Allgemeine Berichte | 13.08.2019

Festmesse in der Pfarrkirche St. Laurentius in Oberwinter

Herzlicher Abschied von Edith Reck

Leiterin des katholischen Kindergartens geht nach 45 Jahren in der Einrichtung in den Ruhestand

Abschied von Edith Reck (Mitte): Pfarrer Frank Klupsch und Pfarreienratsvorsitzende Ursula Gemein dankten der scheidenden Kita-Leiterin. Fotos: AB

Oberwinter. Eine Festmesse zu Ehren des heiligen Laurentius, des Namensgebers der katholischen Pfarrkirche, wurde am Freitagabend in dem Oberwinterer Gotteshaus gefeiert, in Erinnerung an den Heiligen, einen der sieben Diakone in der Christengemeinde Rom, der am 10. August 258 dort den Märtyrertod starb.

Proppenvoll war das Gotteshaus.

Doch, so Pfarrer und Dechant Frank Klupsch, scheine es, dass die Oberwinterer Bevölkerung nicht nur wegen des Gedenkens an den Heiligen gekommen sei, sondern wohl auch wegen der Verabschiedung der langjährigen Kita-Leiterin Edith Reck in den Ruhestand.

Daher galt der Gruß von Klupsch neben den Mitzelebranten, Pfarrer im Ruhestand Norbert Klaes und Kooperator Johannes Steffens, den vielen Erzieherinnen und Leiterinnen der katholischen Kindertagesstätten in der Gesamtstadt Remagen, den ehemaligen Leiterinnen, den Gemeindereferentinnen, den Pfarrgemeinderäten, dem Verwaltungsrat und vor allem der zu verabschiedenden Edith Reck und ihrer Familie. Den Regen schrieb Klupsch nicht nur der Trauer um den heiligen Laurentius zu, denn warum solle der Himmel nicht weinen, wenn jemand nach über 40 Jahren als Kita-Leiterin in den Ruhestand gehe.

Bekenntnis zu Gott

In seiner Predigt dankte Klupsch zunächst den Junggesellen, die wieder Großartiges bei der Laurentius-Kirmes geleistet hätten. Es sei ihm eine Freude, den Pfarrpatron zu feiern, und ebenso eine Freude, Edith Reck mit vielen guten Wünschen in den Ruhestand zu verabschieden. Laurentius habe ein entschiedenes Bekenntnis zu Gott gelebt, so wie auch Edith Reck es getan habe. „Keine Angst, ich werde Sie nicht heiligsprechen, denn das kann nur der Papst, und dafür müssten Sie auch verstorben sein“, schmunzelte Klupsch in Richtung von Reck. Laurentius sei nicht einfach zu feiern, sondern nachzuahmen. Er habe sich für andere eingesetzt, so wie es auch Reck getan habe. Jeder Mensch brauche liebevolle und persönliche Zuwendung. „So manches Pflänzchen haben Sie, Edith Reck, großwerden sehen“, betonte Klupsch und erinnerte daran, dass durch die Umstrukturierung in der Kirche alle Gläubigen Samariter sein müssten.

In dieser „beweglichen Kirche“ habe auch der Kindergarten seinen Platz, um die Liebe Gottes zu vermitteln. „Katholisch sein heißt Christus zu lieben und auf sein Wort zu hören. Die Botschaft Gottes beginnt bei unseren Kindern. Machen Sie diese Welt ein Stück heller und gestalten Sie die neue Kirche, die neue Struktur, die seit Januar eingeführt wurde“, wünschte sich der Pfarrer.

Eine Institution im Ort

Zum Schluss der Festmesse sprach Klupsch im Namen aller, die Edith Reck danken wollten. „Nach über 40 Jahren gehen Sie in den wohlverdienten Ruhestand. Sie verkörpern unseren Kindergarten. Sie sind eine Institution in Oberwinter. Ihr Name und ihr Gesicht sind untrennbar mit der Arche Noah verbunden, ebenso wie mit dem Ort. Jahrzehnte waren sie Ansprechpartner für Kinder, Eltern und viele Menschen. Sie waren auch immer Ansprechpartner für ihre Kolleginnen und das Team. Alle Entwicklungen im Kindergarten haben Sie in über 40 Jahren mitgestaltet“, erklärte Klupsch im Beisein der Pfarreienratsvorsitzenden Ursula Gemein.

Edith Reck bedankte sich für die Worte und erinnerte daran, dass sie am 1. August 1974 ihren Dienst angetreten habe. Seien es damals noch zweieinhalb Gruppen gewesen, so gebe es inzwischen in der Arche Noah sechs Gruppen mit 114 Kindern, davon 82, die auch ein Mittagessen in der Einrichtung einnehmen würden. Während damals sechs Kindergärtnerinnen im Einsatz waren, sei das Team heute 19-köpfig. Ihr großes Vorbild sei immer und schon sehr früh Schwester Agnes gewesen. Nur eine „Uniform“ mit Schleier und Kleid habe sie als Kind nicht haben wollen. Es habe gute und schlechte Zeiten gegeben, aber im Team habe man alles bewältigt. Recks Dank galt der Pfarrgemeinde, die sie immer unterstützt habe, besonders Hermann Schlemmer, sowie den Kindern, den Eltern und dem Kita-Team. „Ihr werdet mir fehlen. Aber als Ersatz habe ich die Kinderkirche und die Kommunionkinder. Ansonsten werde ich viel reisen, solange es die Zeit noch hergibt“, so Reck. Mit „Viel Glück und viel Segen“ wurde Edith Reck von allen verabschiedet. Noch eine ganze Weile wurde rund um die der Abschied gefeiert, mit Eltern, allen Beteiligten am Kirchendienst und vielen Vertretern der Ortsvereine. Mit dabei war natürlich auch das Tambourcorps Oberwinter, das die Abschiedsfeier musikalisch begleitete.

