf die Burgen Maus, Rheinfels und Katz aufmerksam gemacht hatte, kam der sagenumwobene steil aufragende Loreleyfelsen ins Blickfeld. Einige summten leise das Loreleylied vor sich hin; aber an diesem Tag gab es nun wirklich keinen Grund traurig zu sein. Als die Schönburg schon weit sichtbar vor den Senioren auftauchte, hatten sie ihr erstes Ziel fast erreicht.
In der Stadt der Türme und des Weins
Ehe sie nach Oberwesel einbogen, konnten sie noch einen Blick auf die rheinaufwärts mitten im Rhein liegende Burg Pfalzgrafenstein, auch die Pfalz bei Kaub genannt, werfen. Nach einem kurzen Spaziergang durch die Stadt erreichten die Ausflügler ein im Zentrum Oberwesels liegende Café. Hier wurden sie schon erwartet. Bei Kaffee, Tee und verschiedenen Kuchenspezialitäten verbrachten sie ca. eine Stunde in diesem gemütlichen Haus. Anschließend machten sie sich auf zur „Roten Kirche“, der Liebfrauenkirche. Hier wurden sie schon von Herrn und Frau Schwarz erwartet. Toni Schwarz, ein „Dieblicher Junge“, der mittlerweile fast die 90 erreicht und der mit seiner Familie nun seit Jahrzehnten seine Heimat in Oberwesel gefunden hat, gab in der Kirche einen umfassenden historischen Überblick über Oberwesel und die Liebfrauenkirche. Die Kirche gilt wegen ihrer Architektur und Ausstattung als eine der bedeutendsten hochgotischen Kirchen im Rheinland. Herr Schwarz wies besonders auf den dreiflügeligen Goldaltar, den kunstvollen Abschluss des Hochchores, verschiedene Grabdenkmäler, die gotischen Wandmalereien und die aus dem 18. Jh. stammende Orgel hin. Nach diesen interessanten Informationen fand noch eine kurze Marienandacht statt.
Zurück über den Hunsrück
Anschließend fuhren die Senioren über eine kurvenreiche Straße auf den Hunsrück, die schöne Region zwischen Rhein und Mosel. Hier konnten sie einen Blick auf die 2015 erbaute Hängebrücke Geierlay werfen. Weiter ging‘s durch das Flaumbachtal, vorbei an dem fast 800 Jahre alten Kloster Engelport, nach Treis-Karden. Die geliebte Mosel hatte sie wieder. In einem renommierten Hotel am Beginn des Lützbachtales war der Abschluss der bei herrlichem Reisewetter durchgeführten Halbtagestour vorgesehen. Die Gastgeber hatten für das leibliche Wohl bestens vorgesorgt. Nach ein paar gemütlichen Stunden wurde die Heimreise angetreten in der Gewissheit, einen herrlichen Tag verbracht zu haben. Ein besonderes Lob gebührt dem Seniorenteam der Pfarrgemeinde, federführend hier der Küsterin Marianne Huschka, für die hervorragende Planung und gute Organisation dieses Ausflugs. Das Seniorenteam lädt alle Dieblicher Senioren ab 65 Jahren zu ihren Treffen jeweils am dritten Mittwoch des Monats bei Kaffee und Kuchen ins Pfarrheim Dieblich ein. Die Treffen haben meist ein der Jahreszeit angepasstes Thema zum Inhalt, auch stehen des Öfteren Vorträge oder sonstige Informationen auf dem Programm.
