Allgemeine Berichte | 20.10.2020, 10:07 Uhr

Katzenschutzfreunde retteten schwer verletzte Katzen

Happy End für Tinka und Mira

Tinka ist jung, bildhübsch, super lieb, verschmust und anhänglich. Foto: privat
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Kreis Ahrweiler. Tinka ist jung, bildhübsch, super lieb, verschmust und anhänglich – ein Traum von einer Katze. Doch Tinka sollte sterben.

Die eineinhalbjährige Katze wurde von ihren früheren Besitzern in einer Tierarztpraxis vorgestellt. Sie hatte sich, sehr wahrscheinlich durch einen Unfall, einen Oberschenkelbruch zugezogen. Eine Operation war zwingend notwendig. Doch das wollten die Besitzer nicht; jedenfalls wollten sie nicht dafür bezahlen. Sie erkundigten sich nach Möglichkeiten der Kostenübernahme. Den Vorschlag, mit der Tierklinik eventuell eine Ratenzahlungsvereinbarung abzusprechen, lehnten sie ab. Ihr Entschluss stand fest: Die Katze muss eingeschläfert werden.

Die Tierärztin weigerte sich und informierte uns Katzenschutzverein. Der Verein übernahm die schwer verletzte Katze, vereinbarten einen Untersuchungstermin in der Stammtierarztpraxis, der Kleintierpraxis Anicura in Mayen, und zwei Tage später wurde Tinka operiert. Tinka hat die Operation gut verkraftet und kam dann auf eine spezielle Pflegestelle der Katzenschutzfreunde, die Erfahrung mit verunfallten Katzen hat. Hier wird sie liebevoll von der gesamten Familie umsorgt und gepflegt. Die ersten sechs Wochen musste Tinka in einem Käfig bleiben. Sie durfte ja nicht laufen. Später wurden Bewegungsübungen mit ihr gemacht. So stabilisierte sich ihr Zustand immer mehr.

Tinka hatte letztendlich großes Glück. Es geht ihr inzwischen gut, und wenn sie vollständig genesen ist, werden wir für sie ein schönes Zuhause finden - mit Menschen, die das Leben einer Katze zu schätzen wissen, Verantwortung für sie übernehmen und sie nicht im Stich lassen, wenn sie krank oder alt wird.

Auch Mira war verletzt

Glück hatte auch das kleine Kätzchen Mira, das mit seiner Mama und seinen Geschwisterchen von tierlieben Menschen in Ahrweiler gefunden und zu uns gebracht wurde. Und wie Tinka war das Kleine schwer verletzt und musste operiert werden. Mira hatte durch eine Durchblutungsstörung eine Ausfransung am Hüftkopf, der entfernt werden musste. Auf der anderen Seite war der Oberschenkel gebrochen. Man darf sich gar nicht vorstellen, was mit dem kleinen Kätzchen passiert ist und was passiert wäre, wenn es nicht zu uns gekommen wäre.

Auch Mira ist auf eine der Pflegestellen und wird umhegt und gepflegt. Und wenn die Süße vollständig gesund ist, wird auch für sie ein liebevolles Zuhause gesucht.

Für den Verein ist es unwahrscheinlich schön, zu erleben, wie solch kranke Katzen genesen, Vertrauen zu ihren Pflegemenschen aufbauen und dann in ihren neuen Familien herumtollen und schmusen. Aber dieser Einsatz kostet neben Zeit, Geduld und Fürsorge – Geld. Tinkas Operation und alle notwendigen Untersuchungen belaufen sich bis jetzt auf 897 Euro; die Kosten für Mira betragen bis jetzt 557 Euro.

Und dies sind nur zwei Fälle von verunfallten Katzen aus den letzten zwei Monaten. Über das Jahr verteilt gibt es leider einige solcher Fälle. Katzen, die schwer verletzt gefunden werden und die nur mit aufwändigen Behandlungen und Operationen gerettet werden können. Und der Katzenschutzverein scheut weder Aufwand noch Kosten, um die armen Katzen zu retten.

Dies betrifft auch die Katzen, die dort abgegeben werden, weil die Besitzer krankheitsbedingt nicht mehr für sie sorgen können. Manchmal haben wir leider den Eindruck, dass die Besitzer nicht mehr für die Katze sorgen wollen, weil diese alt und krank ist.

Wie Kiki zum Beispiel, die uns angeblich vollkommen gesund übergeben wurde. Doch Kiki brauchte eine notwendige, sehr aufwändige Zahnoperation. Die Kosten hierfür: 1.483 Euro. Auch diese Kosten wurden vom Verein getragen. Und es hat sich gelohnt. Kiki führt mittlerweile ein schönes Leben bei einem netten Ehepaar.

Tierkrankenversicherung

Leider erlebt der Katzenschutzverein das Problem der Verantwortungslosigkeit, des Abschiebens der einstmals so geliebten Tiere immer öfter. Wie viele Katzen werden eingeschläfert, weil ihre Menschen eine Operation nicht bezahlen können oder wollen? Natürlich sind Kosten im mehrstelligen Bereich, die leicht durch aufwändige, notwendige Untersuchungen zustande kommen, von den meisten von uns nicht einfach zu stemmen. Aber deswegen eine Katze einschläfern lassen? Viele Tierkliniken räumen die Möglichkeit einer Ratenzahlung ein, oder man schließt eine Tierkrankenversicherung ab, deren monatlicher Beitrag nicht hoch sein muss und die in solchen Situationen einspringt.

Und es gibt noch weitere Möglichkeiten, die Kosten aufzubringen, wenn man nur einmal genau überlegt. Es geht doch um das Leben eines geliebten Haustieres, eines Familienmitglieds. Wie oft hat dieses Trost gegeben und war für seine Menschen da. Ist es dann nicht selbstverständlich, dass die Menschen die Liebe zurückgeben und auch in schwierigen Zeiten für das Tier da sind?

Der Verein macht alles möglich, damit jede Katze, die zu uns kommt - egal, ob abgegeben, gefunden oder verunfallt - ein schönes Leben führen kann. Und dies wird auch in Zukunft immer das Credo der Katzenschutzfreunde Rhein-Ahr-Eifel e. V. sein.

Nur sind dem Verein leider auch finanzielle Grenzen gesetzt, denn der Verein lebt von den Mitgliedsbeiträgen und von Spenden. Daher würde man sich sehr über finanzielle Unterstützung freuen; jede noch so kleine Spende hilft. Denn nur mit ihrer Hilfe könne man weitere Katzen retten.

Katzenschutzfreunde Rhein-Ahr-Eifel e.V., www.katzenschutzfreunde.de

Spendenkonto: IBAN DE61 5776 1591 0416 1258 00, Volksbank RheinAhrEifel eG, Kennwort: Katzenrettung

Tinka ist jung, bildhübsch, super lieb, verschmust und anhänglich. Foto: privat

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