Allgemeine Berichte | 19.10.2020

Marzellinus-Musik-Konzert am 1. November

„Hinterm Horizont… - Orgelmusik zu Allerheiligen“

Vallendar. Festliche und die Schönheit des Himmels erahnende Orgelmusik steht auf dem Programm des nach der langen Corona-Pause und einer im Sommer erfolgten Orgelreinigung ersten Konzertabends im Rahmen der Marzellinus-Musik-Reihe, der an Allerheiligen, 1. November um 18 Uhr in der Vallendarer Pfarrkirche St. Marzellinus und Petrus stattfinden wird. Der Ausführende des Konzertes ist der Kantor und Organist der Pfarreiengemeinschaft Vallendar Johann Schmelzer (*1969), der Orgelwerke von Händel, de Wolf, Howells, Dethier und Bedard zu Gehör bringen wird, die einen Blick „hinter den Horizont“ ermöglichen wollen. Der Eintritt zur Marzellinus-Musik ist frei, um eine freiwillige Spende bei der Türkollekte wird gebeten. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich; die notwendige Erfassung der Kontaktdaten erfolgt beim Einlass.

Der Konzertabend wird eröffnet mit dem „Orgelkonzert in g-moll Op. 4 Nr.1“ von Georg Friedrich Händel (1685-1759), einem ursprünglich für Orgel und Orchester verfassten Werk, das im Rahmen der Marzellinus-Musik in einer Bearbeitung für Orgel solo von Hermann Keller dargeboten wird. Formal handelt es sich bei diesem Konzert um ein Concerto grosso á la Vivaldi, bei dem ein Soloinstrument dem Orchester gegenübergestellt wird. Während bei Vivaldi jedoch in erster Linie die Violine als Soloinstrument vorkam, setzte Händel erstmalig die Orgel als alleiniges Soloinstrument ein und beschränkte sich dabei im Gegensatz zu Bachs Cembalokonzerten auf reine Melodik, während Bachs Solopart durch ausgewachsene Polyphonie gekennzeichnet war.

Das zweite Werk des Abends sind „Passacaglia, Koraal en Fuga over Gezang Nr. 17“ von Cornelis de Wolf (1880-1935). De Wolf war ein niederländischer Organist, Komponist und Musikpädagoge und stand mit seinem musikalischen Schaffen am Übergang von der Spätromantik zur Moderne, wobei der Schwerpunkt eher auf dem Fundament der romantischen Tradition besteht. Die dreiteilige Form des dargebrachten Werkes nimmt Bezug auf den Choral „Wer nur den lieben Gott lässt walten“, dessen erste Melodiezeile das Thema für die Passacaglia bildet, über dem insgesamt 16 Variationen entwickelt werden. Sodann erklingt quasi als Mittelsatz in eher schlichtem Manualsatz der Choral, bevor die Fuge zunächst ein neues Thema exponiert und durchführt. Schließlich tritt der eigentliche Choral in einer großen Schlusssteigerung zum Fugenthema hinzu und beendet das Werk eindrucksvoll.

Der Konzertabend wird fortgesetzt mit einem „Psalmprelude“ über den 11. Vers aus Psalm 37 „Aber die Sanftmütigen werden das Land besitzen und werden ihre Lust haben an Fülle von Heil“ des englischen Komponisten Herbert Howells (1892-1983). Spätromantische Harmonik verbindet sich in diesem Werk mit expressiver Melodik und dynamisch differenziertem Ausdruck. Mit Gaston Dethier (1875-1958) steht ein belgisch-amerikanischer Organist auf dem Konzertprogramm. Zu Gehör gebracht wird „Festal prelude“, in dem zwei unterschiedliche Themen miteinander in Beziehung treten: Das erste gibt sich sehr bewegt und drängt stets nach vorne, während das zweite hymnisch feierlich einen ruhenden Gegensatz dazu aufbaut.

Mit Variationen über „Amazing grace“ des zeitgenössischen kanadischen Komponisten Dennis Bedard (*1950) endet der Konzertabend. Seine Kompositionen stehen tonal in der großen Tradition der französischen Orgelsymphonik, streben eine klare Sprache an und suchen in ihrer unmittelbaren Tonsprache den Kontakt zu den Hörenden. Die Variationen über „Amazing grace“ stellen das Liedthema zunächst in schlichtem Satz vor, anschließend wird das Thema nach Art einer französischen Suite in verschiedenen Satzstilen und Registrierungen variiert, bevor das Werk mit einer feurigen Finaltoccata zu einem fulminanten Abschluss gebracht wird.

Eine vorherige Anmeldung zum Konzert ist nicht erforderlich; um den Datenerfassungsprozess vor Ort zu beschleunigen, liegen Datenerfassungsformulare in den Kirchen aus. Beim Konzert gelten die bekannten Hygieneregeln bezüglich Mindestabstand, Mund-Nasen-Schutz und Händedesinfektion. Wegen der kälteren Temperaturen in der Kirche im Hinblick auf die notwendige Belüftung empfehlen sich warme Kleidung und evtl. das Mitbringen einer Decke.

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