Rollende Waldschule der Kreisjagdgruppe zu Gast in der Eifel
Hirsch, Hase & Co.
Lutzerath. Wie viele Kommunen im Landkreis hat auch die VG Ulmen für Kinder und Jugendliche in der Haupturlaubszeit ein abwechslungsreiches Ferienprogramm zusammengestellt. Die Bandbreite reicht von sportlichen Angeboten über Bastelkurse, Ausflugsfahrten, einem Fußballcamp, einem Forschertag, Wanderungen und Spielenachmittage bis hin zu Mitmach-Zirkus, Tierworkshop und einem Besuch des Physiodoms Ulmen. Kathrin Reichert und ihre Helfer haben ein tolles Ferienprogramm auf die Beine gestellt, das jetzt im Rahmen der zweiwöchigen Ferienbetreuung der Grundschule Lutzerath mit dem Besuch der Rollenden Waldschule gestartet wurde. Franz-Josef „Josi“ Becker von der Kreisjagdgruppe Cochem-Zell und die Obfrau für Öffentlichkeitsarbeit und Brauchtum Wilma Wagner hatten die Waldschule vor der Grundschule in Position gebracht, um den rund zwei Dutzend Kindern geduldig Rede und Antwort zu stehen in Sachen Natur, Wild und Wald. „Die Kinder wissen schon viel über Hirsch, Hase & Co.“, bestätigte Kathrin Reichert vom Büro Kinder, Jugend und Senioren der Verbandsgemeinde. „Die sind sehr interessiert an Wildtieren und dem Thema Jagd.“
Ein Knirps fragte dann auch sogleich: „Habt ihr all die ausgestopften Tiere geschossen?“ Die beiden Jäger konnten die 6 bis 11 –Jährigen beruhigen und erklärten, dass der größte Teil der ausgestopften Tiere Opfer des Straßenverkehrs geworden sind. Wilma Wagner erklärte die vielfältigen Aufgaben der Jäger in der Natur, während „Josi“ Becker die beiden Rauhaarteckel „Bruni“ und „Norne“ vorführte und Wildfleisch als hochwertvolles Lebensmittel lobte. Didaktisch gut aufbereitete Infotafeln und vor allem, dass die Kids auch einmal die Geweihe, Felle und Präparate selbst anfassen durften, sorgten für lebhaftes Interesse. „Ich habe schon mal Wildschwein-Bratwürstchen gegessen“, berichtete ein Junge, während ein anderer davon erzählte, dass er mit seinem Opa neulich ein Reh am Waldrand beobachtet hat. Der ausgestopfte Igel, die kleinen Stare oder der Nutria mit seinen orangefarbenen Zähnen sorgten für manches „Oh“ und „Aha“ bei den Kindern. Zum Abschied erhielt jedes Kind einen bunten Sticker, den die Jungen und Mädchen stolz an ihre Brust hefteten. TT
Mit dem Jagdsignal „Begrüßung“ auf dem Jagdhorn überraschten „Josi“ Becker und Wilma Wagner die Jungen und Mädchen.
