Schützenbruderschaften Meckenheim und Ersdorf-Altendorf
Historie der Meckenheimer Schützen
Ausstellung im Altendorfer Museum ist bis zum 26. März immer sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet
Altendorf. Überaus gut besucht war am vergangenen Sonntag die Eröffnung der Ausstellung im Altendorfer Museum zur Historie der Meckenheimer Schützen. Dr. Jörg Kökpe konnte hierzu nicht nur zahlreiche Schützen, sondern auch Bürgermeister Bert Spilles begrüßen. In Meckenheim gibt es zwei Schützengesellschaften, zum einen die Sankt Sebastianus Bruderschaft Meckenheim und zum anderen die St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Ersdorf-Altendorf. Erstmalig gibt es nun eine Ausstellung, in der zahlreiche Exponate beider Gesellschaften und ihrer Historie der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. So warten Königsketten, Fahnen, Urkunden, alte Chroniken, Orden, Zeitzeugen-Presseartikel und mehr auf den Besucher.
Das deutsche Schützenwesen ist eine uralte Tradition, so Dr. Jörg Köpke in seiner Ansprache, erstmalig ist diese urkundlich 1139 in Gymnich erwähnt. Zunächst waren die Schützen als Bürgermiliz, aber bald schon nach demokratischen Prinzipien organisiert – später oft zum Ärger der damaligen gar nicht demokratischen Herrscher. Auch Bismarck hatte so seine lieben Nöte mit dem Schützenwesen. Im Laufe der Zeit entwickelten sich die Schützen weit über das gemeinsame sportliche Schießen hinaus und sind heute wichtiger und geachteter Teil des Gemeindelebens, wie man es auch in Meckenheim beobachten kann. Zwei Ereignisse dürfen dabei nicht unerwähnt bleiben. Im Dezember 2015 verkündete die Kultusministerkonferenz in Deutschland, dass das Schützenwesen als Kulturform in das „Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes“ aufgenommen wird. Am 11. März 2016 erfolgte die Auszeichnung im Sinne des „Übereinkommens zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes“ der UNESCO.
Auch für das Ausstellungsteam vom Museumsverein hat die Vorbereitungszeit viele neue Erkenntnisse gebracht, denn die Beschäftigung mit dem Schützenwesen gehört nicht unbedingt zum Alltag. Der Dank von Dr. Jörg Köpke galt insbesondere dem Meckenheimer Jungschützenmeister Eckehard Haffner sowie dem Ersdorfer Brudermeister Christian Klein. Beide stellten im Anschluss jeweils ihre Schützengesellschaften vor. Bürgermeister Bert Spilles bedankte sich für die Einladung und besonders beim Museumsverein, der es immer wieder schaffe, Meckenheimer Geschichte aufzuarbeiten und sichtbar zu machen. Bert Spilles ging darauf ein, dass die Schützengesellschaften und auch das Museum Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft darstellten. Dies gelte besonders auch für die Werte der Schützen: Glaube, Sitte, Heimat. So gebe es einen starken Bezug zur Kirche und zu den Werten und Heimat spiele in der heutigen Zeit eine besondere Rolle. Die Schützen sind seiner Auffassung nach jedenfalls nicht in der Vergangenheit stehen geblieben, sondern engagieren sich vorbildlich in der Jugendarbeit, führen junge Menschen zum Sport und engagieren sich auch im Karneval.
Die Ausstellung ist bis zum 26. März jeweils am Sonntag von 10 bis 17 Uhr zu sehen, zusätzlich gibt es im Museumscafé eine sehenswerte Ausstellung des Altendorfer Hobbymalers Horst Dähn mit Schiffsmotiven und Gemälden besonders schöner Landschaften von nach und fern. STF
