Allgemeine Berichte | 12.04.2021

Online-Gesprächsabend zum Thema „Digitale Gewalt“

Hetze im Netz: Was tun gegen digitale Gewalt?

Am 15. April

Kreis Mayen-Koblenz.Immer wieder werden gerade Ehrenamtler Opfer von Hetze im Netz und wissen nicht wie sie damit umgehen sollen. Deshalb bietet die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz am 15. April um 18 Uhr einen Online-Gesprächsabend mit Stefanie Zacharias von der Beratungsstelle HateAid in Berlin an und informiert zum Thema „Digitale Gewalt“. Wie weit dürfen Menschen in ihren Äußerungen im Internet gehen? Ab wann sollte ich reagieren? Wie kann ich mich schützen? Ab wann wird es strafrechtlich relevant und wie wird Betroffenen geholfen? Diese und weitere Fragen sollen beim Gesprächsabend beantwortet werden.

Die Zahl der digitalen Angriffe auf Personen nimmt zu. Die Digitalisierung fast aller Lebensbereiche bringt es mit sich, dass auch digitale Gewalt gegenüber Personen des öffentlichen Lebens oder Minderheiten neue Wege findet. Einschüchterung und psychische Gewalt sollen Betroffene aus der Öffentlichkeit drängen. Die Täter stören sich an der politischen Haltung, am privaten Engagement, an der Herkunft, am Geschlecht oder manchmal nur an Kleinigkeiten. Sie passen ihr Repertoire den technischen Entwicklungen an, um die Person, an der sie sich „abarbeiten“ einzuschüchtern und mundtot zu machen. „Auch Bürger aus dem Bereich der Flüchtlingshilfe berichten von Hasskommentaren und anonymen Drohungen auf Social-Media-Kanälen“, sagt Michael Kock, Flüchtlingskoordinator der Kreisverwaltung und weist gleichzeitig drauf hin, dass die Online-Veranstaltung nicht nur auf diesen Personenkreis beschränkt ist. „Jeder, den das Thema betrifft, kann sich anmelden.“

Die Beratungsstelle HateAid ist die erste Online-Beratungsstelle und spezialisiert auf diesem Gebiet. Die Mitarbeiter von HateAid kümmern sich ausschließlich um Opfer digitaler Gewalt und kennen die zahlreichen Methoden der Täter. Sie wissen wann und wie man darauf reagiert. Sie unterstützen Betroffene bei dem Versuch, die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.

Interessierte werden darum gebeten, sich bei Michael Kock per E-Mail an fluechtlingshilfen@kvmyk.de oder per Telefon unter (02 61) 10 86 55 für den Gesprächsabend anzumelden.

Pressemitteilung

Kreisverwaltung Mayen-Koblenz

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