AB

Als Edith Reck 1974 ihren Dienst in Oberwinter antrat, umfasste der Kindergarten noch zweieinhalb Gruppen. 2013 wurde die neue sechsgruppige Einrichtung durch Pfarrer Klupsch eingesegnet.

Als Edith Reck 1974 ihren Dienst in Oberwinter antrat, umfasste der Kindergarten noch zweieinhalb Gruppen. 2013 wurde die neue sechsgruppige Einrichtung durch Pfarrer Klupsch eingesegnet.

Abschied von Edith Reck (Mitte): Pfarrer Frank Klupsch und Pfarreienratsvorsitzende Ursula Gemein dankten der scheidenden Kita-Leiterin. Fotos: AB

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Dauerauftrag 2026
Anzeigensponsoring Sommerbunt - o.B.
Lampionfest in Weißenthurm
Saison Deals
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, Juni 2026
Innovatives rund um Andernach
PR Anzeige Last Christmas Musical in Koblenz
Innovatives rund um Andernach
Empfohlene Artikel
In Bad Breisig wurde erneut erstklassiger Chorgesang geboten.  Foto: DU
47

Bad Breisig. Erstklassiger Chor- und Vokalgesang mit vielen klassischen, aber auch mit Spiritual-Aspekten in Verbindung mit hervorragender Solo-Instrumental-Musik – all das hatte unlängst das Sommerkonzert des Kirchenchores „St. Marien“ Bad Breisig zu bieten. Die Breisiger Kirche Maria Himmelfahrt bot hierfür erneut den passenden optischen und akustischen Rahmen. Dass eben jene Akustik dort genau...

Weiterlesen

Die B267 in Rech.  Foto: ROB
573

Rech/Mayschoß. Die Bundesstraße 267 zwischen Rech und Mayschoß wird von Montag, 29. Juni, bis einschließlich Montag, 13. Juli 2026, für den Verkehr voll gesperrt. Grund hierfür sind Sanierungs- und Böschungsarbeiten der Deutschen Bahn. Die Vollsperrung ist notwendig, da die eingesetzten Arbeitsmaschinen beide Fahrstreifen in Anspruch nehmen und eine sichere Vorbeifahrt für Verkehrsteilnehmende nicht gewährleistet werden kann.

Weiterlesen

Der Marktplatz von Ahrweiler.  Foto: ROB
171

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Auch in diesem Jahr lädt die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler wieder zu einer öffentlichen Gedenkveranstaltung anlässlich des nunmehr fünften Jahrestags der Flutkatastrophe ein, die in diesem Jahr unter Beteiligung der Landesregierung ausgerichtet wird. Die Veranstaltung findet am Dienstag, 14. Juli, um 19 Uhr auf dem Ahrweiler Marktplatz statt.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Der Abiturjahrgang 1976 auf der großen Innentreppe des Megina-Gymnasiums in Mayen.
604

Mayen. Vor 50 Jahren hieß das Gymnasium, hoch über Mayen auf dem Knüppchen erbaut, schlicht Staatliches Gymnasium. Die heutige Namensgebung Megina gab es noch nicht. Auch am 19. Juni 1976 hatte es Abiturzeugnisse für Schülerinnen und Schüler gegeben. Sie waren nach erfolgreich bestandener Prüfung in die Welt geschickt worden. Auf den Tag genau gab es dieses Jahr ein Wiedersehen.

Von Christine Pfalz aus Breitscheid

Weiterlesen

Ehrenamtliches Engagement erfährt öffentliche Anerkennung
146

Bad Breisig. Auf Antrag der CDU-Fraktion hat der Verbandsgemeinderat in seiner Sitzung am 23. Juni einstimmig die Richtlinien zur Ehrung für herausragendes ehrenamtliches Engagement beschlossen. Damit wird ab diesem Jahr eine öffentliche Anerkennung für Menschen und Gruppierungen geschaffen, die sich in besonderer Weise für das Gemeinwohl einsetzen. Die CDU Bad Breisig bewertet den einhelligen Beschluss als wertschätzendes Signal aller Fraktionen für die Bedeutung des Ehrenamts.

Von CDU Ortsverband Bad Breisig

Weiterlesen

Der Audi S3 vom Team Dupré Motorsport auf der Nordschleife
8

Nürburgring. Mit großen Erwartungen reiste Team Dupré Motorsport zum sechsten Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS6) an. Die AC-Maynener Jürgen und Achim Nett gingen gemeinsam mit Christoph Dupré im Audi S3 an den Start – mit dem klaren Ziel, endlich wieder um einen Klassensieg mitzufahren. Doch erneut machte das Rennglück dem Team einen Strich durch die Rechnung.

Von AC 1927 Mayen e.V. Rüdiger Hack aus Koblenz

Weiterlesen