Allgemeine Berichte | 05.11.2019

KG Unkel lud zum vorgezogenen Sessionsstart ein

Hannah I. „aus dem Hause Kröll“ übernahm strahlend die Regentschaft

Zwölfjährige Tollität wurde offiziell proklamiert und wird von Ayla Brown und Lana Willburger als Pagen begleitet

Ein glitzernder Sternschnuppenregen ergoss sich über Hannah I. und ihre Pagen nach der Übergabe des Narrenzepters. Fotos: DL

Unkel. Am Freitagabend erst hatte die Große Linzer KG ihren Prinzen vorgestellt. Am Sonntag setzte die Unkeler KG um ihren Vorsitzenden Manfred Himmelbach und Präsident Markus Winkelbach noch einen drauf. Über eine Woche vor dem offiziellen Beginn der fünften Jahreszeit am Elften im Elften lud sie wie in den Vorjahren zum Sessionsstart mit Proklamation in das Center Forum ein, das sich in eine Narrhalla verwandelt hatte. In die zog die blau-rot-weiße KG samt Elferrat und Senatoren, Bläserkorps und Ministernchen, Sternchen und Majoretten eine und eröffnete mit einem donnernden „Schüre, Unkel, Heister – Alaaf“ den Fastelovend in der Kulturstadt am Rhein.

KG freute sich über den Besuch befreundeter Jecken

Zunächst erlebten die Unkeler Jecken mit ihren Freunden, die aus dem tiefsten Süden des Kreises Neuwied, aber auch aus dem Nachbarbundesland vom höchsten Berg der Niederländer angereist waren, die Verabschiedung von Constanze I. aus dem Hause Ottersbach, der Prinzessin der Session 2018/19, mit ihren Pagen Saskia Kessel und Paula Obliers, denen der Präsident wie auch der KG-Vorsitzende bescheinigte, den Unkeler Fastelaer hervorragend repräsentiert zu haben. Und schon konnte Markus Winkelbach die Große Erpeler KG um die Vorsitzende Martina Schwager samt Elferrat und Prinzengarde auf der Bühne begrüßen. „Und es geht rut-wiess weiter“, kündigte der Präsident nach dem Auftritt der „Elements“ die Rheinbreitbacher KG „Me halen et us“ um den Vorsitzenden Michael Frings und das Ex-Muuzemändelche Karoline Laufenberg an, die sofort die Kleine wie auch die Große Burggarde auf der Bühne wirbeln ließ. „Wir sehen uns ja nächsten Samstag bei eurer Sessionseröffnung im Bürgersaal wieder“, versprach Himmelbach, bevor die Jillichenberjer KG „Klääv Botz“ um ihren Präsidenten in spe Guido Ottersbach ihre „Fünkchen“ ins Rennen schickte, die verrieten: „Mir sinn raderdoll“ und dann mit „De Boore“ erklärten: „Su oder su, tic, tac, toe. Ich oder du, mir dun et sowiesu!“, bevor die Bergfunken mit „Kölle Alaaf“ das „Kommando jetzt“ übernahmen.

„Rabaue“ eroberten die Herzen der Frauen

Schweres Gerät warf dann die Schatten voraus, bevor Keyboarder Peter van den Brock, Schlagzeuger Albert Detmer, Bassist Benjamin Weißert und Gitarrist Christian Barth von der Grevenbroicher Band „Rabaue“ einzogen. Deren Frontman Alex Barth umgarnte die weiblichen Jecken sofort mit seiner Bitte: „Ich möcht‘ so gerne mit dir allein auf einer kleinen Insel sein.“ Noch frommer, ja geradezu utopisch war sein Wunsch, dass der 1. FC Meister werden könnte. Nach dem Schunkelliedchen „Josi“ schmolzen die Närrinnen endgültig dahin, erklärte der Sänger doch: „Ich bin verliebt in et Lääwe und ooch in dich!“ Entsprechend stimmten sie Alex Barth beim Rabaue-Finale zu: „Ich hab gute Laune“, und das, obwohl draußen keineswegs die Sonne schien. Mir einer donnernden Rakete verabschiedet Markus Winkelbach das Quintett aus dem Städtedreieck Düsseldorf-Köln-Mönchengladbach, um, die aufgeheizte Stimmung nutzend, die Jecken aufzufordern: „Erhebt Euch von Euren Sitzen, sofern das gerade überhaupt noch notwendig ist, und begrüßt mit mir unsere neue Tollität; Hannah I. aus dem Hause Kröll!“

Prinzessin und Pagen tanzen bei den Sternen

In frenetischen Jubel, der das Center-Forum in seinen Grundfesten erbeben ließ, brachen die Narren aus, zu denen neben Verbandsgemeindebürgermeister Karsten Fehr und Stadtbürgermeister Gerhard Hausen auch der gerade eingetroffene RKK-Bezirksvorsitzende Erwin Rüddel zählte, als die zwölfjährige Prinzessin zusammen mit ihren Pagen Lana Willburger und Ayla Brown durch das Spalier der Majoretten, Sterne und Ministernchen schritt, die den drei jungen Grazien dann mit dem Elferrat und den Senatoren auf die Bühne folgten. „Hannah wohnt in Rheinbreitbach, ein gutes Pflaster, und besucht wie ihre Vorgängerin das Gymnasium Nonnenwerth, allerdings erst die siebte Klasse. Seit sechs Jahren ist unsere Prinzessin, deren Hobby Tanzen ist, schon Mitglied der KG Unkel. Entsprechend tanzt Hannah, wie übrigens auch ihre beiden Pagen, bei den ‚Sternen‘ mit“, stellte der Präsident die Tollität vor. Ayla, die wie die Prinzessin zwölf Jahre alt ist, kommt aus Unkel und besucht die Gesamtschule St. Josef in Bad Honnef. Ihre Hobbys sind Tanzen und Reiten. Die 13-jährige Lana ist wie Hannah I. eine „Leihgabe“ aus Rheinbreitbach. Sie besucht den Gymnasialzweig von Schloss Hagerhof und hat als Hobby nicht nur Tanzen, sondern auch Klavierspielen. DL

Durch das Spalier der Majoretten, Sterne und Ministerne zog Hannah I. auf die Bühne.

Durch das Spalier der Majoretten, Sterne und Ministerne zog Hannah I. auf die Bühne.

Tanzend und singend traten die drei jungen Grazie ihre Regentschaft an.

Tanzend und singend traten die drei jungen Grazie ihre Regentschaft an.

Ein glitzernder Sternschnuppenregen ergoss sich über Hannah I. und ihre Pagen nach der Übergabe des Narrenzepters. Fotos: DL

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