Bluesbreakers zu Gast in der Remagener Kulturwerkstatt
Heißes Blues-Erlebnis traf auf Fans
Remagen. Bereits zum elften Mal brachten die Bluesbreakers, Vollblutmusiker aus den Niederlanden, beste Stimmung in die Kulturwerkstatt. Wenn auch nur rund 50 Fans kamen, so waren die aber umso begeisterter von der Truppe. Ihren speziellen Sound brachten die fünf Jungs an ein dankbares Publikum. Als Bluesmusiker haben natürlich die Songs von BB King, Albert Collins, Eric Clapton, Stevie Ray Vaughan und James Harman im Repertoire – Klassiker eben.
Zum Toben brachte das Pulikum am Samstagabend in der Kulturwerkstatt das „Wie“ der Darbietung. Voller Herzblut und Freude am Musizieren kamen die Songs von der Bühne. Ein absoluter Genuss, mit rhythmusstark dargebotenen Kostproben ihres Könnens, da kam der Bluesfreak voll auf seine Kosten. Die „Bluesbreakers“ lieferten ein heißes, swingendes Blues-Erlebnis ab, mit einer Mischung aus bekannten Klassikern und Kompositionen aus der eigenen Feder. Da agiert ein Team, keiner spielt sich in den Vordergrund – das Werk ist das Ziel, merkt das Publikum, wenn auch Dik „Mr. Brown“ Korving an der E-Gitarre immer irgendwie den Ton angibt.
Korving ist ein Meister des Slow-Blues. Seine Gitarre schneidet mitten ins Herz und seine Stimme berührt die Seele. Dies macht ihn zu einem der bekanntesten niederländischen Bluesmusiker. Korving ist der Veteran der niederländischen Szene. Reinhard Sämisch ist der zweite Mann, der die Bluesbreakers m Jahr 2011 wieder zum Leben erweckte. Der Mann mit der „Harp“, darüber freuten sich alle, war auch in diesem Jahr wieder mit von der Partie. Neu war beim elften Mal warnur der Drummer, und der machte seine Sache ebenfalls glänzend. Und dann ist da noch Francesco Frentrop, Keyboards und Vocals. „The Kid“ Frentrop ist geboren und aufgewachsen in Den Haag und lebte lange Zeit in den Vereinigten Staaten. Er ist die klassische „Röhre“ des Blues, bringt den Saal zum Swingen. Der letzte im Bunde ist Ernst Wernicke. In legendären Bands spielte Wernicke, Bass und Gesang, und sein Arsenal von Bassgitarren ist fast ebenso legendär. Mit seiner Erfolgsgeschichte und seinem Herzen, das für die Musik schlägt, ist er der richtige Mann an der richtigen Stelle bei den Blues-Breakers. Die „Bluesbreakers“ lieferten eine gekonnte Mischung ab, traditionelle Stücke aus Chicago, Texas und Memphis. Eigentlich wollten die Fans sie nicht ohne Zugabe von der Bühne lassen. Allerdings kam die nur vom Keyboarder. Frentrop stellte sich nach dem letzten Song in Pose, einen Fuß auf der Tastatur. Das Keyboard brach zusammen, der Musiker lag auf dem Rücken und lachte, was das Zeug hielt. Das Publikum auch. Die musikalische Zugabe fiel dann aus. Zweifelhaft bleibt, ob diese Unterhaltungseinlage ins Standardprogramm der Bluesbreakers eingebaut wird. AB
Slapstick statt Zugabe: Francesco Frentrops Sondereinlage am Keyboard.
