Klimawandel professionell begleiten

Hallerbach: Anpassungsstrategien regional vor Ort verankern und umsetzen

Hallerbach: Anpassungsstrategien regional vor Ort verankern und umsetzen

(v.l.n.r.) Gabi Schäfer von der Stabsstelle Umwelt, Energie und Klima sowie Referatsleiterin Ina Heidelbach und Landrat Achim Hallerbach informierten sich bei dem „KlimawandelAnpassungsCoach“ Christian Kotremba über die Folgen und Strategien im Umgang mit dem Klimawandel im Landkreis Neuwied.

27.07.2020 - 17:38

Das Projekt „KlimawandelAnpassungsCOACH RLP“ wird von der Stiftung für Ökologie und Demokratie e.V. getragen und hat zum Ziel, Kommunen und Landkreise in Rheinland-Pfalz bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen.

Gleich zu Beginn der Präsentation wurde bei der Betrachtung der Klimakarten und den Berechnungen des Temperaturanstieges seit 1881 deutlich, dass die Temperatur im Landkreis um 1,6 Grad Celsius, also signifikant gestiegen ist und damit auch Ereignisse von Starkregen mit Sturzfluten und Überschwemmungen und lang anhaltenden Trockenperioden bis hin zu Dürreperioden zugenommen haben. „Wetterkapriolen, die verglichen mit anderen Regionen der Erde zwar zunächst eher harmlos erscheinen, zeigen uns aber die zukünftige Richtung an und machen ein Handeln erforderlich“, so Achim Hallerbach, der mit der Referatsleiterin Ina Heidelbach und Gabi Schäfer von der Stabsstelle Umwelt, Energie und Klima Christian Kotremba eingeladen hatten. Die Prognose des Experten war eindeutig: Die Zukunft bringt auch für den Landkreis Neuwied mehr Hitze, mehr Trockenheit und Dürre, mehr Starkregen und mehr Gewitter mit Hagel.

Hieraus ergeben sich für Christian Kotremba für die Raum- und Regionalplanung folgende Fragen: Wie muss der vorbeugende Hochwasserschutz aussehen? Wie begegnen wir einer regionalen Wasserknappheit? Wie können wir uns vor den Hitzefolgen schützen? Wie verschieben sich die Lebensräume der Tiere und Pflanzen? Wie verändert sich das Verhalten der Touristen?

Exakt diesen Fragen stellt sich die Kreisverwaltung und die Stabsstelle Umwelt, Energie und Klima des Landkreises Neuwied.

Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern soll die Strategie, dass in vielen kleinen Orten, viele Menschen viele kleine positive Dinge tun, um das Angesicht unserer Erde zum Positiven zu verändern umgesetzt werden, um mehr Resilienz der Städte und Gemeinden gegenüber dem Klimawandel zu erzeugen. Die präsentierten Ideen reichten von der Einrichtung eines Klimawandelanpassungsmanagements, über Begrünungspläne von öffentlichen Gebäuden und Plätzen bis hin zu dezentraler Regenwasserrückhaltung.

„Der Wettbewerb zum schönsten, sprich artenreichsten Vorgarten oder die Schüleraktion zur Vermeidung von Verpackungsmüll sind nur zwei kleine Beispiele der Stabstelle Umwelt, Energie und Klima, um konkrete Anregungen für eine bessere Umwelt zu geben“ betonte Gabi Schäfer.

„Die Entwicklung und Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen im gemeinsamen Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern ist in unseren Augen ebenso wichtig wie die Vermittlung von Hintergrundwissen über den Klimawandel und die Möglichkeit mit kleinen Schritten, einen Beitrag zu mehr Artenvielfalt, einem verbesserten Mikroklima oder dem schonenden Umgang mit unseren Ressourcen zu leisten“, bekräftigte Landrat Achim Hallerbach.

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28.07.2020 11:50 Uhr
S. Schmidt

Als wenn das etwas neues wäre, die Menschheit passte sich während ihrer Entwicklung unentwegt an das sich, übriges immer schon, wandelnde Klima an.



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juergen mueller:
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juergen mueller:
Was für Träumereien - ein Neubau, etwas was der ein oder andere in diesem Leben eh nicht mehr erleben wird, Hauptsache,darüber geredet - wie lange schon?. Und die Frage ist - WOFÜR? Vor Jahrzehnten ABENDSPORTFEST ... ade FUSSBALL ... ade Also - WOFÜR eine neue Tribüne, Herr NAUMANN?
juergen mueller:
Seit wann setzen vor allem CDU und SPD auf Transparenz?Dieses Wort gibt es nicht in deren Wortschatz.Die leben ihre undurchsichtige Politik nach wie vor nach dem Motto aus:"Bürger*innen dürfen zwar alles essen, aber nicht alles wissen".Politik lässt sich nicht in die Karten schauen.Da wird vertuscht,getäuscht,gelogen und verarscht und das auf einem sprachlichen und gestikreichen absolut unterem Niveau - man schaue sich auf FACEBOOK den Senf der SPD-Fraktion einmal näher an.Ein Herr Biebricher/CDU zerreißt sich das Maul immer nur dann,wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist - inhaltlos,verständnislos,absolut desorientiert,uninformiert,selbstgefällig,von seiner eigenen unwichtigen Wichtigkeit überzeugt,das Bild eines Möchtegern-Politikers,der seine Abwahl als Landtagsabgeordneter immer noch nicht verkraftet hat,weil ihm vom Wähler aufgezeigt wurde,dass es dafür dann doch nicht reicht - die SPD mit eingeschlossen. BÜRGERBETEILIGUNG - BÜRGERNÄHE = eine verlogene POLITIK.
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