Museum der Stadt Bad Breisig nach Umzug weiterhin geschlossen

Heimatmuseum öffnet Corona-bedingt noch nicht

Ausstellung mit „Schimmel’ches“ nostalgischen Trachtenfest-Fotos wurde verschoben

19.05.2020 - 08:16

Bad Breisig. Eigentlich sollte die Ausstellung „Trachtenfeste“ mit ihren nostalgischen Fotos aus dem Breisig der Jahre 1959 bis 1964 gleich nach dem Umzug des Heimatmuseums aus dem Schultheißenhaus in die neue Adresse Biergasse Nr. 3, von der B9 aus gesehen gleich das nächste Haus neben der Hirsch-Apotheke, eröffnet werden. Wer hier ins Schaufenster schaut, sieht die vertrauten Stellwände der Ausstellung und auch ein Ausstellungsplakat. Auf den zweiten Blick aber entdeckt der Spaziergänger dann ein Zusatzschild mit der Aufschrift „Ausstellungstermin verschoben“.


Ja, auch in diesem Falle hat das Corona-Virus zugeschlagen und die Ausstellung, die für die Monate April/Mai/Juni 20 vorgesehen war, auf die lange Bank geschoben. Man wartet erst einmal ab, bis die Pandemie abgeklungen ist. Wann das genau sein wird, kann niemand vorhersagen. „Im Augenblick wäre noch der Hygiene- und Kontrollaufwand etwas zu hoch“, erklärt Andreas Windscheif für den Museums- und Heimatverein. Und es wäre nicht „unser Andreas Windscheif“, wenn da nicht noch der Nachsatz gekommen wäre: „Ich lasse die Römer-Thermen im Fenster, wende die Stellwand gelegentlich und sitze das mal rheinländisch aus“.

Der Umzug des Museums hatte mit der Verschiebung dagegen überhaupt nichts zu tun. Er war pünktlich zum Ende des ersten Quartals über die Bühne gegangen und nur das Virus verhinderte die geplante Öffnung. Warum war das Heimatmuseum überhaupt umgezogen? Die Mietzahlungen der Stadt Bad Breisig für die Räume im historischen Schultheißenhaus waren dem Rotstift innerhalb des Konsolidierungskonzepts zum Opfer gefallen. Und so sprang Andreas Windscheif vom Museums- und Heimatverein Bad Breisig ein und stellte dem Museum die jetzigen Räume zur Verfügung.

Wie fast alles im Leben, hat auch die Verschiebung der Trachtenfest-Ausstellung ihre zwei Seiten. Die Gute ist „Dass ich dank Corona langsam aus- und umräumen und in aller Ruhe Strom und Sanitärinstallationen erneuern kann,“ erklärt Andreas Windscheif - nicht ohne ein kleines Augenzwinkern.

KMI

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