Tim Herrmann, Mark Deckarm und Andreas Gross bewältigten die Rallye „Baltic Sea Circle“ mit Bravour
Herzlicher Empfang für das Team der Prinzengarde
Mendig. Mit einem herzlichen Empfang und Böllerschüssen, die von dem Niedermendiger Schützen Roland Müller abgefeuert wurden, überraschten zahlreiche Mendiger, darunter Familienangehörige und Freunde am Montag, 1. Juli, vor dem Vulkan Brauhaus die drei Abenteurer der Prinzengarde Tim Herrmann, Mark Deckarm und Andreas Gross, die 18 Tage zuvor zu der Rallye „Baltic Sea Circle“ in Mendig gestartet waren. Zu dem Empfangskomitee zählten auch der Schirmherr der Aktion, VG-Bürgermeister Jörg Lempertz, und die Geschäftsführerin des Koblenzer Hospizvereins e.V., Ina Rohlandt. Grundvoraussetzung für die Teilnahme an der Rallye war, dass jedes Team Geld für einen guten Zweck sammeln musste. Für das Team Prinzengarde war dies offensichtlich kein Problem, denn sie konnten Ina Rohlandt für das ambulante Kinder- und Jugendhospiz Koblenz insgesamt ca. 5.000 Euro überreichen.
Die Geschäftsführerin bedankte sich sowohl bei dem Trio als auch bei dem Schirmherrn Jörg Lempertz mit je einem kleinen weißen Stofflöwen, bei dem es sich um das Maskottchen der kranken Kinder handelte, die mit ihren Familien mitunter Löwenkräfte aufbringen müssen, um ihr Schicksal zu meistern.
Damit das Team der Prinzengarde auch mit einem leckeren Mendiger Vulkanbier begrüßt werden konnte, sponserte Malte Tack, Geschäftsführer des Vulkan Brauhauses, die Getränke für das Team und das Empfangskomitee. Die offizielle Begrüßung des Teams hatte Franz Deckarm, Vater von Mark Deckarm, übernommen. „Wir sind froh, dass ihr wieder hier seid und freuen uns, dass ihr für das Kinderhospiz eine so beachtliche Summe sammeln konntet“, sagte er. Im Namen seiner Mitstreiter bedankte Andreas Gross sich für den tollen Empfang und revanchierte sich bei den Anwesenden mit einer Sektdusche. „Wenngleich wir alle Challenges, die uns aufgetragen wurden, erfolgreich bewältigt hatten, schafften wir es nicht auf das Siegertreppchen. Dennoch versicherte man uns, dass wir die Sieger der Herzen seien“, so Andreas Gross. VG-Bürgermeister Jörg Lempertz unterstrich: „Von den insgesamt 280 teilnehmenden Teams erreichten die Mendiger Jungs immerhin den vierten Platz – und das ist der absolute Hammer!“
Mendiger Jungs erreichten Platz vier
Am 15. Juni fiel in Hamburg der Startschuss für das „nördlichste Abenteuer des Planeten“ (so der Veranstalter wörtlich), für das die drei Mendiger sich als „Team Prinzengarde“ angemeldet hatten. Die insgesamt 16 Tage währende 7.500 Kilometer lange Route führte das Trio jenseits von Autobahnen sowie ohne Navigationsgerät und GPS von Hamburg aus durch Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, Russland, Estland, Lettland, Litauen und Polen zurück nach Hamburg. Tatsächlich hat das Team bei der Rallye 8.327 Kilometer plus 1.000 Kilometer für die An- und Abreise bewältigt.
Zu den weiteren Teilnahmebedingungen zählte, dass ihr Gefährt mindestens 20 Jahre auf dem Buckel haben musste. Also entschied man sich für einen Ford Transit, Baujahr 1995. Dabei handelte es sich um einen ausrangierten Einsatzleitwagen der Johanniter Unfallhilfe, der bereits ca. 130.000 Kilometer auf dem Tacho anzeigte. Damit dass Fahrzeug unterwegs nicht schlapp macht, wurde geschraubt, was das Zeug hielt. So wurde unter anderem ein neuer Kühlergrill montiert, Zahnriemen, Wasserpumpe und Auspuff wurden erneuert und nicht zuletzt ein neues Funkgerät eingebaut. Komplettiert wurde das Ganze mit einem Camping-WC, einem Duschzelt und natürlich Proviant, Werkzeug und Ersatzteile, schließlich mussten die Jungs sich selber versorgen und auch in ihrem Transporter auf engstem Raum übernachten. Weitere Herausforderungen erwarteten die Rallye-Teilnehmer unterwegs. So mussten sie zum Beispiel beim Verzehr der schwedischen Spezialität „Surströmming“ ihre Abneigung gegen den extrem fauligen Geruch des vergorenem Fisches überwinden oder einen Mann namens Peter ausfindig machen, der mindestens 1,85 Meter groß war und sich mit seinem Ausweis fotografieren ließ. Übrigens führte das Team ein sogenanntes „Roadbook“, in dem unter anderem auch über pikante Erlebnisse berichtet wird. „Was jedoch am Nordkap passierte, bleibt am Nordkap“, so Joachim Gross.
FRE
Ina Rohlandt, Geschäftsführerin des Koblenzer Hospizvereins, freute sich über die Spende in Höhe von 5.000 Euro. Fotos: FRE
Tim Herrmann freute sich, seine beiden Kinder und seine Ehefrau wieder in die Arme schließen zu können.
Das Team bewältigte 7.500 Kilometer in 16 Tagen ohne Navi und GPS.
