Ausschüttung der Koblenzer Sportstiftung
Herausragende sportliche Leistungen wurden gewürdigt
20.300 Euro konnten verteilt werden
Koblenz. Die Koblenzer Sportstiftung wurde 1987 nach einem Stadtratsbeschluss gegründet. Ihr Ziel und Zweck sind, den Leistungssport in Koblenz zu fördern sowie die Nachwuchsförderung zu unterstützen. Seit 1991 bis heute konnte sie insgesamt mehr als 550.000 Euro an sportliche Institutionen und gemeinnützige Sportvereine aus Koblenz ausschütten. Das aktuelle Stiftungskapital beläuft sich auf 220.000 Euro.
Für die Kapitalentwicklung der Stiftung sehr problematisch ist die derzeitige Zinspolitik der Europäischen Zentralbank. Insbesondere mithilfe von Zustiftungen der Sparkasse Koblenz, aber auch aufgrund der Einnahmen aus beispielsweise Bußgeldauflagen oder Erbschaften ist die Stiftung dennoch in der Lage, ihrem Zweck weiterhin zu dienen. Zudem gibt es immer wieder neue Ideen zur Budget-Aufbesserung. So hatten sich im vorigen Monat einige Ratsmitglieder zusammengetan, um zum zweiten Mal ihren, von der Startgebühr getragenen Spendenlauf zugunsten der Stiftung zu organisieren. Die Ausschüttungszeremonie mit symbolischer Scheckübergabe an die Begünstigten erfolgte in diesem Jahr in den Räumlichkeiten der Firma Eugen König GmbH. Nach einleitenden Worten durch den Hausherrn, Dr. Rolf-Eugen König, hätte eigentlich die Vorsitzende des Kuratoriums, Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein, die Moderation der Feierstunde übernehmen sollen. Doch aus gesundheitlichen Gründen musste sie vor wenigen Tagen um vorzeitige Entlassung aus dem Amt bitten. Daher übernahm Josef Rönz, stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Koblenzer Sportstiftung, in kurz und knapper Manier die Aufgabe, die insgesamt 20.300 Euro zu verteilen. Neben den beiden personenbezogenen Förderungen für die Deutsche U23-Meisterin im Siebenkampf, Celina Leffler vom Schulsportclub (SSC) Koblenz-Karthause und für den erfolgreichen Florettfechter Peter Joppich von der Coblenzer Turngesellschaft 1880 (CTG) bedachte die Stiftung fünf Sportvereine sowie die Eliteschule des Sports (Gymnasium auf der Karthause) und das Sportinternat Koblenz mit Zuwendungen. Eliteschule und Sportinternat sind ein Verbundsystem, dessen Ziel, die schulische und sportliche Ausbildung von Nachwuchs-Bundeskadern auf hohem Niveau zu begleiten, von der Stiftung unterstützt wird.
4.000 Euro für den Koblenzer Ruderclub Rhenania
Der höchste Betrag, 4.000 Euro, ging an den Koblenzer Ruderclub (KRC) Rhenania, der mit seinen mehr als zwanzig Leistungssportlern beständig Titel und Medaillen bei Meisterschaften einholt. Ruderer wie Timo Piontek oder Max Bierwirth und Helena Schäfer tragen mit ihren Erfolgen den Namen der Stadt Koblenz weit über die Landesgrenzen hinaus. Die CTG durfte sich über Zuwendungen der Sportstiftung für die Abteilungen Fechten, Cheerleading und Kickboxen freuen. Gemeinsam mit Peter Joppich, der als viermaliger Einzelflorettweltmeister (2003-2010) sportliches Aushängeschild des Vereins ist, freute sich besonders Vereinsvorsitzende Monika Sauer über die Unterstützung. Offenbar ist der Fechtsport ein spezielles Anliegen der Koblenzer Sportstiftung. Denn auch der Fechtclub „Königsbacher SC“ erhielt eine Förderleistung für seine Nachwuchsfechter, die dem Landes- und Perspektivkader angehören. Der Verein ist Zentrum für den Nachwuchs-Leistungssport des Deutschen Fechterbundes. Für ihre mit großen Anstrengungen verbundenen Bemühungen, Koblenz als Turnstandort im Sinne einer Standortsicherung zu erhalten, belohnte die Stiftung die Kunstturnvereinigung (KTV) Koblenz, ein Zusammenschluss aus verschiedenen Turnvereinen, mit einer Finanzspritze. Die KTV ist derzeit als einziger Verein in Koblenz mit einer Mannschaft in der zweithöchsten Wettkampfklasse aktiv. Die letzte Vereinsförderung gewährte die Stiftung dem Wassersportverein Koblenz-Metternich. Damit will sie die von positiven Ergebnissen gekrönte Basisarbeit des Vereins im Bereich des Kanu-Rennsports honorieren.
Wie werden die Fördermittel vergeben?
Über die Vergabe der Fördermittel an Koblenzer Sportler berate der Vorstand in jedem Jahr sehr abwägend. Letztlich schlage er dem Kuratorium diejenigen vor, deren Ausrichtung der sportlichen Aktivitäten langfristig und perspektivisch angelegt sei, erläuterte Detlef König, Mitglied des Stiftungsvorstands, für BLICK aktuell. Stellvertretend für alle Begünstigten bedankte sich zum Abschluss der Veranstaltung Lutz Itschert, Präsident des KRC Rhenania, für die Zuwendungen, die für sie alle eine große Hilfe darstellen. Sie seien sehr froh über die Existenz der Koblenzer Sportstiftung und über diejenigen, die ihre Idee mittragen und unterstützen.
Josef Rönz übernahm die Moderation der Ausschüttungs-Feststunde.
Mit Freuden präsentierten Peter Joppich und Monika Sauer (Mitte) den für die CTG ausgestellten Scheck.
