Pfarrgemeinde Heimerzheim
Heilige Messe und Salbung für kranke Gemeindemitglieder
Das Team des Seniorenzentrums und viele Familienangehörige ermöglichten Rollstuhlfahrern die Teilnahme an der heiligen Messe mit Pfarrer Eschweiler
Heimerzheim. In den Pfarrnachrichten des Seelsorgebereiches Swisttal hieß es, dass vor Ostern in allen Pfarrgemeinden des Seelsorgebereiches Gottesdienste stattfinden, in denen mit der Krankensalbung ein besonderer Segen speziell für jene Gemeindemitglieder erteilt wird, denen es gesundheitlich zurzeit nicht so gut gehe.
Der Einladung des Pfarrausschusses konnten jedoch in der katholischen Pfarrgemeinde Heimerzheim die gehbehinderten Gemeindemitglieder nur dank der Unterstützung des Männervereins Sankt Martin nachkommen. Pfarrer Knott hatte mit viel Mühe und vielen Spenden vor mehr als 150 Jahren die heutige Pfarrkirche Sankt Kunibert erbauen lassen. Die kleinere Vorgängerin dieser Kirche hatte, an gleicher Stelle gestanden. Es ist müßig zu ergründen, ob die alten Fundamente oder die Vorsorge vor der Überschwemmungsgefahr der Swist der Grund für den höher gelegenen Kirchenbau war. Um die 1.75m Höhenunterschied zur Straße zu überbrücken, muss der Gläubige heute sieben Stufen hinauf steigen. Für jeden, der an eine Gehhilfe oder an einen Rollstuhl gebunden ist, ein unüberbrückbares Hindernis. Pfarrer Michael Eschweiler hat in seiner Begrüßung die kirchlichen Gremien gebeten, erneut die Planung für einen behindertengerechten Eingang aufzunehmen.
Insbesondere auch, da in dem ortsansässigen Seniorenzentrum Sankt Clara viele Gemeindemitglieder wohnen, die auch gerne regelmäßig an der Liturgie teilnehmen würden. „Ich war schon lange nicht mehr hier in der Kirche“, sagte eine der Rollstuhlfahrerinnen, „danke, dass es heute wieder möglich wurde.“ Das Team des Seniorenzentrums und viele Familienangehörige hatten die Rollstuhlfahrer zur Kirche begleitet.
Der junge Chor unter der Leitung von Andreas Schaefer hatte speziell einige Lieder eingeübt, um diese Messe würdevoll zu gestalten. Mit dem Lied “Gott gab uns Atem und er gab uns Augen“ wurde Pfarrer Eschweiler motiviert, eine Begebenheit mit einem Ehepaar vorzutragen. Auf einer seiner Wallfahrten lernte er dieses Paar kennen, die sich in fantastischer weise ergänzten. Er saß im Rollstuhl und sie war erblindet. Jedoch in gekonnter Teamarbeit erreichten sie ihre Ziele.
„Das Schöne“, so Pfarrer Eschweiler weiter, „dieses Paar liebte das Leben und sie waren immer guter Laune.“ Hoch erfreut und gerührt waren auch die Gemeindemitglieder, die um das Sakrament der Krankensalbung gebeten hatten, denn der Pfarrer hatte sich für jeden ausreichend Zeit genommen. Mit dem Lied “Wenn ich alle Sprachen dieser Welt sprechen könnte“ von Markus Pytlik, ging dieser Gottesdienst zu Ende.
Die Mitglieder des Männervereins unter der Leitung von Guido Bolde sorgten dafür, dass auch die Gehbehinderten den Heimweg wieder problemlos antreten konnten.
Pfarrer Michael Eschweiler hatte sich für jedes Gemeindemitglied ausreichend Zeit genommen.
