Thomas Seggel berichtet von einem Monat an der städtischen Hilfehotline

Hilfe bei der Impfanmeldung in Lahnstein – ein Rückblick

Fragen zum Impfen werden beantwortet

Hilfe bei der Impfanmeldung
in Lahnstein – ein Rückblick

Thomas Seggel hilft in Lahnstein bei Fragen rund um Impftermine. Foto: Stadtverwaltung Lahnstein

23.02.2021 - 13:59

Lahnstein. Zur Vereinbarung eines Impftermins für die rheinland-pfälzischen Impfzentren bedarf es einer Anmeldung über eine landesweite Telefonhotline oder das Internet. Bei Bedarf erhalten Lahnsteiner Bürger*innen hierbei Unterstützung durch die Stadtverwaltung Lahnstein.


Seit dem 24. Januar 2021 nimmt Thomas Seggel, der eigentlich im städtischen Jugendkulturzentrum arbeitet, die Anrufe an der Hilfehotline entgegen. Nach einem Monat Telefonhotline erfolgt nun ein kleiner Rückblick auf die Arbeit:

Herr Seggel, wie viele Stunden verbringen Sie nun täglich am Telefon und welche Personen(gruppen) rufen überwiegend an?

Ich stehe unter der Woche sechs Stunden bzw. freitags vier Stunden für die telefonische Hilfe zur Verfügung. Es rufen überwiegend Personen an, die das 80. Lebensjahr bereits überschritten haben und denen die Möglichkeit fehlt, sich online für einen Impftermin zu registrieren oder die es aufgegeben haben, sich über die rheinland-pfälzische Hotline anzumelden, weil sie dort in Warteschleifen hingen.

Was sind die am häufigsten gestellten Fragen?

Die meisten Fragen der über 80-Jährigen beziehen sich auf das Anmeldeverfahren.

Es rufen aber auch viele unter 80-Jährige an, denen ich die Reihenfolge der Priorisierungsgruppen erläutere.

Des Weiteren kommen Fragen zu den Impfstoffen oder zum Impfzentrum.

Aus dem Rhein-Lahn Kreis gibt es zudem manchmal die Nachfrage, wie man zum Impfzentrum gelangt. Das erkläre ich natürlich auch gerne, hier findet sich auf unserer Homepage www.lahnstein.de/coronavirus aber auch ein Stadtplan mit Anfahrtshinweis.

Wie viele Anrufe sind es durchschnittlich?

Mittlerweile sind es täglich noch mindestens zwanzig Anrufe, anfangs waren es noch mehr – da habe ich gar nicht mitgezählt. Auch für mich war die Arbeit ja erstmal eine Umstellung zu meinem sonstigen Aufgabenbereich und ich musste mich einfinden. Doch obwohl jetzt seit fast zwei Monaten geimpft wird, ist der Bedarf an Hilfe bei der Anmeldung weiterhin da.

Wie sind die Reaktionen von Anrufer*innen (positive / negative)?

Der überwiegende Anteil ist absolut positiv, das Angebot unserer Hotline wird sehr wertschätzend aufgenommen.

Obwohl wir immer wieder kommunizieren, dass es sich um eine Hilfestellung handelt, sind manche Anrufe trotzdem davon ausgegangen, dass ich Impftermine vergeben könnte. Diese sind dann im ersten Moment enttäuscht, wenn ich ihnen erklären muss, dass ich keinen Einfluss auf die Terminvergabe oder Terminänderungen habe. Ich kann nur Registrierungen stornieren. Wegen der langen Wartezeit sind einige verärgert – das betrifft zwar nicht direkt meine Arbeit, doch selbstverständlich spreche ich auch darüber mit den Anrufenden.

Mittlerweile rufen auch viele Bürger*innen an, die sich Anfang Januar selbst angemeldet, aber immer noch keinen Termin haben und die deshalb verunsichert sind.

Was ist für Sie selbst positiv oder negativ?

Bisher habe ich 47 Bürger*innen angemeldet oder auf Angehörige verwiesen, die eine Anmeldung übernehmen können.

Ich bin aber auch froh, wenn ich endlich Termine an die Impfberechtigten weitergeben kann. Dort, wo ich viel Hilfestellung geleistet habe, bekomme ich vorab eine Mail und die Angemeldeten bekommen die Termine sowie alle Infos zur Impfung mit der Post an ihre Adresse versandt. Dieses Geduldsspiel zehrt auch an meinen Nerven. Daher habe ich alle Wartenden zwischendurch angerufen, um ihnen zu sagen, dass sie nicht vergessen sind, sondern wir uns weiter gedulden müssen. Daraus, aber auch aus den „normalen“ Anfragen entstehen nicht selten persönliche Gespräche, was ich als das Schönste an dieser Arbeit empfinde. Man lernt viel über die Menschen.


Weitere Infos


Lahnsteiner Bürger*innen, die Hilfe bei der Impfanmeldung benötigen, können sich unter der Telefonnummer 0 26 21 9 14-1 90 oder per Mail an corona-impfung@lahnstein.de bei Thomas Seggel melden.

Montag bis Donnerstag von 8 bis 12 Uhr sowie 14 bis 16 Uhr und Freitag von 8 bis 12 Uhr.

Pressemitteilung Stadt Lahnstein

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