Flohmarkt beim Katzenschutzverein ist wie nach Hause kommen
Hier dreht sich alles um die Katzen
Bad Neuenahr. Wetter spielt keine Rolle, ist der Tenor, der ersten Vorsitzenden Anita Andres inmitten all der Schätze, die in ihrem Hof rund um die einladenden Sitzgelegenheiten in ihrem Hof aufgebaut sind. Gemütlich ist es bei Kaffee, Waffeln oder Würstchen wie eine eingeschworene Gemeinschaft beisammen zu sitzen. Jeder ist willkommen und viele nehmen das Angebot trotz Regen gerne an. Die Kinder drehen am Glücksrad, um sich aus den Kisten was auszusuchen. Das kann mitunter sehr lange dauern. An alles ist gedacht und gut geplant. Vor oder nach dem Stöbern zwischen Kunstwerken, Gebrauchsgegenständen, Schmuck und Handarbeiten werden Erfahrungen ausgetauscht und Ratschläge gegeben. Wer ihn noch nicht kennt, dem werden die Aufgaben des Vereins erörtert, der sehr vielfältige Aufgaben hat . Man hört gerne zu und staunt, wie weit die Mitglieder sich darüber hinaus engagieren. Es ist nicht nur, das Katzen vermittelt werden, wie Doris Efferz erklärt. Die neuen Besitzer brauchen schon mal Hilfestellung oder eignen sich einfach nicht für das neue Familienmitglied. Letzteres geschieht allerdings selten, da 40 Jahre Erfahrung und ein gutes Gefühl zeigen, wo sich die Katzen sich wohl fühlen. Doch woher kommen die Tiere? Mitunter sind es tatsächlich ausgesetzte Katzen, die in Obhut genommen werden. Dann bricht schon mal einem der regen Mitglieder das Herz, da das Wohl der Tiere ihr höchstes Ziel ist. Außerdem kommt es schon mal vor, dass Herrchen oder Frauchen verstorben sind oder eine plötzliche Allergie eine Trennung von dem geliebten Tier erfordern. In allen Fällen ist der Katzenschutzverein erster Ansprechpartner und bietet Hilfe an. Anita Andres weiß von vielen Aktionen zu berichten, wo sie auch für diese Stubentiger das passende „neue“ zu Hause gefunden haben. Sie scheuen sich auch nicht, Katzen an ältere Menschen oder Behinderte zu vermitteln. „Dort werden die Tiere geliebt und gepflegt“, ist die Aussage von Doris Efferz. Außerdem wirken die Katzen durch ihre Anhänglichkeit wie eine Therapie auf einsame und gehandicapte Menschen.
Alle Dienste, die der Verein anbietet, sind ehrenamtlicher Natur. Vielmehr ist es sogar so, dass die Vereinsmitglieder oft mehr als nur ihre Freizeit einbringen. Tierarzt- und Futterkosten für Pflegestellen, wo die Katzen erst mal untergebracht werden, trägt der Verein. Außer den Spenden aus öffentlicher Hand (ca. 3.000 Euro) erhalten die Katzenfreunde keine regelmäßige Unterstützung. Es gibt großzügige Mitbürger, die z.B. die Saalmiete für den Adventbasar übernehmen oder anderwärtig den durchweg ehrenamtlichen Helfer unter die Arme greifen. Den Rest der Kosten, der auch durch Futterkosten und Kosten für Streu entsteht, wird durch Flohmärkte wie auch den jetzigen Hofflohmarkt bestritten. Schließlich müssen 20.000 Euro Unterhaltskosten gedeckt werden. Und wenn Flohmarkt auch bei Regenschauern so gut angenommen wird wie jetzt, liegt es an der Liebe zu den Katzen und den freundlichen Helfern, die immer für sie da sind!
