Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V.
Hirnmetastasen durch Brust- oder Lungenkarzinome
Fachvortrag zu aktuellen Behandlungsansätzen von Chefärztin Dr. Beate Schoch
Koblenz. Hirnmetastasen gehören zu den häufigsten Tumorbildungen im Schädel. Laut Schätzungen der Deutschen Hirntumorhilfe werden sie bei etwa 30.000 Menschen pro Jahr diagnostiziert. Dabei handelt es sich nicht um Hirntumore im engeren Sinne, die ursprünglich vom Gewebe des Zentralnervensystems ausgehen, sondern um sogenannte Absiedelungen von Krebserkrankungen anderer Organe. Sie entstehen, wenn sich einzelne Zellen von den Primärtumoren lösen und über die Blutbahn etwa in Gehirn oder Rückenmark gelangen. Mögliche Anzeichen für Hirnmetastasen sind Kopfschmerzen, neurologische Ausfallerscheinungen, Krampfanfälle oder auch Wesensänderungen. Da solche Metastasen vom Gewebetyp eher dem jeweiligen Ausgangstumor ähneln, werden sie etwa bei Brustkrebspatientinnen anders behandelt als bei Patienten mit Lungenkrebs. In ihrem Vortrag am 31. August stellt PD Dr. Beate Schoch, Chefärztin der Klinik für Neurochirurgie am Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein/Ev. Stift St. Martin, Behandlungsansätze vor, deren Wirksamkeit in verschiedenen Studien nachgewiesen werden konnte. Die kostenfreie Veranstaltung beginnt um 18 Uhr im Koblenzer Beratungszentrum in der Löhrstraße 119. Um Anmeldung per Tel. (02 61) 98 86 50 oder E-Mail an koblenz@krebsgesellschaft-rlp.de wird gebeten.
