Allgemeine Berichte | 02.12.2022

Verstorbenen am vierten Adventswochenende an ungewöhnlichen Orten gedenken

Haltepunkt für Trauernde

Neuwied. Weihnachten ist die klassische Zeit, das Familienleben zu feiern: In der TV-Werbung und in Filmen sitzen alle Generationen glücklich versammelt an einem großen Tisch. Doch was ist, wenn einer fehlt, weil die Person verstorben ist? Für Trauernde ist diese Zeit besonders bedrückend und emotional. Daher hat die Arbeitsgemeinschaft Trauer im Pastoralen Raum Neuwied bereits zum zweiten Mal besondere Gedenkmöglichkeiten kurz vor dem Weihnachtsfest geplant und zwar im Kapitelsaal der Abtei Rommersdorf (16. Dezember) und in der Burg Dattenberg (18. Dezember).

„Uns ist es ein Anliegen, den Menschen gerade jetzt einen Zuspruch zu geben, einen Haltepunkt“, betont die Gemeindereferentin Petra Frey aus dem Team von „Gedanken-Gedenken“ (Pfarrei Neuwied St. Matthias). „Neben den anstehenden Feierlichkeiten, ist es auch die dunkle Jahreszeit und die Weltsituation, die die Menschen belastet.“, ergänzt Ursula Monter, Gemeindereferentin in der Pfarrei Linz an Rhein und Höhe St. Marien, „Wir wollen Hoffnungszeichen setzen, aber auch mit den Menschen die Trauer aushalten.“

Am Freitag, 16. Dezember um 16 Uhr, steht im Kapitelsaal der Abtei Rommersdorf (Stiftstraße 2) in Neuwied das Gedenken unter dem Motto „…was zerbrochen ist, möge heilen!“. Diakon Norbert Hendricks (Pfarrei Großmaischeid-Isenburg St. Maria Magdalena) bereitet diesen Gottesdienst mit vor und erklärt: „Wir erleben, dass durch den Tod etwas in ihnen zerbrochen ist“. Diese Erfahrung machte auch Petra Frey. „Und die Narben bleiben.“ Doch man könne damit umgehen. So hat sie von einer Technik in Japan gelesen, bei der zerbrochenes Porzellan wieder zusammengeklebt und die Fugen mit Gold bemalt werden.

Die Gedenkveranstaltung in der Abtei wird einen meditativen Charakter mit musikalischer Begleitung haben. „Die Menschen sollen Zeit und Raum haben, an ihre Verstorbenen zu denken“, sagt Frey.

„Binde deinen Karren an einen Stern!“, dieses Zitat von Leonardo da Vinci haben die Verantwortlichen des Gottesdienstes in der Burg Dattenberg (Burgstraße 2) in Dattenberg am Sonntag, 18. Dezember um 16 Uhr gewählt. „Ganz praktisch können die Gäste Traurigkeit, Ängste und Dunkelheit in einen Karren legen, den wir im Anschluss mit einer Hoffnungsperspektive verknüpfen“, deutet Diakon Bernd Hammes (Pfarrei Neuwied St. Matthias) noch etwas geheimnisvoll an. In jedem Fall werden Sterne eine wichtige Rolle spielen und der Ort an sich. „Bei der Burg, die in Privatbesitz ist, handelt es sich um einen schönen, geschützten Ort mit Weitblick“, berichtet Ursula Monter.

Die Organisatoren versprechen bei beiden Terminen einladende Texte, Impulse und Lieder sowie die Gelegenheit des persönlichen Gedenkens. Dabei spiele es keine Rolle, wie lange der Trauerfall zurückliegt. Im Anschluss bieten die Seelsorgerinnen und Seelsorger auch ein offenes Ohr an.

Die AG Trauer im Pastoralen Raum Neuwied besteht aus den Gemeindereferentinnen Regina Schmitz, Petra Schunkert, Ursula Monter und Petra Frey sowie aus den Diakonen Bernd Hammes und Norbert Hendricks sowie Pfarrer Marcel Rieck.

Finanziell unterstützt wird „Gedanken-Gedenken“ durch den Pastoralen Raum Neuwied und der Bischof-Stein-Stiftung des Bistums Trier.

Weitere Informationen und Anmeldung bei Ursula Monter unter Tel. (0 26 44) 80 70 34 oder per E-Mail an ursula.monter@pg-linz.de.

Pressemitteilung des

Bistums Trier

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