Allgemeine Berichte | 30.12.2021

Stiftung Technisches Hilfswerk spendet 600 Heizungen an Flutgeschädigte

Heizungsversorgung sichergestellt

Als eine der ersten Kommunen wurde stellvertretend für die betroffenen Verbandsgemeinden in den Flutgebieten ein erstes Kontingent an die Gemeinde Swisttal übergeben.Foto: THW

Swisttal. Die Stiftung Technisches Hilfswerk spendet im Rahmen der Fluthilfe energieeffiziente Heizungen an Bewohner/innen in den Flutgebieten von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Dadurch kann die Heizungsversorgung im Winter sichergestellt werden.

Tief Bernd – eine Jahrhundertkatastrophe

Das Tiefdruckgebiet Bernd hat im Sommer extreme Schäden verursacht und viele Menschen um sämtliches Hab und Gut gebracht. Die überwältigende Spenden- und Hilfsbereitschaft zugunsten der Flutopfer und der THW-Einsatzkräfte erreichte auch die Stiftung THW. Die Spenderinnen und Spender wollten mit ihren Geldspenden dabei nicht nur die Arbeit der THW-Einsatzkräfte unterstützen, sondern auch den Wiederaufbau in den Flutregionen vorantreiben. Mit mittlerweile ca. 2,5 Millionen Einsatzstunden und mehr als 14.000 eingesetzten Kräften aus allen 668 Ortsverbänden ist die Hilfeleistung in den Flutgebieten bereits jetzt der größte Einsatz in der 71-jährigen THW-Geschichte.

Spendengelder zum Wiederaufbau der Infrastruktur

„Dank der vielfältigen Einsatzbereiche der THW-Spezialkräfte konnte die Strom- und Wasserversorgung wiederhergestellt werden, vielerorts wurde Trinkwasser aufbereitet und Verkehrswege, Brücken gebaut und städtische Infrastruktur instandgesetzt, um die akute Situation zu meistern. Die große Sorge der Betroffenen ist jedoch die Versorgung mit Heizungsanlagen, um die Wintermonate in beheizten Häusern und Wohnungen verbringen zu können“, erläutert Stephan Mayer, MdB und Vorstandsvorsitzender der Stiftung THW. „Deshalb freuen wir uns sehr, dass wir mit den Spendengeldern nun viele der Flutopfer in NRW und Rheinland-Pfalz mit neuen Heizungen ausstatten können und ihnen so die zusätzliche Sorge um ein warmes Heim nehmen können“, so Mayer weiter. Als eine der ersten Kommunen wurde stellvertretend für die betroffenen Verbandsgemeinden in den Flutgebieten ein erstes Kontingent an die Gemeinde Swisttal übergeben. „Für die Betroffenen der Flutkatastrophe ist eine funktionierende Wärmeversorgung in der kalten Jahreszeit notwendig. Nicht alle verfügen zurzeit wieder über eine funktionsfähige Heizung. Ich freue mich daher sehr über diese Unterstützung der Stiftung THW und danke im Namen der Gemeinde Swisttal für dieses besondere Weihnachtsgeschenk für unsere Bürgerinnen und Bürger“, sagt Petra Kalkbrenner, Bürgermeisterin der Gemeinde Swisttal. Die Gemeinde Swisttal wird die ihr überlassenen Einheiten an Betroffene verteilen. Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner: „Wir werden gemeinsam mit unseren Helfern hier vor Ort die Familien identifizieren, die am dringendsten eine Heizung benötigen.“ Der für die Gemeinde Swisttal zuständige Netzbetreiber, die Westnetz GmbH, zeigt sich ebenfalls erfreut über die dringend benötigten Heizungen. „Die Sicherstellung der Wärmeversorgung ist angesichts der vielen zerstörten Heizungsanlagen in den Flutgebieten eine Mammutaufgabe. Zahlreiche Elektro-Heizgeräte wurden auf die Schnelle in Betrieb genommen und führen zu einer deutlich höheren Belastung der Stromnetze. Die neuen Paneele sind eine echte Alternative erhalten, die deutlich weniger Strom verbrauchen und somit zu einer geringeren Belastung der Stromnetze führen“, so Thomas Hansen, stellvertretender Leiter der Taskforce Neuaufbau der Westnetz.

Verteilung der Heizungen durch das THW

Das THW in den Bundesländern Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfallen übernimmt die Koordination der Verteilung in den betroffenen und bedürftigen Kommunen, es arbeitet dabei mit den jeweiligen Gemeinden und lokal aktiven Hilfsorganisationen zusammen, um die Heizgeräte den betroffenen Haushalten bereitzustellen.

Pressemitteilung THW

Als eine der ersten Kommunen wurde stellvertretend für die betroffenen Verbandsgemeinden in den Flutgebieten ein erstes Kontingent an die Gemeinde Swisttal übergeben.Foto: THW

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