Das Linzer Weihnachtsdorf lädt ab jetzt jedes Adventswochenende ein
Handarbeit, Pagodenzelte und festlich beleuchtetes Fachwerk
Linz. Jeweils Freitag von 14 bis 20 Uhr und Samstag und Sonntag von 12 bis 20 Uhr hat das Linzer Weihnachtsdorf jetzt wieder an allen Adventswochenenden geöffnet. Letzter Tag ist der Samstag, 23. Dezember. Und ein Besuch lohnt sich. Ganz Linz strahlt in festlichem Glanz. Überall erleuchten Scheinwerfer und Lichterketten das stilvolle Fachwerk. „Und auch die Geschäfte sind geschmückt und in vielen Schaufenstern stehen Krippen. So ist ein Krippenweg durch die Stadt möglich“, sagte Stadtbürgermeister Hans Georg Faust zur Eröffnung am 1. Dezember. Er wies auch auf das Alleinstellungsmerkmal des Weihnachtsdorfes auf dem Linzer Marktplatz hin: In weißen Pagodenzelten befinden sich die Anbieter, nicht in Holzbuden. Die seien in die Jahre gekommen und eine Reparatur hätte sich auch nicht mehr gelohnt.
Regionales und keine Industrieprodukte
Fast wie strahlende Iglus sehen die Pavillons durch die weihnachtliche Beleuchtung mit Lichterketten und Scheinwerfern aus und heben sich stilvoll von den ebenfalls festlich beleuchteten Fachwerkhäusern ab.
Didi Pörzgen, erster Vorsitzender der Werbegemeinschaft und Hauptorganisator, dankte bei der Eröffnung allen Unterstützern und Helfern. „Besonders stolz bin ich darauf, dass keine Industriewaren angeboten werden“, sagte er zu BLICK aktuell. Regionales und Handgefertigtes findet sich in den knapp 20 Ständen, die von 34 Ausstellern, teils im Wechsel, besetzt sind. Auch ein „soziales Zelt“ gebe es, so Pörzgen weiter. Da findet man z.B. Angebote der solidarischen Landwirtschaft, aber auch von zur Unterstützung der Ukraine. Ein großes Loungezelt mit Sitzmöglichkeiten aus Holzstämmen lädt zum Verweilen ein.
Überhaupt spielt der soziale Aspekt auf dem Linzer Weihnachtsmarkt eine große Rolle. „Uns geht es nicht um Gewinn, wir organisieren alles selbst, bauen auch die Zelte für die Anbieter auf, die müssen sich nur hineinsetzen und ihre Waren präsentieren. Deshalb können wir auch den Glühwein für drei Euro anbieten, auf welchem Weihnachtsmarkt findet man das schon?“, so Pörzgen weiter. Der Glühweinstand, mit in Linz hergestelltem Winzerglühwein wird im Wechsel von den Linzer Vereinen betrieben und der Erlös wird dann unter allen Vereinen aufgeteilt.
Konzerte und Angebote für Kinder runden das Angebot ab
Auch für die Kinder ist gesorgt: Ein kleines Karussell steht im Weihnachtsdorf, immer wieder läuft der Weihnachtsmann über den Platz und einen Weihnachtsbriefkasten für Briefe und Bilder an das Christkind vor dem historischen Rathaus gibt es ebenso, wie sonntags von 15 bis 17 Uhr im Markt 9 eine Kinderbetreuung mit Spiel- und Bastelbereich.
Nicht nur Kulinarisches für jeden Geschmack und Getränke findet man im Weihnachtsdorf. An den Öffnungstagen gibt es jeweils von 17 bis 19 Uhr auch ein wechselndes musikalisches Angebot: Vom weihnachtlichen Saxophonkonzert, Blasmusik, klassischem Weihnachtskonzert und vielem mehr ist für jeden Geschmack etwas dabei. Und weil das Programm und zum Teil auch die Anbieter wechseln, lohnt sich ein häufigerer Besuch, weil es immer wieder anderes zu entdecken gibt.
Und ein Spaziergang durch das festlich geschmückte und beleuchtete Linz vom Rhein bis zum Neutor sollte man keinesfalls auslassen. Denn zwar stehen nicht, wie in Joseph von Eichendorffs Weihnachtsgedicht, der Linzer Markt und die Linzer Gassen verlassen, aber dafür still erleuchtet fast jedes Haus – und das ist einen Anblick wert und macht den Linzer Weihnachtszauber aus.
In den Schaufenstern vieler Geschäfte in Linz stehen Krippen – ein weihnachtlicher Krippenweg durch die Stadt.
