Allgemeine Berichte | 30.11.2016

Hotelier spricht Hausverbot aus

Hausrecht oder Behinderung der Amtsausübung?

Bürgermeisterin Renate Offergeld prüft juristische Seite

Bürgermeisterin Renate Offergeldist für ihre Kompromissbereitschaft bekannt. Foto: -CEW-

Wachtberg. Das Jahr 2016 scheint für Wachtberg das Jahr der historischen Premieren zu werden. Zuerst ein historisch ungekanntes Unwetter, dann eine Glanzleistung der Zusammenarbeit beim Neubau einer wichtigen Brücke, nun ein Hausverbot für die Bürgermeisterin an einem der bisher wichtigsten Versammlungsorte Wachtbergs.

Nachdem sich die Wogen um die ersten beiden Ereignisse bereits geglättet haben, herrscht um den ungewöhnlichen Vorgang im Hotel Görres großes Rätselraten und Kopfschütteln. Fakt ist, dass der Hotelier des Hotels Görres Frau Offergeld vor einiger Zeit aus unbekanntem Grunde Hausverbot erteilt hat. Angesichts dieses unerhörten Vorgangs blickte bereits mancher Verein ratlos drein, denn die Bürgermeisterin gehört bei vielen Veranstaltungen schlichtweg dazu. Deshalb überdenken mittlerweile einige Vereine die Wahl ihres Veranstaltungsortes, zumal Wachtberg reichlich Alternativen bietet.

Überdies ist Renate Offergeld Amtsträgerin und Mitglied in vielen Vereinen Wachtbergs und hat so nicht lediglich repräsentative Funktionen, sondern ist in vielen Fällen wichtige Akteurin bei Versammlungen. Mancher sieht die demokratisch gewählte Bürgermeisterin an der Ausübung ihres Amtes und an der Wahrnehmung ihrer Rechte als Vereinsmitglied und Funktionärin gehindert.

Nicht nur deshalb gibt es fraktionsübergreifend vollen Rückhalt für Renate Offergeld. Sie ist überdies bekannt als eine Person, die kompromissbereit Konflikte im Gespräch zu lösen versucht. Was kann also derart dramatisch sein, dass es ein Grund wäre, einer Bürgermeisterin ein Hausverbot zu erteilen? Das fragen sich viele Bürger in Wachtberg und wünschen sich, dass eine gute Lösung zum Besten aller gefunden wird. Die Bürgermeisterin selbst äußerte sich auf Anfrage nicht direkt zu dem Vorgang. Um keine Spekulationen anzuheizen, möchte sie erst nach einer juristischen Prüfung des Vorgangs Stellung nehmen.

Bürgermeisterin Renate Offergeldist für ihre Kompromissbereitschaft bekannt. Foto: -CEW-

Bürgermeisterin Renate Offergeld ist für ihre Kompromissbereitschaft bekannt. Foto: -CEW-

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
13.12.201623:56 Uhr
mixolydius

Also ich finde schon, dass soetwas in die Öffentlichkeit gehört. Die Angelegenheit kenne ich nur aus dem Artikel, aber er hat mich sofort interessiert. Letztlich kann der Wirt zwar der Dame persönlich Hausverbot erteilen, aber der Bürgermeisterin als solche ist eine Unverschämtheit. Wenn es derartig zugeht, dann muss man auch einfach mal in Kauf nehmen, dass die Kundschaft wegbleibt und der Laden pleite geht.

08.12.201600:10 Uhr
ludsan

Ob diese - offenbar eher persönliche - Geschichte überhaupt in die Öffentlichkeit oder gar in den politischen Streit gehört, sei einmal dahingestellt. Interessant sind dabei jedoch die zahlreichen veröffentlichten Reaktionen auf das Hausverbot. Dem Wirt scheint die Abwesenheit von Frau Offergeld so am Herzen zu liegen, dass er sogar bereit ist, auf Einnahmen zu verzichten. Frau Offergeld scheint die Angelegenheit hingegen so peinlich zu sein, dass sie die zahlreichen Gelegenheiten zur Klarstellung nicht genutzt hat.

Es wäre sicher ihrem Amt dienlicher gewesen, wenn die Bürgermeisterin dieses persönliche Problem auch persönlich mit dem Wirt gelöst hätte. Immerhin scheint die Sache inzwischen durch ein Kompromissangebot von Herrn Görres an die Bürgermeisterin bereinigt worden zu sein. Noch schöner wäre es allerdings gewesen, wenn Frau Offergeld etwas gelebte Bürgernähe bewiesen und der Öffentlichkeit diese Posse erspart hätte.

Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
  • Beatrix Biskup: Ich habe Bibliotheken immer geliebt und ich freue mich über jeden Schritt den die Stadtbibliothek in Richtung Zukunft geht und über jede Veranstaltung die diese durchführen würde.
Dauerauftrag 2026
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Alles rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Oster-Anzeige
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Dauerauftrag 2026
Ostergrußanzeige
Anzeige Lange Samstage
Empfohlene Artikel
Vom 6. bis 8. April 2026 machte das Infomobil des Deutschen Bundestages Station auf dem Himmeroder Wall in Rheinbach. Foto: Stadt Rheinbach
14

Rheinbach. Vom 6. bis 8. April 2026 machte das Infomobil des Deutschen Bundestages Station auf dem Himmeroder Wall in Rheinbach. Der 17 Meter lange und 26 Tonnen schwere Promotion-Truck tourt jährlich durch rund 60 Städte in ganz Deutschland. Ziel ist es, die Arbeit des Parlaments anschaulich zu vermitteln. Im Laufe von zwei Wahlperioden sollen so alle 299 Wahlkreise besucht werden.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf.
47

Im Foyer des Rathauses in der Rosengasse liegt ein Kondolenzbuch aus, in das sich Bürgerinnen und Bürger eintragen können

Stadt Mayen trauert um Mario Adorf

Mayen. Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf, der am 8. April 2026 im Alter von 95 Jahren verstorben ist.

Weiterlesen

Pfarrer Jörg Meyrer. Foto: privat
10

Sie ist gerade nicht besonders verlässlich. Kriege, Krisen, harte Worte in der Politik. Vieles ist in Bewegung, manches gerät aus den Fugen. Für uns Erwachsene ist es schon nicht einfach, alles zu verfolgen – und erst recht nicht, alles zu verstehen. Und zu begreifen, warum die Mächtigen ihre Gewalt- und Kriegsspiele treiben. Wie machen Kinder das?

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Imageanzeige
Imageanzeige
Dauerauftrag 2026
Fahrer gesucht (m/w/d)
Anlagenmechaniker
Ostergruß
Container Anzeige
First Friday Anzeige März
SB Standesamt
Stellenanzeige
Anzeigenauftrag FMP-1P9L0-AD-351131
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
PR-Anzeige
125-jähriges Jubiläum der Rosenkranzkirche Bad Neuenahr und offizielle Wiedereröffnung am 12.04.26
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
  WÄRMEPUMPE ÖL/GASHEIZUNG
Wohnträume